Einige überdurchschnittlich positiv bewertete
Assoziationen zu »Wahrnehmung«
Mäggi schrieb am 15.12. 2001 um 13:07:27 Uhr zu
Bewertung: 3 Punkt(e)
manchmal wache ich morgens auf und befinde mich in einer wahrnehmungsblase. die musik spielt zwar, aber es dringt nicht an meine ohren, alles ist still, und ich bin von den akustischen signalen abgeschlossen. es herrscht zwar helles tageslicht, aber alles ist weit weg und wie hinter panzerglas. dunkelheit lauert in allen ecken und droht, das fragile bild, das meine netzhaut erhält, zu überwältigen. und obwohl ich meiner exohaut und ihres schutzes beraubt bin, sitze ich wie in einem panzer aus durchsichtigen siliziumkristallen, und weiß nicht, wie ich die fremdartig gebrochenen licht- und schallwellen deuten soll.
mcnep schrieb am 5.2. 2005 um 01:11:26 Uhr zu
Bewertung: 2 Punkt(e)
Vorhin auf der Sargwiese, während der Beagle gerade schiss, schaute ich zum Himmel und gewahrte den großen Wagen und eine ganze Reihe anderer Sternbilder, deren Namen mich einen Dreck kümmern, in erstaunlicher Klarheit, ja, für einen Augenblick war es mir, als hätte ich die berühmte Majestät des gestirnten Himmels seit Ewigkeiten nicht so überwältigend erschaut, was natürlich Blödsinn ist, irgendwo auf dem Ozean, auf tausend Kilometer keine Straßenlaterne, das ist schon ganz was anderes. Aber wahrscheinlich wollte ich mir einfach in diesen Stunden der Anfechtung einreden, man hätte mit 0,0 Promille eine irgendwie verbesserte Wahrnehmung.
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