Einige überdurchschnittlich positiv bewertete
Assoziationen zu »Kraftort«
mcnep schrieb am 27.4. 2003 um 13:08:46 Uhr zu
Bewertung: 17 Punkt(e)
Als ich das letzte Mal Klaus besuchte, einen philantropischen Kauz, der sich als Ergotherapeut und Schamane in die Tiefe des Sauerlandes zurückgezogen hat, verordnete er mir den Besuch auf den Drüggelter Höfen, einem unweit Soests gelegenen Anwesen, welches, so Klaus, einen außerordentlichen Kraftort darstellte. Angekommen, fanden wir inmitten eines Restaurationsbetriebes eine kleine, durch ihre zwölfeckige Form zugegebenermaßen recht skurril anmutende spätromanische Kapelle vor, in deren Mitte sich Klaus begab, mir einen besonders markierten Punkt unweit des Ostfensters anwies, und auf das mörderischste zu 'chanten' begann. Eine sonderbare Mixtur aus gregorianischen Tropen, tibetischem Mönchsröcheln und Werwolfenem, die er ungeachtet meiner verlegenen Blicke etwa 10 Minuten an die Kapellendecke schmetterte. Als er geendet hatte, wandte er sich zu mir und fragte: »Merkst du schon was?« Diese Frage, die ich sonst nur vom gemeinschaftlichen Suchtmittelkonsum her kannte, überrumpelte mich doch so stark, daß ich nur ein etwas undiplomatisches 'Nö' hervorbrachte. Fehler - jetzt legte mir Klaus die Hände auf irgendwelche zum Glück niedrigzahligen Chakrazonen und begann die ganze Zeremonie von neuem. Diesmal war ich vorbereitet, und bekundete am Ende der Behandlung, eine Gelöstheit der Gliedmaßen zu verspüren. Es folgte ein längeres Referat über die positiven Wirkungen der Kraftlinien, welche unmittelbar von den Externsteinen kommend auf ihrem Weg nach Chartres diese heilsame Zwischenstation gewählt hätten und nun, so Klaus, sei ich auch bereit für den 'Kraftbaum'. Wir steuerten einen in der Nähe befindlichen Kawenzmann, es war eine Eiche, glaube ich, an, unter Anleitung meines spirituellen Führen umhalste ich so gut es ging das Naturdenkmal und ließ eine längere Obertonkaskade über mich ergehen. Sofort nach ihrer Beendigung schwärmte ich von Schwingungen und Durchflutungen, Klaus war selig, und ich bat ihn, noch ein, zwei Minuten mit dem Baum allein bleiben zu dürfen. Er ging tief befriedigt Richtung Auto, und ich strullte nach Leibeskräften die angestauten Schwingungen an den Kraftbaum am Kraftort - es ist immer gut, wenn man einen Teil der empfangenen Energien wieder dem Kreislauf zurückführt.
Rufus schrieb am 27.4. 2003 um 11:39:14 Uhr zu
Bewertung: 8 Punkt(e)
Ich kenne auch ein paar Kraftorte.
Aber die sind privat.
Und sollen es auch bleiben.
Calista Caelestis Caligari schrieb am 27.4. 2003 um 21:06:05 Uhr zu
Bewertung: 10 Punkt(e)
Und was betreibt man an so einem Kraftort?
Wahrscheinlich Kraftsport.
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