Einige überdurchschnittlich positiv bewertete
Assoziationen zu »Radscherfummel«
Schrundenknorpel schrieb am 15.6. 2003 um 21:56:41 Uhr zu
Bewertung: 1 Punkt(e)
Hm.Klingt dann,weil es ja tatsächlich hochdeutsch Ratzefummel hieß,damals,nach der Aktivität dieser Leute,die keine Wunde unberührt und keinen Kratzer heilen lassen.Schorflinge,die dem Krustozid huldigen,so nannten wir sie,die kratzen und knibbeln und pokeln und drücken,bis alles wieder offen liegt und herzergreifend sekretet und alles wieder von vorn beginnt.Ich kenne das,ich mache das,ich kann es außerdem gut leiden,Entzündung klingt immer nach gutem Schmerz und mit Narben kann man leben,aber das ist eigentlich Privatsache;soll nur heißen,an sich ist ja eklig,doch für den Insgeheimgebrauch ist es insgesamt sehr adäquat und hach,wer macht das denn eigentlich nicht und wer kann sich denn situativ dem Glauben verwehren,daß alles schneller heile,wenn man dieses komische Zeug erst entfernt hat?
Huh,jetzt wechsel ich aber doch mal lieber kurz den Nick.
distel schrieb am 22.5. 2000 um 23:45:38 Uhr zu
Bewertung: 4 Punkt(e)
Einst, in grauer vorzeit, als es noch keinen PC und kein words gab,hielten die menschen ein hölzchen zwischen zeigefinger und daumen, meistens der rechten hand. Das hölzchen hatten sie ausgehölt und eine kleíne, dünne mine aus blei eingeführt. Damit brachten sie ihre gedanken, ungedanken und sontige weis- oder bosheiten zu papier. Nun kam es auch zur damaligen zeit schon vor, daß sie mit dem geschriebenen nicht so ganz zufrieden waren. Dafür gab es dann den radscherfummel. Das war ein stückcken gummi, manchmal mit einer comicfigur oder einem herzchen verziert, wer sich so einen aufwendigen radscherfummel nicht leisten konnte, schrieb einfach » fuck you« mit tinte oder filzern drauf. Also, mit diesem radscherfummel wurde auf dem geschriebenen hin und her gerubbelt, bis das unerbetene wort/buchstabe verschwunden -oder aber ein loch im papier war.
Es soll sogar fälle gegeben haben, bei denen sich das papier wegen des verbissenen hin und her rubbelns entzündet haben soll und in flammen aufging. Heute leben die schüler und alle anderen schreiberlinge weitaus weniger gefährlich. Was nicht gefällt wird mit der Maus (Tierquälerei!)markiert und entfernt. Der Nachfolger des radscherfummels war der Tintenkiller. Er war wohl der größte serienkiller aller zeiten, gleichwohl wurde er nie seiner untaten wegen verhaftet und zur rechenschaft gezogen. Im gegenteil, er soll in unterentwichkelten ländern noch heute tonnenweise hergestellt und in einschlägigen läden an schüler aller altersklassen ohne »lizenz zum töten« - zu einem dumpingpreis abgegeben werden.
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