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mt nicht umhin, sieh &nieder mehr auf die Klassiker zu besinnen. ürzungen der marxsehen Lehre entgegenzutreten, fühlen wir uns der Begründer den wissenschaftlichen Kommunismus zu erinnern, n Gründen in den meisten Marx-Schulungen unterschlagen icird. sein Werk »Zur Kritik der Politischen Ökonomie« veriiiientliehte, renden deutschen Nationalökonomen schlicht ignoriert. Um dem zu ersparen, erganisi.,sierden Friedrieb Engels und andere sofort
Radikale linke Politik und Gesellschaftskritik stehen im Ruf, ihren An- ü
spruch einer emanzipatorischen Politik in erster Linie durch rationale Aufklärung Kommunikat!
und Verkündigung einer einzigen Wahrheit verwirklichen zu wollen. Die Autorin-
nen der hier versammelten Texte verfügen über keine solche Wahrheit, die sie quer
sich auf ihre Fahnen schreiben könnten, um sie anderen Linken oder irgendwel-
chen Ungläubigen um die Ohren zu schlagen.
Mit dem Konzept Kommunikationsguerilla möchten sie zu anderen Formen der politischen Auseinandersetzung anregen, die zwar schon lange zur Praxis linker Gruppierungen gehören, aber allzuoft als nicht ernstzunehmende Späßchen am Rande der eigentlichen politischen Arbeit unterschätzt wurden. Dieses »Handbuch der Kommunikationsguerilla« diskutiert solche Formen subversiver politischer Praxis, ihre Bedingungen, Möglichkeiten und Grenzen.
Die Autorinnen sparen sich die Wiedergabe der kontroversen Diskussionen, die sich aus unterschiedlichen Denkweisen, aus der Auseinandersetzung zwischen marxistischen und anarchistischen, traditionell ökonomischen und diskurstheoretischen Konzepten,
zwischen Kritik am Eurozentrismus und dem Festhalten an universalen Werten immer wieder ergeben haben. Für den gegenwärtigen Zeitpunkt haben sie sich darauf geeinigt, sich gemeinsam am unsicheren Ort der Kritik an den Verhältnissen niederzulassen. Aus den immer wieder aufbrechenden Zweifeln und dem Wissen um die historische Bedingtheit der eigenen traditionellen politischen Projekte ist das Bedürfnis entstanden, politische Praxen zu entwickeln, die der gegenwärtigen Situation angepaßt sind, gleichzeitig aber eine undogmatisch linke Grundhaltung der 70er und 80er Jahre nicht unbesehen aufgeben,
Gemeinsamer Ausgangspunkt war und ist neben der anhaltenden Unversöhnlichkeit mit der kapitalistischen Produktionsweise, mit menschenverachtenden Machtstrukturen und Vergesellschaftungsformen auch die Unzufriedenheit mit einer linksradikalen politischen Praxis, die zwischen unbedingter Militanz, pragmatischer Realpolitik und reiner Ideologiekritik herumeiert(e). Das Unbehagen gegenüber diesen sich scheinbar gegenseitig ausschließenden traditionellen Politikformen der Linken hat sich verstärkt in einer historischen Phase, in der von allen Seiten die Krise linker Politik beklagt wird und in der
Die alten Meister
nach Er.Keheinen des Buches die Veriiiientliehung von erfundenen Hezensionen und Kom. mentaren in verschiedenen Presseerzeugnissen. Um die »bürgerliche Vers(-bwiirung den Schweigens« zu durchbrechen, lancierte Eugeli; unter falschem Namen regelrechte Verrinxe des »Kapitals« in der bürgerlichen Presse und zwang damit die Nationaiiikanomen zu einer Stellungnahme. Bis Juli 1868 erschienen mindestens 15 erfundene Hezensionen in bürger. liehen Zeitungen. Schon Marx und Engefs lehren uns also, daß es manchmal nicht entscheidend ist, weichen Inhalt eine Berichterstattung hat, sondern eher, daß sie überhaupt stattfindet.
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