>Info zum Stichwort Traumspeicher | >diskutieren | >Permalink 
tootsie schrieb am 31.3. 2007 um 19:11:17 Uhr über

Traumspeicher

Traumzeit: Inferno.

Erste Sequenz:

Ich streite heftig mit meinem Vater. Die Gleichung weigert sich, drei Unbekannte nach Y aufzulösen. Die Zahlen verändern sich und ich werfe das Buch entnervt weg. Mein Vater kritisiert mich. Ich werfe ihm an den Kopf, dass sein alter Ramsch auf den Müll gehört. Er ist verletzt und möchte mich schlagen. Mutter raunt, ich sei stark geworden.

Zweite Sequenz:

Ich bin im Kinderzimmer und weiß nicht, ob ich des Streites nur geträumt. Wohl herrscht Hochwasser, doch die Fluten weichen rasch zurück. Dass mir noch träumt, wird beim Duschen in der Wanne klar, weil ich T-Shirt um T-Shirt abstreife, obwohl ich schon eingeseift bin.

Dritte Sequenz:

Auf der Straße versuche ich, mich des Streites zu erinnern. Auf Höhe der Klärteiche begegne ich Kindern. Auch Schwarze unter ihnen! Zunächst halte ich den Kreuzzug der Kinder für eine gewöhnliche Prozession, doch rasch wenden sie sich mir zu und wollen mich essen. Ich flüchte, obschon überwältigt. In einem Haus finde ich mich wieder; man ist hinter mir her. Man wird mich töten. Auf heimtückische Weise. Der Raum, in dem ich mich befinde, ist plötzlich verschlossen. Ich soll verhungern! Böses Lachen Jenseits der Tür würde mich weniger ängstigen als diese kompromisslose Stille. Kein Fluchtweg, doch die Decke beseht aus Papier. Ich breche nach oben durch und befinde mich in einem Raum, der dem darunterliegenen gleicht. Darüber wieder einer und noch einer und noch einer. Die Türen sind immer verschlossen. Ich soll hier sterben. Es ist wie ersticken. Seltsam vielteilig und gleichzeitig sterbend fühle ich mich; ein überlistetes, gutes Kind. Als ich glaube, dass nichts geschieht, gibt die Tür nach, lässt sich aber nicht öffnen. An der gegenüberliegenden Seite erscheint ein Kellergang. Ich renne dorthin, die Tür schlägt zu und ich befinde mich in einer Folge idetischer Kellerräume. Eine Falle. Grausam und perfekt: an der Seite steht ein Mann mit einer Axt. Ich weiß, dass ich träume. Ich bin luzide. Ich versuche, mich zu wecken, falle aber in Paralyse mit geöffneten Augen. Ich will zum Magister ins Bett, aber schon träume ich wieder nur, dass ich in seinen Wärmekreis mich flüchten will. Er liegt auf der Couch. Die Wohnung meiner Tante. Ich gehe in die Küche und ahne, dass ich träume. Die Cousine kommt. Sie fragt, ob ich paranoid sei. Sie ist bedrohlich. Sie verfolgt mich ins Wohnzimmer. Unter den Decken liegt kein Magister. Sie sagt, er sei tot. Ich versuche mich zu wecken. Abermals will ich das Bett wechseln, bin aber zu träge. Der Traum kommt mit aller Macht zurück. Die Uhren zeigen verschiedene Zeiten, mir träumt. Ein Killerkommando will uns töten. Roboter, Kinderspielzeug, das Klingen nach uns schleudern will und Hologramme, die uns umbringen werden. Ich muss meine Haut teuer verkaufen. Alles ein Traum und ich wecke mich. Diesmal gelingt es. Mehrfach vergleiche ich die Uhren. Der Magister wärmt, weil er dieses Mal Bestandteil der Wirklichkeit ist.


   User-Bewertung: /
Assoziationen, die nur aus einem oder zwei Wörtern bestehen, sind langweilig.

Dein Name:
Deine Assoziationen zu »Traumspeicher«:
Hier nichts eingeben, sonst wird der Text nicht gespeichert:
Hier das stehen lassen, sonst wird der Text nicht gespeichert:
 Konfiguration | Web-Blaster | Statistik | »Traumspeicher« | Hilfe | Startseite 
0.0358 (0.0298, 0.0045) sek. –– 966082420