Anzahl Assoziationen zu diesem Stichwort (einige Beispiele folgen unten) 146, davon 146 (100,00%) mit einer Bewertung über dem eingestellten Schwellwert (-3) und 88 positiv bewertete (60,27%)
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positiv bewertete Texte
Der erste Text am 2.2. 2003 um 12:50:02 Uhr schrieb
mcnep über Traumspeicher
Der neuste Text am 25.12. 2015 um 04:52:06 Uhr schrieb
Christine über Traumspeicher
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am 19.11. 2007 um 12:59:03 Uhr schrieb
tootsie über Traumspeicher

am 7.5. 2004 um 02:27:57 Uhr schrieb
ARD-Ratgeber über Traumspeicher

am 26.9. 2009 um 15:58:04 Uhr schrieb
Lukas der Suchende über Traumspeicher

Einige überdurchschnittlich positiv bewertete

Assoziationen zu »Traumspeicher«

mcnep schrieb am 2.2. 2003 um 12:50:02 Uhr zu

Traumspeicher

Bewertung: 13 Punkt(e)

Traum vom 2. 2. : Ich lasse mich in einem Taxi kreuz und quer durch eine abendliche Stadt fahren, die Züge von Köln, Stuttgart und Iserlohn aufweist. Andauernd steigen kleine Grüppchen gutgelaunter Herren meist mittleren Alters hinzu, die stets vor mir aussteigen und trotz unterschiedlicher Haltepunkte alle dasselbe Ziel zu haben scheinen. Ich bin unsicher, ob es sich um eine Konferenz, ein Geschäftsessen oder einen Betriebsausflug handelt, vermute aber letzteres. Schließlich lasse auch ich mich in einer Kneipe am Berg absetzen, die mir aufgrund des schlechten Wetters und ihrer windschiefen Anmutung wie eine deutsche Version des 'Gasthaus Jamaica' aus dem gleichnamigen Film erscheint. Als ich die stickige und überfüllte Schankstube betrete merke ich, daß sich hier alle Männer versammelt haben, mit denen ich zuvor im Taxi gefahren bin. Sie sind immer noch sehr aufgeräumt, aber keiner von ihnen scheint mich wiederzuerkennen. Der Umschwung vom Kalten in die Kneipenwärme reizt meine Blase, und ich suche die Toilette auf. Die erkenne ich als die recht ungepflegte Örtlichkeit des Düsseldorfer Lokals 'Rheinpark' wieder, und an den Urinalen stehen zwei Herren mit offensichtlichem Interesse füreinander, jedoch ebenfalls in dieser bei solchen Anlässen eher unüblichen kumpelhaften Geschwätzigkeit. Selbstredend nicht schockiert, aber aufgrund meines Harndrangs auch nicht näher interessiert, baue ich mich einige Becken weiter auf, als aus dem Vorraum eine fürchterliche Schimpfkanonade über 'widerwärtige Unzucht', 'die Sünde Sodoms' und so weiter ertönt. Die beiden Herren zu meiner rechten knöpfen sich hastig zu und sind schon verschwunden, als der Urheber dieses Geschreis eintritt: es ist, wie ich an seinen Schläfenlocken, Tefillin, dem Hut und der krähenartigen Umkuttung sofort erkenne, ein orthodoxer Jude, etwa Mitte zwanzig. Komischerweise fängt auch er während seines Geschäfts an, mit mir zu reden, wobei er noch einmal die Sündhaftigkeit unkeuschen Verhaltens betont, mich jedoch, in diesem Falle zu Recht, in keinem Verdacht zu haben scheint. Im Gegenteil, er wird sehr vertraulich, und im Waschraum vertraut er mir ein kleines Päckchen an, mit der Bitte, es auf meiner nächsten Urlaubsreise »einfach ins Meer zu werfen, Sie wissen schon, wo«. Der Nachwuchschassidim geht ab, und ich bleibe mit der schwarzen Schachtel in der Hand einigermaßen verdattert zurück.

Die Versatzstücke des Traums sind alle vergleichsweise leicht aufzuschlüsseln, ihre Deutung selbst vorzunehmen widerstrebt mir fast ein wenig, so eindeutig scheint mir das ganze. Hervorheben möchte ich nur, daß mir dieser genau so stattgehabte Traum den zweifelsfreien Beweis erbracht hat, daß ich in Farbe träume: noch jetzt steht mir wie eine Filmeinstellung das Bild des jungen Juden in seiner schwarzen Einrahmung hinter einer gelben Kachelwand vor Augen, auf dessen Gesicht aus dieser Nähe rötliche Flecken zu erkennen waren, ob es sich um eine ausheilende Akne oder eine Stoffwechsel- oder Durchblutungsstörung handelte, konnte ich nicht herausbringen; das sind auch Dinge, die man orthodoxe Juden nicht im Waschraum einer deutschen Bierkneipe fragen sollte.

Haide schrieb am 6.2. 2005 um 00:30:41 Uhr zu

Traumspeicher

Bewertung: 7 Punkt(e)

Mitten hineingeworfen in eine niederrheinische Banallandschaft mit Kühen. Sofort bemerke ich ihr viel zu lautes Wiederkäuenkiefergeräusch, ein schmergelndes Knerschen, krempiges Getriebe, daß die gesamte Ebene erfüllt wie das langsame, zeitverzögerte Zerbrechen eines Atomkraftwerkes. Es ist kalt. »Eiskalt aber klar« [ASchmidt]. Wie ich so traumgeworfen vor dieser Szenerie stehe, wird mir klar, daß Schmidt Träume zu seherischen Possen verarbeitet hat und umgekehrt. Ich habe den Eindruck, ich könnte eines der Viecher anschreien und mit Sicherheit würde sie mir in ASchmidtschem Tonfall so etwas antworten wie: »n Suppenteller konnte man nicht kaufen, aber wenn man die Totenmaske der inconnu de la Seine, 38 Mark 50, umdrehte, konnte man sie als solchen verwenden
Dadurch erscheinen plötzlich diese Rinder als wahrhaftige Personifikation des Todes. Das Wiederkäuen als Leichenpumpe. Sie sind mir mit einem Mal sehr, sehr, sehr unheimlich. Ihre vermeintliche »Bäuerlichkeit«, ihre Tarnung als »zu Schlachtendes« verbirgt ihr Geheimnis. Wir essen den Tod und inkorporieren ihn so: als Boef Bourgignon oder Schlichtmett. Ich kann aber nicht fliehen und ekle mich gleichzeitig vor der Banalität dieser überwältigenden Erkenntnis und nehme mir vor, ASchmidt daraufhin nochmal genauer zu lesen. Daß ich wie diese schwarzweißen Todesrinder Gras konsumiere, winkt wie ein Grinsekatzengrinsen zu mir ´rüber. Die schwarze Milch der Frühe kommt mir in den Sinn. Die Psylos, die auf Rindershit wachsen, die Verehrung der Rinder durch Inder und während ich entsetzenklar auf dieser Weide stehe, denke ich mich schon im Totenland. Und die Bauern und Metzger sind die Hadesarbeiter. Und Heidi ist die Lindenstraßen-Jeanned´Arc des Todes. Ich wache auf.

Ugullugu schrieb am 10.2. 2003 um 17:10:35 Uhr zu

Traumspeicher

Bewertung: 9 Punkt(e)

Gestern hab ich mir vielleicht einen Scheiß zusammengeträumt. Ich will mal versuchen, es aufzuschreiben, bevor es mir ganz entfällt. Also:

Ich bin wieder in Oklahoma, wo ich für ein Jahr diesen Schüleraustausch gemacht hab. Genauer gesagt bin ich in dieser Wohnsiedlung bei Tulsa, mit den modernen, flachen Einfamilienhäusern, die alle die gleiche Garage haben. Es ist früher Abend oder möglicherweise auch Nacht, und die Zikaden machen Lärm. Ohne Zikaden hätte es eigentlich auch Sylt sein können, sieht genauso aus. Ich bin draußen. Irgendwoher weiß ich nun, daß die Neighbourhood Watch in der Nähe herumfährt und mit dem Scheinwerfer in die Fenster leuchtet, und die hätte eigentlich auch alle Hände voll zu tun gehabt: ich bin nämlich so eine Art bemoostes, grünes Comic-Monster, dem frühen swamp thing nicht unähnlich, bin zwar nicht sehr groß, habe aber ein großes Maul (harhar) und eine rostige Kette, mit der ich auf irgendwas einzuschlagen gedenke. So laufe ich also als grünes Monster draußen in der Nacht an den front porches vorbei und plane, irgendwo einzubrechen und ein bißchen Radau zu machen. Ich will keinem was tun, nur halt in so eine ordentliche kleine Wohnung einbrechen, die Leute erschrecken und mit meiner rostigen Kette auf die Möbel einschlagen. Ein bißchen komme ich mir vor wie das »alte Europa«.
Dann finde ich endlich ein Haus, in dem noch Licht brennt (keine Ahnung, wieso ich ein erleuchtetes Haus gesucht habe). Ich walke also up zur Garagentür, die offen steht, weil ich weiß, daß von der Garage eine Verbindungstür ins Wohnhaus führt. Der Bewegungsmelder reagiert offensichtlich auch auf grüne Schlammmonster, die Außenbeleuchtung geht an und bei den Scheinwerfern wuseln Insekten herum. In der Garage steht kein Auto, aber in der Tür zum Wohnhaus steht plötzlich der Hausherr. Er hat einen hellen Schnurrbart und dummerweise eine Pistole. Ich glaube, er hat gar nichts gesagt, jedenfalls war die Sache klar: ich hab hier nichts verloren und geh jetzt besser. Enttäuscht ziehe ich also mitsamt meiner Kette ab und hocke mich auf den Rasen vor dem Haus. Ende erster Teil (scheiße wird das lang).

Ich hocke also auf dem Rasen herum. Da bekommt der schnauzbärtige Waffenträger erneut Besuch: von rechts brettert ein roter Golf III Europe heran, fährt die Einfahrt hoch und langsam in die Garage. Durch die Scheiben sehe ich, daß überraschenderweise zwei Freunde von mir in dem Wagen sitzen. Der Wagen hält, die Türen gehen auf. Ein wahrer Wasserfall ergießt sich aus dem VW, als wäre er vorher bis zum Dachhimmel mit Wasser gefüllt gewesen! Helge und Markus, meine Freunde, werden mit hinausgespült. Jetzt haben sie sich aber überraschend in zwei völlig andere Menschen verwandelt, die ich nie zuvor gesehen habe, aber ich weiß, daß sie ein Ehepaar und zu Besuch beim Schnauzbart sind (der steht immer noch da, die Waffe ist glaube ich weg).
Die ganze Garage steht ein paar Zentimeter tief unter Wasser. Das macht aber weder dem Amerikaner noch seinen beiden Gästen etwas aus, noch der Frau des Amis, die jetzt überaschend aus dem Haus getrippelt kommt. Die Frau ist sehr dünn. Die vier Leute in der Garage begrüßen sich herzlich, im Wasser stehend. In der Garage liegt jetzt plötzlich ein schwarz-rot-weißer Teppich, ebenfalls unter Wasser, unter den Füßen der Leute, unter dem Golf.

Dritter Teil, jetzt wird es wirklich bescheuert. Aus dem Nichts taucht plötzlich ein Mann mit einem dunklen Anzug auf. Er ist sehr groß und hat ein Mikrofon in der Hand und geht damit zu der dünnen Frau. Er fragt sie, ob ihr das gar nichts ausmache, daß ihre ganze Garage unter Wasser stehen würde, und das halbe Wohnhaus. Damit lenkt er die Aufmerksamkeit aller auf die Verbindungstür zum Wohnhaus. Die ist halb geöffnet, und man kann sehen, daß auch da schon das Wasser steht. Drinnen sind weiße Fliesen. Die Frau antwortet, das mache ihr nichts aus, denn sie besitzt ein spezielles System zur Hausentwässerung. Der Mann im Anzug fragt erneut: Was ist denn das wirklich Tolle an diesem System?, und er fragt es in so einem konspirativen Ton, und die Frau antwortet darauf wie aus der Pistole geschossen, und plötzlich kippt alles um, und mir ist klar: Das ist Werbung! Ich bin in einem Fernsehwerbespot für eine hausinterne Anlage, die den Wasserkreislauf eines Wohnhauses reguliert. Das wurde in den letzten Augenblicken, die der Traum noch dauerte, bis ins kleinste Detail erklärt, aber leider habe ich es wieder vergessen. Gut möglich, daß mir im Traum die Lösung für alle eventuell anstehenden Trinkwasserprobleme der Menschheit offenbart wurde. Es war wirklich toll, die unteren Zimmer des Hauses waren zum Beispiel alles Naßräume, und das Auto, der rote Golf, fuhr auch mit Wasser, und daß er beim Reinfahren die ganze Garage unter Wasser setzt, ist so gewollt und hat etwas mit Wiederaufbereitung zu tun. Dann bin ich aufgewacht, und mußte ganz dringend pissen.

mcnep schrieb am 18.10. 2003 um 11:07:50 Uhr zu

Traumspeicher

Bewertung: 4 Punkt(e)

Traum von heute Nacht: Ich bin deutlich jünger, etwa Oberstufe oder Erstsemester, und besuche mit einer Delegation von Gleichaltrigen (Schülerzeitung o.ä.) Otto Schily. Sein Amtssitz sieht von innen aus wie das Anwesen Wielands in Oßmannstedt, am Fenster ein Rokokosekretär. Endlich kommt Schily. Er sieht aus wie immer, schmallippig, etwas verkniffen, hat aber seinen anthroposophischen Haarschnitt silbern gefärbt und aufgeföhnt, er erinnert mich an Gotthilf Fischer. Das einzige, was mich und die anderen aber wirklich überrascht: Schily ist winzig, nicht bloß etwas mickrig wie Schröder, sondern nicht größer als ein Kind oder Wee–Man aus Jackass. Er begrüßt uns freundlich, aber distanziert, und bemerkt wohl mein unverhohlenes Erstaunen über seine Größe. Er sagt: »Sie wundern sich sicher, daß ich so klein binVerlegen bestätige ich das, und er sagt darauf: »Sehen Sie: Ich mich auch

mcnep schrieb am 23.8. 2004 um 15:35:17 Uhr zu

Traumspeicher

Bewertung: 5 Punkt(e)

Also, was war das gerade für ein deppenhafter Mikrotraum im Nachmittagsschlaf? Jemand hätte im Blaster einen Text eingegeben, so das übliche Gejammer von wenig zu wenig Niveau und Alledoofnurichnicht und hätte darin gefordert (sich offenbar selbst damit meinend) es würde langsam Zeit, daß ein 'BlasterRüttler' auftauchte. Ich nun hätte mich über diese typisch unbedarft–naßforsche Art geärgert und beschlossen, das Wort 'Rüttler' tatsächlich zu verstichworten, jedoch mit einem aus dem Weinlexikon exzerpierten Artikel über die méthode champagnoise (wobei ich - im Traum - sogleich den Phantomschmerz einer Schnittverletzung am linken Daumen bekam, dort, wo man sich gemeinhin beim Entfernen einer Champagner–Metallkapsel zu verletzen pflegt), weil, so meine Begründung im Traum, die doch so possierlich klang, daß sie das Festhalten dieses Kuddelmuddels rechtfertigt, »ich mir schließlich nicht jeden Tag frische Gedanken machen muß«.

mcnep schrieb am 11.8. 2003 um 15:57:19 Uhr zu

Traumspeicher

Bewertung: 4 Punkt(e)

Ein perfider Traum während meines heutigen Mittagsschlafes:
Ein Passagierflugzeug war, aus Cordoba mit Ziel Dushanbe startend, entführt worden und in den Eiffelturm gelenkt worden. Nein, ich war nicht an Bord, sondern erlebte das ganze so, wie man derlei Katastrophen nunmal erlebt: Vor dem Fernseher, mit eben den müden, mir immer aufs Neue zufallenden Augen, die mich kurz zuvor ins Bett getrieben hatten. Bilder vom brennenden Paris, Bilder der geschockten Angehörigen am Flughafen, Funkverkehrfetzen, eine staatstragend analysierende Diskussionrunde mit der schönen Überschrift: 'Krieg - aber gegen wen?', die eingeblendete Laufschrift 'Alle ausgedruckten Sendungen verschieben sich auf unbestimmte Zeit' K.'s Gemaule, weil ich es gewagt hatte einzuflechten, so schön hätte ich den Eiffelturm nie gefunden, das war alles so ungut echt, selbst das Datum stimmte, so echt, wie Medien nun einmal sind, daß ich mich irgendwann selbst aus dem Schlaf riß und nun einigermaßen durchgeschüttelt im Yukata vor dem Blaster sitze und mir das ganze von der Seele schreibe. Das frustrierendste war nämlich weniger das geträumte Unglück, sondern das schon während des Traumes aufscheinende Gefühl, ich könne hinterher nicht wie im Falle 11/9 mich mit den anderen in einer Kommunion der Bewältigung austauschen, die berühmte Frage 'Wo warst du am elften September' stellend, sondern ich würde, wenn die Frage an mich gestellt werden sollte »Wo warst du am elften August 2003antworten müssen »Da ist mir gerade ein Flugzeug in den Eiffelturm gerast.«

mcnep schrieb am 15.9. 2005 um 08:02:56 Uhr zu

Traumspeicher

Bewertung: 3 Punkt(e)

Heute Nacht ein Traum, eher eine Bilderabfolge, samt und sonders tote Tiere darstellend - erschossene Füchse, angefressene Raben, überfahrene Eichhörnchen, geschlachtete Kühe und ähnliches. Interessant war, das die meisten Bilder, Einzelschnappschüsse allesamt, Zeichnungen waren, meist sogar schwarzweiß (das 'Blatt' mit dem toten Schwarzvogel, die Brust aufgehackt, war besonders gelungen), nur bei dem Eichhörnchen handelte es sich eher um ein Foto, es entsprach auch als einzige einem realen Eindruck von vor einigen Tagen an der Schnellstraße nach M. Eine mögliche Quelle die zahlreichen Berichte über die FranzMarcAusstellung, aber weshalb statt gestisch farbiger Überhöhung dieser morbide Realismus? Eine mögliche Ursache sehe ich in der augenblicklich stark gehäuften Reihung für mich unangenehmer Lebensereignisse (gegenwärtig etwa Zahnarzt, Bankgeschäfte, private Händel) und dem ausgedrückten Wunsch, all diese Atrozitäten mögen doch zweidimensional, schwarzweiß bleiben, was auf die Ereignisse des wirklichen Lebens übertragen bedeutet, dass ich mich augenblicklich kaum bereit sehe, der Welt anders als im Schriftverkehr gegenüber zu treten, ja, da ich selber überhaupt nicht zeichnen kann, allen künftigen Schrecknissen nur noch über Mittelsmänner zu begegnen. Konflikte sammeln wie ein Mäzen die Grafik.

mcnep schrieb am 17.6. 2004 um 03:15:26 Uhr zu

Traumspeicher

Bewertung: 4 Punkt(e)

Soeben geträumt, daß mir I*s Mutter vorwirft, ich hätte »Nachthemden mit Goldkante«, sie hätte es mal in meinem Schrank gesehen. Ich erwidere, das sei überhaupt nicht wahr und wache über der Empörung über diese Unterstellung auf. Würde ich die Kunst des luziden Träumens beherrschen, hätte ich ihr vermutlich in aller Ruhe die Grundlosigkeit ihrer Unterstellung nachgewiesen und sie erst mal gefragt, was sie eigentlich an meinem Kleiderschrank verloren hat. Dann hätte sie sich vermutlich in ein Monster oder Otto Schily verwandelt, ich hätte dem den Kopf abgeschlagen und so einen schwelenden Konflikt meines Unterbewußten gelöst. Stattdessen Zigarette geraucht, obigen Text in den hochgefahrenen Computer eingegeben; nachfolgend Ausschalten und der Versuch weiterzuschlafen.

tootsie schrieb am 14.12. 2007 um 13:04:38 Uhr zu

Traumspeicher

Bewertung: 2 Punkt(e)

Erste Sequenz:

Ich betrete die alte Toilette und pinkele. Dabei wird mir klar, dass es die alte Toilette gar nicht mehr gibt und das ich träume. Ich überlege, wo ich liege, komme zu dem falschen Schluss, ich läge in meinem Elternhaus und fürchte zu Unrecht, ins Bett zu machen. Da ich träume, verwandele ich mich in einen Vogel an einem Frühsommernachmittag.

Zweite Sequenz:

Ich sitze im Auto neben einer Psychopathin, und wir verstehen uns prächtig. Es ist früher Morgen, und die Dämmerung weicht zurück hinter den Horizont. Wir fahren durch eine verschlungene Autobahnkreuz-Geschichte in Stadtnähe. Ich soll ihr eine Zigarette drehen. Der Tabak ist sehr grob: Nussschalen, Rosinen und allerlei undrehbares Zeug. Ich nehme einen Mörser und drehe. Sie setzt mich in der Stadt an, die eine Mischung aus Paris, Berlin, Leipzig und Auerbach ist und öfters in meinen Träumen auftaucht.

Dritte Sequenz:

Kunstunterricht. Ich habe das Thema vergessen, arbeite aber an einem riesigen Hasen aus Ton. Ich streiche ihn mit Acrylfarben. Herr Bonn reicht mir gelbe Farbe, die Sand enthält. Damit modelliere ich das Fell. Die Dose mit der gelben Farbe reiche ich an meinen Cousin weiter.

Vierte Sequenz:

Ich bin bei meinem Onkel. Er sieht gesund aus. In seiner Wohnung male ich mit gelboranger Farbe. Kristalle. Er sucht nach acht CDs für die sechs Schlafzimmer oder so. Die Cover sind aber weg. Die seltsame Arithmetik will sich mir nicht erschließen. Ich stehe draußen am Zaun und versuche, über die Straße zu gehen. Ich komme nicht rüber. Frustriert lasse ich mich auf den Fußweg fallen und bemale die Ränder von Eiswürfeln mit oranger Farbe. Meine Cousine gibt mir einen Ratschlag; ich bin beleidigt und schicke sie weg. Mein Onkel sucht nach den CDs. Die Nachbarskinder rempeln mich an. Ich halte den jüngsten Wanst fest und sage zu der Nervensäge von Nachbarskind, dass der jetzt hier bleibt. Für immer. Großes Gezeter wie im Affenstall. Ich verlasse die Szene und gehe ins Haus. Auf den Dachboden. Ich finde die Erklärung dafür, warum die Cover weg sind: eine Freundin meiner Cousine - die wohnt unten im Fluss - hat die Dinger. Ich bin ziemlich weit oben im Dachgeschoss. Eine Etage höher führt so eine wackelige Leiter, der ich nicht traue. Der Wind heult. Ich schaue aus dem Fenster und sehe ein wunderbares Stilleben am Waldrand: Herbst, ein Haus, ein Garten, perfekte Linien... Ich singe eine Zeile : We lay down and wait, and wait for the Zion. Die Akustik ist gut. Draußen geräusche. Treppauf, treppab... durch Türen. Ich vermute meinen Onkel, treffe aber auf Sven W., der mich nicht bemerkt. Ich weiß, ich bin in meinem eigenen Oberstübchen und wundere mich über den Eindringling, der aussieht wie früher und an einer Werkbank sitzt wie ein Tischler. Ich überlege, ob ich ihn rauswerfen sollte, denke aber, dass die Erinnerung an ihn zu mir gehört und belasse ihn auf meinem Dachboden. Er nimmt mich nicht wahr, ist also nur eine tote Erinnerung. Vielleicht sollte ich dort öfters rumstöbern?

tootsie schrieb am 19.9. 2008 um 14:55:08 Uhr zu

Traumspeicher

Bewertung: 3 Punkt(e)

Erste Sequenz:

Ich befinde mich auf einer Familienfeier in der Wohnung meines Onkels und meiner Tante. Das eine Glas Wein habe ich nicht vertragen. Die anderen sind betrunken. Es ist sehr, sehr spät. Ich befinde mich allein in der Küche und arbeite an einem Puzzle. Ein Ägyptisches Motiv. Rätselfragen dazu...

Meinem Onkel helfe ich beim Abwasch. Er ist freundlich und zugänglich. Angeheitert spricht er von einem Fernseher. Ich folge ihm, und unten im Keller läuft ein bizarrer Porno. Im Grunde befindet sich dieses Kellergeschoss unter dem anderen Kellergeschoss, was den Bauplan etwas verwirrend macht. Unten sind Matratzen, und Wasser tropft. Im TV läuft dieser abgefahrene Kunstporno. Irgendwas psychedelisches, was nicht mal pornographisch ist.

Ich schlafe mit meinem Onkel. Es ist super!

Zweite Sequenz:

Ich befinde mich in Langendorf. Es scheint der Morgen nach der Nacht mit meinem Onkel zu sein. Die Sonne scheint. Opa liegt nackt auf dem Hof und lässt sich von Onkel W. einen blasen. Ich bin nicht einmal besonders irritiert, weil ich zumindest ahne, dass ich träume. Es ist Hochsommer. Onkel W. paukt mit einem mir unbekannten Mädchen Algebra. Das kommt mir sehr, sehr seltsam vor. Ich bin am Gartenteich. Da ist ältere Verwandschaft. Die Katze schwimmt und taucht durch den Teich. Sehr elegant. Sara ist da. Sie spricht mit dem Algebra-Mädchen und gibt Schminktips.

Wir müssen los. Irgendwo hin fein essen. Ich seile mich ab. Meine Kleidung ist schmutzig - überall Wasserlinsen. Der Hund des Algebra-Mädchens haut ab. Ich fange ihn wieder ein und lege ihn an die Leine. Ich drücke ihn mit dem Hals nach unten und hake die Leine ein. Mir gefällt das nicht und ich habe Angst, mich in die Erziehungsangelegenheiten anderer Leute einzumischen.

Dritte Sequenz:

Ich bin im Vogtland und erfahre, dass unser Haus nur fünfzehn Minuten von der Küste weg ist. Ich ärgere mich über meinen Vater und darüber, dass ich das erst jetzt erfahre.

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