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Tobi Wahn schrieb am 27.6. 2002 um 10:28:58 Uhr über

Katzen

Wieso ich Katzen irgendwie nicht mag, Teil 2

Ich war zu Besuch bei Freunden in der Nähe von Zürich.
Dass dort eine greise, unauffällige Perserkatze ihr Dasein fristete war mir bekannt, und darauf, dass ich die kommenden Tage damit verbringen würde, Unmegen weißer Katzenhaare von meinen schwarzen Kleidern zu pflücken, hatte ich mich seelisch-moralisch eingestellt.

Als ich eintraf, gab es jedoch noch weiteren Besuch. Ein riesiger, hyperaktiver Perserkater mit Löwenkopf und wallendem, rotbraunen Fell, der mit dem, gerade auf Züridütsch, herrlich klingenden Namen 'Röschti' (Ja, genau wie die Beilage. Wegen der Farbe eben) gerufen wurde, woraus er sich aber offensichtlich nichts machte.
Röschti hasste mich vom ersten Augenblick an.
Oder er liebte mich abgöttisch und fand nicht die richtigen Wege, mir das zu vermitteln. Wer weiß.
Das Tier kletterte in Windeseile unter Zuhilfenahme der ausgefahrenen Krallen an mir empor, um mir, oben angekommen, mit der Pfote eins übers Ohr zu ziehen.

Als wir um einen runden Esstisch saßen, schlich sich Röschti zwischen den Füßen der anderen durch, fiel urplötzlich meine Beine an, verbiss sich in mein Knie und fügte mir, wie in Rage, viele, kleine Wunden in unglaublich kurzer Zeit zu.
Nun bin ich kein leicht erregbarer Typ, aber weh tun ließ ich mir von einer wildgewordenen Fehlzüchtung vielleicht ein- oder zweimal, aber nicht derart massiv, ohne mich zu wehren.

Ich wurde das immer noch in mein Knie beißende und die Krallen in meine Oberschenkel schlagende Ungetüm los, indem ich aufsprang (dass dabei mein Weinglas zu Bruch ging, sei nur am Rande erwähnt) es packte, und unsanft in die Ecke des Zimmers beförderte. (Nein, ich warf es. Eigentlich schmiss ich es, denn unterbewusst hatte ich den rachsüchtigen Gedanken, dass es vielleicht mit dem Kopf an die Wand knallen und bewusstlos werden könnte.)

Der Kater tat sich auch nicht ein bisschen weh dabei, rappelte sich sofort wieder auf und attackierte mich erneut. Diesmal tritt ich nach dem Kater, bevor er mich erreichen konnte. Mir waren die entsetzten Augen meiner hilflosen Gastgeber völlig gleichgültig, die sich sorgten, dass ich der Pflegekatze ernsten Schaden zufügen könne. Es war Notwehr!

Röschti ließ mich danach den ganzen Abend über in Ruhe, rächte sich dann aber doch noch.
Mitten in Nacht wurde ich davon wach, dass sich meine Füße kalt und nass anfühlten.
Der Kater hatte mir, während ich schlief, auf die Füße geschissen! In dieser Nacht machte ich die Erfahrung, wie schwer es ist über Teppichboden zu laufen, ohne diesen dabei mit den Füßen zu berühren.
Röschti ließ sich am folgenden Tag nicht mehr blicken.


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