Einige überdurchschnittlich positiv bewertete
Assoziationen zu »Werkzeug«
Stöbers Greif schrieb am 10.4. 2000 um 16:29:01 Uhr zu
Bewertung: 12 Punkt(e)
Klaus Merz
MEIN WERKZEUG
Während der ersten dreißig Jahre meines Lebens trug ich oft einen Kieselstein im Hosensack mit. Als Spielgefährte, als Amulett, später als Erdgeschichte in handlicher Form. Im Lauf der zeit ist der Stein zwar speckig, aber nie weniger geworden. Und wenn ich ihn verlor, wußte ich, daß er nicht verloren war, sondern weiterrollte durch die Zeit. Es wird ihn noch geben, wenn von uns und unseren Hosensäcken schon lange nichts mehr übrig ist.
Diese Einsicht verhalf mir in philosophischen Stunden zu einer gewissen Gelassenheit, an gewöhnlichen Tagen aber führte sie nur zu Bitterkeit über den eigenen schnellen Verschleiß.
Eines Herbstes wechselte ich den Stein durch eine Roßkastanie aus, gegen allfälliges Rheuma. Und seit ein paar Jahren trage ich an ihrer Stelle einen klein gewordenen Radiergummi mit. Als Werkzeug. Und als Erinnerung an mein Leben. Denn auch der Radiergummi wird, anders als der Kiesel, durch meine Irrtümer verbraucht.
Genauigkeit ist ein Paradoxon schrieb am 11.3. 2005 um 21:33:35 Uhr zu
Bewertung: 1 Punkt(e)
Genauigkeit ist ein Paradoxon.
Also ist auch das Gegenteil von genau ein Paradoxon!
Was hat das mit Werkzeug zu tun? Dieser Text hier ist ein Werkzeug. Ein ungewöhnliches, natürlich! Aber mit einem text kann man genau wie mit Werkzeugen etwas oder Jemanden bearbeiten, was genau das ist was ich gerade tue.
Also zurück zu unserem Paradoxon: gibt es überhaupt etwas eindeutiges? Wie ich gerade gesagt habe ist mit einem Werkzeug nicht immer ein Hammer gemeint, auch wenn das vieleicht das erste ist, was einem zu dem Wort einfällt. Biologisch gesehen kommt das von der Art und Weise, wie unser Gehirn denkt: es arbeitet in Assotiations Ebenen (wie schreibt man das?) wo jedes Wort (oder Sinnbild) mit einem anderen verknüpft ist, und das auch in viele Richtungen, wie z.b. Bilder, Geräusche, Empfindungen.
Allerdings sind die meisten Dinge zu einer bestimmten einzelnen Assotiation sehr stark verknüpft, und das ist dann auch das erste was einem einfällt.
krkl schrieb am 28.2. 2000 um 14:30:18 Uhr zu
Bewertung: 5 Punkt(e)
Intelligente (?) Wesen benutzen Werkzeuge, wenn die Anzahl der Aufgaben schneller wächst, als die Evolution mit angepaßten Körperteilen hinterherkommen kann.
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