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wuming schrieb am 29.3. 2003 um 00:54:42 Uhr über

Krieg

ger wahrscheinlich als etwas anderes: die innere Kolonisation. Man braucht sich bloß anzuschauen, wie schnell die Gesellschaften

werden. - zumal die Östlichen - ausgepowert

ren Prömissen nicht schon beinahe anachronistisch? Ana Ist das Entstehen von Friedensbewegungen mit humanitä -

chronistisch angesichts dessen, daß mit der nuklearen Rüstung der Mensch zusehends verschwindet - verschwindet in Augenblicklichkeit und Geschwindigkeit?

Das Wort »pazifistisch« hat für mich einen Sinn, denn es ist verknüpft mit einem Glauben, einem anerkannten C;Iauben, der sich einem anderen Glauben entgegenstellt. Du weißt, daß ich Christ bin, und als Christ lehne ich den Glauben an die Atombombe, den atomaren Glauben ab. Ich glaube an den Frieden Christi. Das ist ebenso eine mögliche Perspektive wie die Abschreckung, von der wir gerade gesprochen haben.Zweifellos gibt es in Polen und Deutschland (protestantische Kirchen) so etwas wie einen Kampf gegen falsche Götter. Diejenigen, die an Gott glauben, bestreiten die döttlichkeit der absoluten Waffe. Und dann können sie vom Frieden reden und sich »friedfertig« nennen. Sie könne sich Pazifisten nennen im Namen eines Glaubens, der sich einem anderen Glauben entgegenstellt, dem Glauben an einen Götzen: an die Missiles, und nicht mehr an den Messias. So sehe ich das Übrigens auch, doch behaupte ich nicht, daß dies schon politisch sei. Ich bin für die Trennung von Kirche und Staat und kann mir eine Verquickung beider nicht vorstellen ich fände das sogar schrecklich. Die Arbeit an der Poli' tik oder am Transpolitischen wird uns damit nicht erspart.

Und heißt an der Politik arbeiten nun, nach der Technik des Todes aufzudecken, die im technokratischen Unt zu fragen? Heißt es, die Th,7n,7tokratie, die Herrsch, 7ft
nehmen am Werk ist? er-

Eigentlich sollte man Über folgendes diskutieren: Über die Technik und die Kriegsmaschine im Innern der lndu-

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striegesellschaft; Über geselischaftl iche Entwicklung Nicht-Entwicklung ... Damit will ich nicht sagen, daß Frage des Heiligen, die jetzt wieder aufkommt, unwic ist. Denn auch das ist in Wirklichkeit eine Konsequen des Nuklearen. Das Nukleare hat uns an den Rand de Apokatypse gebracht, was heute heißt: Ausrottung d Gattung. Es ist nicht verwunderlich, daß die religiös es nun der Islam, sei es Israel oder Jerusalem, die ' "e Glaubensströmungen wieder ihre Banner schwenken -

ge Stadt", oder auch das Christentum. Für mich ist
genüber, den sie nicht anerkennen. Ich bin zwar glä verständlich, denn ihnen steht ein gewaltiger Abgott

aber ich bin auch politisch. Ich meine, daß man sich mit der Technik beschäftigen muß, mit dem Wesen de Technik, wie es Heidegger sagte - und also auch mit Wesen des Kriegs, das heißt mit dem Wesen der Gesc digkeit. Dazu möchte ich noch zwei große Sätze von Was für ein Weitblick liegt darin - fünf Jahrhunderte Tze zitieren -"Schnelligkeit ist das Wichtigste im Krieg

Christus! Und der andere: »Der Krieg ist ein Weg d TäuschungDa haben wir schon das Ideologische u audio-visueller Waffen. So sieht die gegenwärtige La das Versteckspiel, die Telematik und die ganze Leist

für mich im großen und ganzen aus. Aber damit red nicht den politischen Militanten das Wort. Ich selbst

kundschaften.
nicht militant sein, sondern bloß ein Späher, ein Au



Auf welche Grundlagen sollen sich die Friedensbewe gen denn stutzen, wenn es veraltet ist, sich aufs H
täre zu berufen?

Sie müßten versuchen, an der Frage des Todes wie zuknöpfen. Denn entscheidend in der nach-monarch schen Gesellschaft ist schließlich die Ausblendung de des. Für die griechische Gesellschaft und die antike sellschaften Oberhaupt war die Fragc nach dem Tod tra 1. Es gibt den folgenden Satz Menanders: für die Sterblichen ist die Gottheit das Gewissen. Wir ideali ren das Gewissen, weil wir sterblich sind. Fast möc



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