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“Schon Heidegger hat das Dilemma als schicksalshaft beschrieben:in der Entwicklung der Technik waltet das Geschick. Das heißt,wir können uns dem nicht entziehen, uns allenfalls individuell ein wenig disziplinieren. Weil wir zwar machen können, was wir wollen, aber nicht beschließen, was wir wollen sollen.”
Hallo Ihrs:)
“die herrschende Dummheit ist auch stets die Dummheit der Herrschenden” Michael Schmidt-Salomon ‘keine Macht den Doofen’Piper-Verlag isbn 978-3-492-27494-4
diese kleine streitschrift habe ich die Tage von
einem Freund geschenkt bekommen und lese es grade.
da ist die Rede von epidemischer Dummheit,homo demens,
Religioten,schwarmdummheit, Ökonomioten,Politioten-
kurz: auch Dummheit will gelernt sein.
ich denke, die Heideggers haben irgendwie versagt, wir
haben keine Richtungsweisenden Denker mehr im Keller,
unsere Taten werden von schwarmgenerierten Dummheiten
geführt. Wir handeln aus Notwendigkeiten heraus, kaum noch aus Leidenschaft, die meisten unter uns sind Sachzwängen unterworfen die wir uns selbst über eine lange “friedliche” Wirtschafts-Entwicklung geschaffen haben. Das Netz in dem wir uns selbst gefangen haben heisst “ökonomischer Wohlstand” wobei wir die Maschen selbst so eng geknüpft haben das nicht mal mehr ein Silberfisch dieser Matrix entkommen könnte.
Wir sind es die letztendlich dem Oekonomischen Moloch
Zins-Kapitalverkehr die Vorfahrt auf unsreren Handlungsebenen eingeräumt haben, in dem blinden Vertrauen auf “leistung wird sich lohnen” dabei sind wir den Nichtserschaffenden Finanzakrobaten auf ihre Luftnummerngaukelei sowas von auf den Leim
gekrochen dass man sich eigentlich schämen müsste zu dieser
Spezies der dem Erektus folgenden Stamm anzugehören.
die ganze welt ist ein Irrenhaus, geleitet von Machtgier,
blinder Fresslust und unbarmherziger Aasgeier, jegliche reale Tätigkeit wird von Nichtsnutzen der Finanzabrakadabras
bis zur Unkenntlichkeit zerstückelt, verzinst und eingesackt.
Während ich mir hier noch vormache “irgendwie werd ich schon durchkommen, mir passiert nix, mich kriegen die nicht”, wetzen die von uns bezahlten Zinseszinsgeier schon die nächsten Messer um noch grössere Fleischbrocken aus dem tätigseienden herauszuschneiden- es ist ein so miserables Schmierenstück, dass man weinen müsste hätte man der Liebe nicht:)
Liebe? welche Liebe?
nun: ich finde vieles auf diesem Planeten liebreizend;
engagement trotz aller widerstände, Hingabe an jedwede
reale Umweltherausforderung, selbst ein in sich selbst
versunkener Mensch beim Spiel (und/oder arbeit) ist der
Liebe wert. und manchmal in seltenen Augenblicken der Ruhe
kommen mir rührselige Tränen ob der Zuversicht in eine Zukunft die lebenswert erscheint.
so irr ich weiter durch die welt
stets und stets mir selbst genug
velang nix weiter als der luft
die mir den nächsten Zug vergönnt.
s’ist nur ein trip auf kurze zeit
ich seh schon was von übrigbleibt
wenn alles kommt so wie gewünscht.
meine Wünsche sind geschwunden
fort wie morgentau am abend
wäre da nicht leidenschaft
ein Funke noch, es wär genug.
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