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positiv bewertete Texte
Der erste Text am 3.9. 2002 um 21:55:49 Uhr schrieb
longlife über aphrodites-child
Der neuste Text am 18.5. 2017 um 03:18:17 Uhr schrieb
Borg über aphrodites-child
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am 18.5. 2017 um 03:18:17 Uhr schrieb
Borg über aphrodites-child

am 28.11. 2002 um 09:56:09 Uhr schrieb
kaos kid über aphrodites-child

am 4.9. 2003 um 23:28:47 Uhr schrieb
toschibar über aphrodites-child

Einige überdurchschnittlich positiv bewertete

Assoziationen zu »Aphrodites-child«

longlife schrieb am 3.9. 2002 um 21:55:49 Uhr zu

aphrodites-child

Bewertung: 5 Punkt(e)

Anfang der 60er Jahre formierte der talentiere Vangelis Papathanassiou mit Freunden in Griechenland seine erste Band Formynx und füllte griechische Sportstadien mit tausenden musikbegeisterter Fans. Vangelis galt als einer der ersten »Popstars« in seinem Land. Im Laufe der Zeit stellte er allerdings fest, daß er in Griechenland nicht die technischen Vorraussetzungen hatte um seine musikalischen Ideen zu verwirklichen. Hinzu kamen die durch die Militärdiktatur veränderten politischen Verhältnisse in seiner Heimat. So zog Vangelis 1968 nach Paris und gründete zusammen mit Demis Roussos (Bass, Vocals), Lucas Sideras (Drums, Vocals) sowie Silver Koulouris (Guitars, Percussion) die Gruppe Aphrodite's Child. Vangelis selber übernahm die Tasteninstrumente, Flöte und Percussion. Gleichzeitig war er der kreative Kopf der Band und zeichnete überwiegend für die Kompositionen verantwortlich. Gleich ihr erster Song 'Rain and Tears' (ein Hammerstück mit Flöte und Streichern) wurde ein weltweiter Hit. Einige weitere erfolgreiche Stücke folgten (z.B. It's five o'clock, End of the World). Ihr Stil kann als romantischer Softrock bezeichnet werden. Schon hier konnte man erahnen, welches Potential in der Band steckte.

Im Jahr 1971 war es dann endlich soweit: Die musikalischen Grenzen wurden gesprengt und ein Konzeptalbum der kontroversen Art erblickte das Licht der Erde: 666. Thematisch dreht sich das gesamte Werk um Passagen aus der Offenbarung des Johannes. Auszüge aus der Bibel, die von der Geburt des Antichristen berichten. Die Songtexte hierfür lieferte Costas Ferris und die gesamte Musik stammte aus der Feder von Vangelis. Musikalisch passt das Werk in keine Schublade. Es ist vielseitig, abwechslungsreich und immer wieder überraschend. Gängiges, melodiöses (The Four Horsemen, Hic et Nunc) wechselt sich mit schrägem Material () ab. Insbesondere bei letztgenanntem Song schreit sich als Gast die Sängerin und Schauspielerin Irene Papas (u.a. zu sehen in Alexis Sorbas) die Seele aus dem Leib, als wäre der Beelzebub persönlich in sie gefahren.

Die besonderen Vangelis-Fähigkeiten kommen besonders gut in den häufigen Instrumentalpassagen zur Geltung: Beispiele hierfür sind das geniale 'Aegian Sea' und der Longtrack 'All the Seats were occupied', bei dem auf einem gekonnten Klangteppich immer wieder Auszüge aus den zurückliegenden Stücken eingespielt werden.

Neben Vangelis' Einfallsreichtum brilliert die gesamte Band: Hier und da rockige und teils frickelige Gitarrenparts ('The Battle of the Locusts') und eine jederzeit stimmige Rhythmussektion. Überhaupt werden den Drums und Persussion viel Bedeutung beigemessen und dominieren in einigen Songs z.B. in 'The Battle of...' und 'Do it' (bei diesen beiden Tracks geht im wahrsten Sinne des Wortes die Post ab!). Es gibt so vieles auf den zwei Scheiben zu entdecken, daß ich hier nur noch ein paar Auszüge darstelle und jedem ans Herz lege, dieses Meisterwerk und Stück Musikgeschichte zu erwerben und in die musikalische Welt der Kinder Aphrodites einzutauchen.

Hier noch einige weitere Schmankerl: Orientalisches gibt es bei 'The Lamb' zu hören. Ein Song, bei dem sämtliche Musiker ihre Fähigkeiten voll ausfahren. Lustiges gibt es bei 'The Beast'. Lustig im Sinne der verstellten Stimmen. Mystisch/psychedelisch geht es bei 'Lament' zu. Hier kann Demis Roussos seine weinerliche und hohe Stimme voll zur Geltung bringen (göttlich!).

Unterbrochen bzw. übergeleitet werden die einzelnen Stücke durch kleinere Erzählungen, Geräuschkulissen oder sonstige Soundeffekte. Insgesamt ein Konzeptalbum der interessanten Sorte: seiner Zeit um Jahre voraus. Nach '666' trennten sich die Wege der Musiker (zu groß waren die musikalischen Unterschiede) und Vangelis wurde ein gefeierter Solo-Künstler der kurzzeitig sogar als Ersatz für Rick Wakeman bei Yes vorgesehen war. Die musikalischen Ziele lagen aber zu weit auseinander und so erhielt Patrick Moraz den Job. Allerdings bildete sich hier die Freundschaft zwischen Jon Anderson und Vangelis, die uns in der Zukunft mit vier hervorragenden Alben beglücken.

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