Bildung
Bewertung: 8 Punkt(e)Die Bildung einer kriminellen Vereinigung ist strafbar. Ungebildete kriminelle Vereinigungen dürfen hingegen uneingeschränkt ihr Unbildungswesen treiben.
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| Der erste Text | am 4.5. 2000 um 13:15:13 Uhr schrieb Tanna über Bildung |
| Der neuste Text | am 4.12. 2020 um 00:22:50 Uhr schrieb Schmidt über Bildung |
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am 30.3. 2015 um 20:23:46 Uhr schrieb
am 3.11. 2002 um 23:42:24 Uhr schrieb
am 24.9. 2015 um 17:08:19 Uhr schrieb |
Die Bildung einer kriminellen Vereinigung ist strafbar. Ungebildete kriminelle Vereinigungen dürfen hingegen uneingeschränkt ihr Unbildungswesen treiben.
Besonders zuerwähnen wäre da die allseits geliebte Schulbildung. Wenn wir hierzu den deutlichen Widerstand der heutigen jugendlichen Schüler betrachten, können wir die Leistungen der Lehrerschaft nicht hoch genug würdigen. Diese liegt darin, daß sie der Jugend trotz ihres heftigen Sträubens Deutsch, Zeichnen, Mathematik, Geographie und Geschichte beibringt, letzteres jedenfalls soweit, daß Caesar nicht nur für den Hund des Nachbarn gehalten wird.
Früher habe ich mich dafür geschämt, daß ich ein paar schöne Gedichte auswendig konnte. Es war unpassend und ich habe es nicht gerne zugegeben. Heute schäme ich mich, so wenige Gedichte auswendig zu können, und gebe es ebenfalls nur ungern zu.
Neues von der Bildungsstreikfront:
Eigentlich müsste man meinen, dass zumindest Grundschulen und Kindergärten, sowie Unis, nicht betroffen sind, klaro, man Spuckt höchstens in den Suppenteller, nicht in die Schüssel, aus der man auch noch isst. Aber das soll nicht Thema sein.
Wieder Streikt die ganze Bildung. Was bei Schülern schon länger Konsensus ist, wird nun auch bei Studenten und Lehrern populär: Einfach mal öfter ausbleiben. Hoffen wir, dass es jemanden interessiert.
Deutschland ist kein Bildungsland mehr
In Deutschland wird zu wenig in Bildung investiert, dafür wird über über die angeblich genetische bedingte Intelligenz diskutiert
Deutschland investiert im Vergleich zu den anderen OECD-Ländern immer weniger in Bildung. Obgleich alle Politiker immer wieder beteuern, wie wichtig Bildung sei, geschieht nichts. Obwohl die Arbeitslosigkeit bei Akademikern sehr viel geringer ist, deren Einkommen und Steuerabgaben sehr viel höher als der Durchschnitt liegen.
In Deutschland haben gerade einmal 24 Prozent der 25-34-Jährigen eine Hochschulausbildung. In Frankreich sind dies 41 Prozent, in Belgien oder Australien 42 Prozent oder in Kanada 56 Prozent. Auch in Japan oder Südkorea haben mehr als die Hälfte eines Jahrgangs einen Hochschulabschluss, in Russland ist es die Hälfte. Durchschnittlich sind es 35 Prozent. Bildungsministerin Schavan kommentiert unverdrossen: »Wir haben unser Geld richtig ausgegeben.«
Mit 4,7 Prozent des BIP gibt Deutschland weniger für die Bildung aus als der Durchschnitt der OECD-Länder (5,7%). Dabei handelt es sich freilich nicht nur um staatliche Gelder. Die OECD empfiehlt denn auch, die Akademiker mehr zur Kasse zu bitten. So könnten die Studiengebühren wie in Großbritannien, sekundiert durch vernünftige Studiendarlehen, erhöht werden, es gebe aber auch die Möglichkeit, nach dem Studium höhere Steuern zu verlangen.
Und weil gerade die Sarrazin-Diskussion der angeblich genetisch benachteiligten Menschen aus der Unterschicht und aus dem Islam Deutschland beherrscht, könnte es auch interessant sein, dass gerade in Deutschland die Kinder aus den unteren sozialen Schichten, Migrationshintergrund hin oder her, besonders schlechte Chancen auf Aufstieg haben. Die soziale Mobilität ist eingeschränkt, das machen Sarrazins und Co. nicht besser. Mehr Geld in Bildung, wäre also angesagt, um auch den befürchteten Fachkräftemangel zu bekämpfen. Die Regierung setzt hingegen auf alte Technik, die Laufzeitverlängerung der AKWs, und ist auch sonst nicht sichtlich willens, mehr in die Bildung zu investieren.
Florian Rötzer08.09.2010
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