Einige überdurchschnittlich positiv bewertete
Assoziationen zu »Werkzeug«
Stöbers Greif schrieb am 10.4. 2000 um 16:29:01 Uhr zu
Bewertung: 11 Punkt(e)
Klaus Merz
MEIN WERKZEUG
Während der ersten dreißig Jahre meines Lebens trug ich oft einen Kieselstein im Hosensack mit. Als Spielgefährte, als Amulett, später als Erdgeschichte in handlicher Form. Im Lauf der zeit ist der Stein zwar speckig, aber nie weniger geworden. Und wenn ich ihn verlor, wußte ich, daß er nicht verloren war, sondern weiterrollte durch die Zeit. Es wird ihn noch geben, wenn von uns und unseren Hosensäcken schon lange nichts mehr übrig ist.
Diese Einsicht verhalf mir in philosophischen Stunden zu einer gewissen Gelassenheit, an gewöhnlichen Tagen aber führte sie nur zu Bitterkeit über den eigenen schnellen Verschleiß.
Eines Herbstes wechselte ich den Stein durch eine Roßkastanie aus, gegen allfälliges Rheuma. Und seit ein paar Jahren trage ich an ihrer Stelle einen klein gewordenen Radiergummi mit. Als Werkzeug. Und als Erinnerung an mein Leben. Denn auch der Radiergummi wird, anders als der Kiesel, durch meine Irrtümer verbraucht.
krkl schrieb am 28.2. 2000 um 14:30:18 Uhr zu
Bewertung: 5 Punkt(e)
Intelligente (?) Wesen benutzen Werkzeuge, wenn die Anzahl der Aufgaben schneller wächst, als die Evolution mit angepaßten Körperteilen hinterherkommen kann.
r-hold schrieb am 9.4. 2001 um 23:58:20 Uhr zu
Bewertung: 2 Punkt(e)
»To whom who has a hammer the whole world appears as a nail«
(»Wer einen Hammer hat für den besteht die Welt nur aus Nägeln«)
- berümtes Zitat dessen Verfasser mir entfallen ist.
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