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Jenny schrieb am 16.5. 2019 um 17:51:08 Uhr über

Neffe

Mein Neffe mag mich. Das liegt wohl daran, dass ich nur 8 Jahre älter bin als er. Gemeinsam machten wir von klein auf jeden Unsinn. Dazu gehörte es auch, dass wir regelmäßig miteinander rauften, wenn ich meinen Bruder besuchte. Das zog sich über Stunden hin, er konnte einfach nicht genug davon bekommen. Regelmäßig befühlte er meine Muskeln und ich musste seine begutachten. Auch wenn ich mich oft genug besiegen ließ, nahm ich in ordentlich ran. Er sollte schließlich nicht so unsportlich aufwachsen wie sein Vater.

Er kämpfte schon sehr geschickt und war recht schnell. Um gegenüber allen seinen Freunden zu bestehen, müsste er aber einiges an Kraft zulegen. Außer Rumtoben waren jetzt auch Kraftübungen angesagt. Um die Wette machten wir Liegestütze und Klimmzüge. Der Ehrgeiz, ebenso viele zu schaffen wie ich, brachte ihn einen großen Schritt vorwärts. Weil er sonst praktisch kaum Sport trieb, nahm ich ihn unter meine Fittiche. Bei meinen Waldläufen machte er regelmäßig mit. Und im Sommer kam er mit an den Fluss, und wir schwammen gemeinsam richtig lange Strecken. Mit 14 schenkte ich ihm seinen eigenen Power-Tower, also so eine Kraftstation mit Gewichten, um systematisch Muskeln aufzubauen. Weil ich für so ein Spielzeug zu Hause keinen Platz hatte, trat ich regelmäßig bei ihm zum Training an. Einmal jedem Monat wurde der Arm- und Beinumfang gemessen. Es war total spannend, ob und wie viel er zugenommen hatte. Beide führten wir akribisch Buch über unsere Fortschritte. So ganz nebenbei legte auch ich an Stärke zu.

Auf der Liegewiese am Flussufer standen immer unsere Ringkämpfe im Vordergrund. Die gingen inzwischen weit über Spaßraufen hinaus. Bei der Gelegenheit kam zufällig ein ehemaliger Klassenkamerad von mir vorbei und beobachtete uns eine Weile. Mein schlanker, kräftiger Körper im knappen Bikini reizte ihn ganz offensichtlich. Er deutete an, dass auch er zu gerne einmal gegen mich kämpfen würde. Da kann ich ihm schon helfen, allerdings müsse auch er entsprechend freizügig antreten, damit auch ich meinen Spaß daran habe. Jungs in so einer überdimensionalen Schlabberhose konnten mich nicht reizen. Mein Neffe feuerte mich lautstark an, sodass auch andere Badegäste auf unseren Kampf aufmerksam wurden und neugierig zusahen.

Es machte mir einen riesigen Spaß, dem als Macho verrufenen Ehemaligen zu fordern, wie es noch niemand vor mir getan hatte. Im Kreise der Zuschauer führte ich ihn richtig vor. Zum Schluss lag er völlig ausgepumpt unter mir und ich kniete als strahlende Siegerin auf seiner Brust, ohne dass es ihm gelang, mich abzuwerfen. Mein Neffe staunte nur, er konnte kaum glauben, dass ich auch Erwachsene so locker abfertige.

Ab sofort war ich sein strahlendes Vorbild. Er wollte sogar ebenso professionell besiegt werden wie der ehemalige Schulkamerad. Ich sollte mich zum Schluss auch immer auf seine Brust knien. Anfangs hatte ich bedenken, aber inzwischen war er kräftig genug, mein doch recht geringes Gewicht wegzustecken. Alles, was ich nur andeutete setzte er ehrgeizig um. Nach meiner nicht ganz ernst gemeinten Bemerkung »Speckbauch«, trainierte er sich ein wunderbares Sixpack an, um das ich ihn aufrichtig beneide.



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