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°G. L. Gomme, The Gentleman's Magazine library: architectural antiquities, zieht J. Carter 's in jenem Magazine erschienene Schriften zur Engl. Baukunst des 11.—18. Jh. aus. — 0 J. C. Wall, The t o m b s of the kings of England, illustr. '91. — J. R. Allen, The Nor- man doorways of Yorkshire, Reliquary 1887—9, acht Aufsätze, reich an neuem Stoffe, der mit weiter Literaturkenntniss scharfsinnig erklärt wird. Bauten vor 1100 entbehren noch der Bildhauerei; die Portal-Skulp- turen gehören dem 12. Jh. Sie zeigen die Thiere des Sternkreises und Bestiars, einen nackten Mann mit Schurzfell, Keule und Schild, lanzen- stechende Beiter im Ring- und Scbuppenpanzer und im Helm mit Nasen- eisen, eine Frau mit unten verknoteten Hängeärmeln u. s. w. — Harrison, Anglo-Norman Ornament compared with [16] Anglo-Saxon mss. (Archl. Jl. 1890, 143; fortgesetzt: s. DZG VI 147, 42). England kannte schon um 1000 Steinbau, schmuckreichere Bildhauerei als die Normandie, Würfel- capitäl und das mit umgekehrter Volute ; letzteres, in Sherborne und Durham im 12. Jh., kommt nach Caen erst im 12., 13. Jh., wohl aus England [?]. Zu Lincoln und Winchester bauen die Normann. Bischöfe um 1080 zum kleinen Theile nach Angelsäcbs. Muster. — G. I. Chester, Oriental de- sign in Herefordshire (Archl. Jl. 1890, 140). Ueber den Kirchthüren zu Bredwardine und Moccas stellte ein Bildhauer des 12. Jh. den Aegypt. [?] hundsköpfigen Affen und den Mesopotam. [?] heiligen Baum dar, wohl unter Einfluss eines Kreuzzuges. — J. T. Irvine: The Norman cathedral of B a t h ( Jl. Brit. archl. assoc. 46, 85) ward unter dem ersten Bischof, der 1122 starb, begonnen. — H. Drinkwater, St Mary's I f f 1 e y (eb. 1891, 58) von 1160—70. — °C. H. Moore, Development and character of Gothic architecture. England übernahm die äusseren Formen der Gothik von Frankreich, entwickelte das Ornament bis um 1600 weiter, er- füüt aber in keinem Bau das Goth. System streng, sondern behält Roma- nische Stilzüge bei. Aus Pavia, dessen San Michèle Caen ähnele, bringe vielleicht Lanfranc Lombard. Muster nach der Normandie. Eine Vorstufe zur Gothik, das halbrunde Seitengewölbe, zeigen das Nonnenkloster zu Caen und der Durhamer Dom. Volle Gothik, durch Spitzbogen nicht bloss an Fenstern und Thüren, sondern im Gewölbe bezeichnet, wird in Eng- land zuerst 1175 zu Canterbury, am Umbau des Doms durch einen Fran- zosen, angewendet. So A. Pit, Moyeu âge 1891,169. — "D. Mac Gibbon and Th. Ross, The castellated and domestic architecture of Scot- land, in the 12.—18. cent. I[—1542]-III, Edinb. 1886—9, mit trefflichen Bildern und Plänen. Die Normannen führten in Schottland zwar Stein- und Mörtelbau statt Erd- und Holzbau ein, allein der Plan der Burg bleibe, nach heimischer Art, bis 1300 eine gemauerte Citadelle, aussen eine Umfassung von Felsblöcken mit Eckthürmen; die zweite Periode, bis 1400, zeigt keine grosse Mauer, sondern einfache oblonge dreistöckige Thürme; unten liegen die Vorräthe, in der Mitte die Halle, d. i. der Saal, der auch för Gäste und den Dienern zum Schlafen dient, oben die Familienwohnung. Unter dem Thurm ist das Gefängniss, in das ans dem Wacbzimmer eine Fallthür führt Man kocht am Hallenkamin oder in offenem Schuppen. Am Ende des MA. liegt die Eingangsthür (zu der man früher auf Leitern in den ersten Stock stieg) zu ebener Erde, die Wand wird getüncht und tapezirt. So SatR 22III90, 856; ScotR Jan. '87, 194; July 192; '90, 226. — J. R. Cobb, Zugbrücken werden in Engl. Staatsurkk. seit 1239 er- wähnt; Archla. Cambr. '88, 218. — C. J. Bates, The Border holds of Northumberland, Archla. Ael. 1891, 38; 129, behandelt die Bau- und Kriegs-G. der Burgen Warkworth, Dunstanburgh, Prndhoe, Bamburgh, Wark im 12.—16. Jh. — °J. Fergus son, Hist, of the modern styles of archi- tecture, 3. ed. by R. K e r r (2 Bde. '91). SatR 15VIII91 vermisst Ehrfurcht vor der Engl. Gothik z. B. in Lincoln und Ely. — 'A. M. Davies, Nor- man architecture in Hampshire; The Hamps. antiq. I 1891.
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