Anzahl Assoziationen zu diesem Stichwort (einige Beispiele folgen unten) 27, davon 27 (100,00%) mit einer Bewertung über dem eingestellten Schwellwert (-3) und 17 positiv bewertete (62,96%)
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Siehe auch:
positiv bewertete Texte
Der erste Text am 16.12. 1999 um 16:40:47 Uhr schrieb
Stöbers Greif über Nestroy
Der neuste Text am 4.6. 2012 um 09:46:42 Uhr schrieb
Die Leiche über Nestroy
Einige noch nie bewertete Texte
(insgesamt: 4)

am 27.1. 2011 um 12:14:04 Uhr schrieb
Dummdummdieter über Nestroy

am 29.5. 2004 um 10:51:56 Uhr schrieb
mcnep über Nestroy

am 19.5. 2005 um 03:04:54 Uhr schrieb
Jux die Pose über Nestroy

Einige überdurchschnittlich positiv bewertete

Assoziationen zu »Nestroy«

Stöbers Greif schrieb am 16.12. 1999 um 17:07:42 Uhr zu

Nestroy

Bewertung: 2 Punkt(e)

Zu seinen tiefsten Einsichten kommt Johann Nestroy immer dann, wenn er über das Verhältnis der Geschlechter nachdenkt: Und in noch mancher andern Hinsicht ist der Mangel an Bildung recht gut, denn es gibt erstens nix Romantischeres als eine ungebildete Geliebte. Wenn der Urwald der Unwissenheit noch durch keine Axt der Kultur gelichtet, die Prärie der Geistesflachheit noch durch keine Ansiedlung von Wissenschaft unterbrochen ist, wenn auf den starren Felsen der Albernheit die Gedanken wie ein Steinböck´herumhupfen und das Ganze von keiner augenblendenden Aufklärungssonne bestrahlt, sondern nur von dem Mondlicht der Liebe ein wenig bemagischt wird - das wird doch, hoff´ ich, unbändig romantisch sein! Es kann auch nichts Interessanteres als eine ungebildete Geliebte geben. Bei einer gebildeten weiß man in kurzer Zeit akkurat, wieviel sie gelernt hat, nachher wird´s einem fad; bei einer ungebildeten hingegen kann man gar nie wissen, was sie vielleicht noch alles lernen kann; da ist der Phantasie ein marchfeldweiter Spielraum gegönnt!

Stöbers Greif schrieb am 16.12. 1999 um 16:58:33 Uhr zu

Nestroy

Bewertung: 2 Punkt(e)

Nestroy: Wenn die Dummheit in der Regel mehr Glück als die Weisheit hat, so ist es eigentlich schon eine halbete Dummheit, wenn man nach Weisheit trachtet. Und wie oft hat der Gescheite Momente, wo er sich wünscht, recht dumm zu sein; der Dumme hingegen wünscht sich nie, gescheit zu sein, er glaubt´s ohnedem, daß er´s ist, und in dieser Leichtgläubigkeit liegt schon eine Art Glückseligkeit, währenddem das Vielwissen zu gar nix ist, als daß es einem Kopfweh macht.

Stöbers Greif schrieb am 19.12. 1999 um 14:45:53 Uhr zu

Nestroy

Bewertung: 2 Punkt(e)

Zu den derzeit arg daniederliegenden Fertigkeiten muß wohl leider auch die hohe Kunst der gewählten Beleidigung gezählt werden. Ich bedaure dies zutiefst, ist doch die Beleidigung schon von ihrer Struktur her dialogisch angelegt und könnte unserer an interaktiver Kommunikation so armen Gesellschaft zu einem nützlichen Therapeutikum dienen. Lernen wir von Könnern:
»Bäumen Sie sich nicht wie ein mächtiges Streitroß, Sie Pony an Gesinnung und Herz. Der Gerechte nur wird groß und furchtbar im gerechten Grimm - an Ihnen nimmt sich alles klein und nichtig aus. Schmücken Sie sich mit Purpur- und Diamantenkronen, besteigen Sie eine Giraffe und reiten Sie herum auf´n Himalajagipfel, und Sie werden, auch durchs Riesenteleskop betrachtet, noch immer eine niedrige Erscheinung sein
(Nestroy)

Stöbers Greif schrieb am 19.12. 1999 um 13:43:52 Uhr zu

Nestroy

Bewertung: 4 Punkt(e)

Was kann der Mensch, dessen Leben nix anders als ein an seinem Geburtstag gefälltes, auf unbestimmte Zeit sistiertes Todesurteil is, G´scheiteres tun, als er laßt sich in resignierter Delinquentenmanier noch nach Möglichkeit gut g´schehn mit einer Gustospeis? (Nestroy)

Stöbers Greif schrieb am 16.12. 1999 um 16:40:47 Uhr zu

Nestroy

Bewertung: 2 Punkt(e)

Johann Nestroy war einer der klügsten Köpfe, die in der deutschen Sprache gedacht und gedichtet haben, und es ist jammerschade, daß er kein Mitarbeiter beim Assoziations-Blaster mehr werden kann, weil er inzwischen nämlich ein Verweser seiner selbst, das heißt tot ist. Um hier nur eine kleine Probe seiner Weltweisheit zu geben, erinnere ich an seine Analyse der Frauen: Die Nerven von Spinnengeweb´, d´Herzen von Wachs und d´Köpferln von Eisen, das ist ja der Grundriß der weiblichen Struktur.

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