Einige überdurchschnittlich positiv bewertete
Assoziationen zu »Nestroy«
Stöbers Greif schrieb am 19.12. 1999 um 13:43:52 Uhr zu
Bewertung: 4 Punkt(e)
Was kann der Mensch, dessen Leben nix anders als ein an seinem Geburtstag gefälltes, auf unbestimmte Zeit sistiertes Todesurteil is, G´scheiteres tun, als er laßt sich in resignierter Delinquentenmanier noch nach Möglichkeit gut g´schehn mit einer Gustospeis? (Nestroy)
Stöbers Greif schrieb am 16.12. 1999 um 17:07:42 Uhr zu
Bewertung: 2 Punkt(e)
Zu seinen tiefsten Einsichten kommt Johann Nestroy immer dann, wenn er über das Verhältnis der Geschlechter nachdenkt: Und in noch mancher andern Hinsicht ist der Mangel an Bildung recht gut, denn es gibt erstens nix Romantischeres als eine ungebildete Geliebte. Wenn der Urwald der Unwissenheit noch durch keine Axt der Kultur gelichtet, die Prärie der Geistesflachheit noch durch keine Ansiedlung von Wissenschaft unterbrochen ist, wenn auf den starren Felsen der Albernheit die Gedanken wie ein Steinböck´herumhupfen und das Ganze von keiner augenblendenden Aufklärungssonne bestrahlt, sondern nur von dem Mondlicht der Liebe ein wenig bemagischt wird - das wird doch, hoff´ ich, unbändig romantisch sein! Es kann auch nichts Interessanteres als eine ungebildete Geliebte geben. Bei einer gebildeten weiß man in kurzer Zeit akkurat, wieviel sie gelernt hat, nachher wird´s einem fad; bei einer ungebildeten hingegen kann man gar nie wissen, was sie vielleicht noch alles lernen kann; da ist der Phantasie ein marchfeldweiter Spielraum gegönnt!
Stöbers Greif schrieb am 19.12. 1999 um 13:49:36 Uhr zu
Bewertung: 2 Punkt(e)
Ich bin der Glanzpunkt der Natur, noch hab´ ich keine Schlacht verloren, ich bin die Jungfrau unter Feldherrn. Ich möcht´ mich einmal mit mir selbst zusammenhetzen, nur um zu sehen, wer der Stärkere is, ich oder ich. (Nestroy)
Stöbers Greif schrieb am 16.12. 1999 um 16:58:33 Uhr zu
Bewertung: 2 Punkt(e)
Nestroy: Wenn die Dummheit in der Regel mehr Glück als die Weisheit hat, so ist es eigentlich schon eine halbete Dummheit, wenn man nach Weisheit trachtet. Und wie oft hat der Gescheite Momente, wo er sich wünscht, recht dumm zu sein; der Dumme hingegen wünscht sich nie, gescheit zu sein, er glaubt´s ohnedem, daß er´s ist, und in dieser Leichtgläubigkeit liegt schon eine Art Glückseligkeit, währenddem das Vielwissen zu gar nix ist, als daß es einem Kopfweh macht.
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