Einige überdurchschnittlich positiv bewertete
Assoziationen zu »Gladiator«
tedin schrieb am 1.2. 2002 um 17:45:31 Uhr zu
Bewertung: 1 Punkt(e)
Als der Kaiser Titus im Jahre 80 n. Chr. anläßlich der Eröffnung des Colosseums hunderttägige Spiele auch mit Massenkämpfen unter Gladiatoren, einmal mit 3.000 Männern, ausrichtete, bei denen unter anderem, je nach Quellenangabe, an einem besonderem Tag auch 5.000 oder 9.000 wilde Tiere getötet worden waren, sollen dabei auch Frauen Tiere getötet haben . Traten Frauen in der Arena als weibliche Gladiatoren auf, war das immer etwas exotisches und außergewöhnliches, aber es gab auch das. Kaiser Domitian etwa hatte ein großes Vergnügen an diesen Extravaganzen. Im Britischen Museum befindet sich ein Relief aus Halikarnaß, welches zwei fechtende Gladiatorinnen zeigt, Petron spricht von einer weiblichen essedria . Juvenal spotte über weibliche Gladiatoren. Und unter Kaiser Nero kam es sogar zu Gladiatorinnen aus den Adelsfamilien, was »als ganz besonders entehrend« angesehen wurde, aber gleichzeitig wohl auch begeistert haben dürfte. Schließlich verbot Kaiser Septimus Severus (193-211) 200 n. Chr. die Aufführungen der immer häufiger werdenden weiblichen Gladiatorinnenkämpfe.
tedin schrieb am 1.2. 2002 um 17:21:11 Uhr zu
Bewertung: 1 Punkt(e)
Die Aufführung begann mit größtenteils unblutigen Scheinkämpfen,auch Lanzen wurden geschleudert und teils wurde nach dem Musiktakt gefochten. Scheinfechter, die oben erwähnten paegniarii fochten oder peitschten mehr oder weniger artistisch gegeneinander. Ein zweiter Typ von Vorkämpfen waren die prolusiones, manchmal die über Tage gehenden lusiones. Bei diesen kämpften die lusorii, wahrscheinlich Nachwuchsgladiatoren, die noch nicht ausgelernt hatten, in den konkreten Kampfgattungen aber mit unscharfen und entschärften hölzernem Gerät. Kamen diese Kämpfe zu Ende bestimmte eine öffentliche Auslosung, keiner sollte Manipulation behaupten können, die Paarungen der nun folgenden richtigen Kämpfe. Eine Kriegstrompete (tuba) kündigte den ersten Kampf an. Die mehr oder weniger standardisierten Zweikämpfe mit scharfen und extra scharfen Waffen (drusus), gestalteten sich so, dass mit den Kontrahenten gleichzeitig meistens deren Fechtlehrer in die Arena gingen und den Fechtenden ihre Anweisungen zuriefen und sie antrieben.
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