Singen
Bewertung: 5 Punkt(e)Ich singe zum Beispiel oft die »Vier ernsten Gesänge« von Johannes Brahms zur Tagesschau: »Denn es gehet dem Menschen wie dem Vieh, wie dies stirbt, so stirbt er auch...«
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| Der erste Text | am 15.11. 1999 um 01:39:08 Uhr schrieb Wer über Singen |
| Der neuste Text | am 27.9. 2025 um 13:59:09 Uhr schrieb Gerhard über Singen |
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am 6.9. 2003 um 11:21:36 Uhr schrieb
am 18.9. 2011 um 04:38:07 Uhr schrieb
am 16.5. 2004 um 20:07:59 Uhr schrieb |
Ich singe zum Beispiel oft die »Vier ernsten Gesänge« von Johannes Brahms zur Tagesschau: »Denn es gehet dem Menschen wie dem Vieh, wie dies stirbt, so stirbt er auch...«
Singen ist eine Begabung und trotzdem versucht es jeder. Meine liebe Nachbarin kann es. Ich nicht. meistens trällert sie kurz nach dem Erwachen (vermute ich), um so ihre Stimme mit den dazugehörigen Bändern ein wenig zu dehnen. ich glaube es ist klassischer Gesang. Gelegentlich gesellt sich zu all den Sopran-Höhen auch der Klarinetten-Klang der anderen Nachbarin und das ist schon ein Fest für meine Ohren. Die Dame, die unter mir lebt greift dann (als wären das noch nicht genug Musen in einem Haus) gerne mal zur Geige und stimmt das ein oder andere Waldorfschulkinderliedchen an. Das alles ist sehr schön, doch welche Rolle spiele ich dabei ? Nur Resonanzkörper oder Klänge-Sauger. Wer weiß das schon.
In Singen am Hohentwiel ist gleich beim Bahnhof die Maggi-Fabrik. Halb Singen lebt anscheinend von »der Maggi«.
Singen ist für mich ein Thema mit heftigen Päckchen dran. Ich habe eine vollständige Gesangsausbildung genossen und meine Stimme war gerade recht für die Oper. Wolltichabernich.
Die Erfahrung hat gezeigt: Meine Stimme öffnet Herzen und bringt Menschen zum Weinen, weil sie von ihr berührt werden.
Wenn ich allerdings vor vielen Menschen stehe, bekomme ich unerklärlicherweise Todesangst, verbunden mit Scham.
Denn wenn beim Singen so 100 km/h durch mich hindurchrauschen ist dies so zutiefst selbtgenüßlich und sexuell und intensiv, daß ich das Gefühl habe, mich onanierend auf der Bühne zu wälzen, während mir Menschen dabei zusehen und das entspricht mir einfach gar nicht.
Hellinger hat mal gesagt: Wenn man vor vielen Menschen steht, fühlt man sich wie als Kleinkind vor der Mutter.
Das erklärt vielleicht diese heftige Befangenheit.
Unglücklicherweise hatte ich vor vier Jahren eine Vision, in der ich Tausende von Menschen über Stimme/Musik in Ekstase versetze.
Alle Versuche, etwas damit zu tun, verliefen bisher im Sand.
Bin ratlos. Einerseits quälts mich, andererseits tu ich nix dafür.
Gibt es hier noch andere, die ein gespaltenes Verhältnis zu ihren Träumen haben?
Oder die das Gefühl haben, mit Begabungen ausgestattet zu sein, die zu groß für sie sind?
Oder die den dumpfen Verdacht haben, schreiend ihrer BERUFUNG davonzulaufen?
Es ist kalt
Da wo du jetzt bist, mein freund
Darum schick ich
Ein kleines Feuer zu dir
Es ist dunkel
Da wo du bist, mein Freund
Also nimm
Das kleine Licht von mir
Eines Tages
Komm ich zu dir nach Haus
& unsere Freunde
Die kommen auch
Wir werden singen
Wie beim letzten Ma(h)l
& es ist warm
Wie nie zuvor
Oh boy
Sie wartet lang auf dich
Da im Dunkeln
Nimmt sie dich bei der Hand
In meinen Träumen
Seh ich dich an einem schönen Tag
Ganz allein
Doch irgendwann
Werden wir singen
So wie immer schon
& es ist warm
Wie nie zuvor
Wir werden singen
So wie immer schon
& es ist warm
Wie nie zuvor
(zweiraumwohnung)
Vokale lassen sich singen,
die Konsonanten machen den Text verständlich!
Vokale, das sind 'Obertöne'; es gibt da ein Naturgesetz.
Der Grundton C hat z.B. folgende Obertöne:
c (die Oktave), g (der erste fremde Ton), c'-e'-g' (ein Dur-Dreiklang!), 'ein zu tiefes' b', c''-d''-e'', ein 'falsches' (?) fis usw., eine Tonleiter also 'da oben', die Abstände werden immer enger...
Bei den Vokalen i und ü klingen z.B. ganz hohe 'Teiltöne'.
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