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Jo schrieb am 21.6. 2012 um 18:18:43 Uhr über

Hölle

Die gängigste Vorstellung
der Hölle
ist ein heißer Ort.
Da gibt es einen Teufel,
viele Dämonen
und jede Menge
Titten, Schwänze
und Muschis.

Für mich ist das
ein Hinweis,
dass es dort
Leben gibt.

Nur warum sollte
die Hölle
das Leben sein?

Ich glaube,
dass die Hölle
ein Ort unglaublicher Kälte ist.
So ungefähr Minus 273 Grad Celsius.
Auf der Erde gibt es doch auch
an den Polen das wenigste Leben
und am Äquator das meiste.
Dort wo es kalt ist
gibt es wenig bis kein Leben.
Dort wo es warm ist
gibt es viel Leben.

Ich bin nun also in der
eiskalten Hölle.
Mein Körper nicht,
denn der würde dort nicht funktionieren.
Aber meine Seele.
Viel helfen wird mir nichts
an diesem Ort.
Kein Handy, kein Taschenrechner.
Alle Elektronen und Atome
haben ja aufgehört sich zu bewegen
oder zu schwingen.

Die Gesetze der Biologie
werden sicherlich auch nicht gelten.
Stoffwechsel funktioniert bei solcher Kälte nicht.
Die Gesetze der Chemie
wohl auch nicht,
da Reaktionen ja auch in irgendeiner Form
Energie benötigen.
Das könnten schonmal
2 Engel sein,
die nicht an meiner Seite sind
an diesem Ort.

Wie sieht es aus mit der Physik?
Die Logik?
Da würde ich noch mitgehen.
Das könnte noch funktionieren.

Ich bin nun also
an einem schwarzen und kalten Ort.
Kein Licht, absolute Finsternis.
Absolute Einsamkeit.
Das was ich als Atmen kenne,
fällt mir schwer.
Es friert mich.
Vielleicht habe ich an diesem Ort
unendlich viel Zeit.
Vielleicht auch nicht.
Zeit um mir die
Formeln und Gesetze
anzuschauen und daraus
Rückschlüsse zu ziehen
um meinen Weg durch die Hölle
zu finden.
Wahrscheinlich Zahlen
und ich muss dann Muster erkennen.

Ich bewege mich
jetzt natürlich
im Land der Fantasie.
Denn an den Grenzen
der Erkenntnis
geht es wohl nur mit
ihr weiter.

Es gibt im Internet
eine Community,
die nennt sich
Land der Träume.
Es ist eine Drogencommunity.
Es gibt dort einen Text,
wo jemand Salvia Divinorium
zu sich genommen hat.
In der Mischung mit Pilzen.
Dieser Psychonaut fuhr mit seinem Trip
an einen Ort
wo es riesige Zahnräder gab.
Er hatte unglaubliche Angst
und es schien
als hielfen ihm
Engel
um wieder zurück zu gelangen.

Es könnte sein,
dass in der Hölle es ähnlich aussieht.
Was ist also,
wenn ich dort einen Fehler mache?
Es kann sein,
dass ich dann ins Bodenlose falle.
Nun könnte die Tiefe gestaffelt sein.
An verschiedenen Stellen
können mir die Engel
noch helfen und mich wieder
auf den dunklen, schwarzen Pfad
bringen von dem ich aus
durch die Hölle gelangen kann.

Doch irgendwann reicht
die Macht der Engel nicht mehr.
Mit zunehmender Tiefe
wird es schwieriger für sie
mich aufzufangen.
Und irgendwann falle ich nur noch.
Dann ist es kalt
und ein ewiges Fallen
in Kälte.
Für einen
unendlichen(?)
zeitlichen Moment?
In totaler Einsamkeit.

Das einzige was
ich mir vorstellen kann,
was mir dann noch helfen kann,
ist Gott.
Es könnte sein,
dass für Gott
die Regeln der Physik
und der Logik nicht gelten.
Sodass er mir helfen kann.
Warum aber sollte Gott
das tun?
Sind nicht auf der Erde
genügend Lebewesen?
Die eine Seele von mir,
pffft, drauf geschissen, oder?
Vielleicht wird Gottt gnädig sein,
und aktiv werden
und mir helfen.
Vielleicht lässt er mich aber
auch einfach nur fallen,
bleibt also passiv,
damit ich,
ja,
eine Erkenntnis habe
und lerne was ich
falsch gemacht habe.

Draußen scheint die Sonne,
es ist warm in der Wohnung,
die ich bezahle
Mein Kühlschrank ist voll.
Genügend Wasser zum Trinken ist da.
Auch Luft zum Atmen.
Ich glaube,
mir geht es doch ziemlich gut,
oder?


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