Meinhof
Bewertung: 5 Punkt(e)Mein Hof ist jetzt voller Blätter. Bevor der nächste Regen kommt, muß ich kehren, damit Nico nicht mit seinem Roller ausrutscht.
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| Der erste Text | am 6.8. 2000 um 20:31:27 Uhr schrieb Ulrike über Meinhof |
| Der neuste Text | am 26.10. 2009 um 15:12:17 Uhr schrieb Hanno Nühm über Meinhof |
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am 8.4. 2007 um 09:46:18 Uhr schrieb
am 23.4. 2007 um 12:13:14 Uhr schrieb |
Mein Hof ist jetzt voller Blätter. Bevor der nächste Regen kommt, muß ich kehren, damit Nico nicht mit seinem Roller ausrutscht.
Wegen einer Mittäterschaft bei der Brandstiftung in einem Frankfurter Kaufhaus (1968) wurde Andreas Baader im April 1970 festgenommen und bereits einige Wochen später unter anderem von Ulrike Meinhof gewaltsam befreit. Diese Aktion gilt als Geburtsstunde der Roten Armee Fraktion (RAF) und als Beginn des bewaffneten »Kampfes« der RAF. Diese agierte fortan im Untergrund, für den sich deren Mitglieder von Palästinensern ausbilden ließen. Gründer der RAF waren Ulrike Meinhof, Andreas Baader und Gudrun Ensslin.
Ulrike Marie Meinhof wurde mit 10 jahren Halbwaise, mit 15 Vollwaise. Arbeitete
nach dem Studium bei der Zeitschrift »Konkret«, wurde zur Spitzenjournalistin, wodurch sie schließlich Chefredakteurin wurde. Verheiratet war sie mit dem Herausgeber der »Konkret«, Rainer Röhl, bekam von ihm zwei Töchter, Bettina und Regine.
Nachdem sie bemerkte, dass der liebe Ehemann seinen Schwanz in jedes Loch hineinsteckte, was er kriegen konnte, ließ sie sich scheiden und zog mit den Kiddies 1970 nach Berlin. Von da an radikalisierte sich ihr Leben privat sowie in ihren Aktionen. Die eigentlich Gewalt strikt ablehnende Journalistin patzte bei der gewaltsamen Befreiung vom Kaufhaus-Brandstifter Andreas Baader gründlich, sprang in Panik aus dem Fenster des Gefängnisses (und vergaß dabei ihre Handtasche).
Sie brach damit nicht nur mit allen ihren Grundsätzen sondern maövrierte sich in den gewaltsamen Terrorismus hinein. Da sie alles, was sie machte konsequent und gründlich tat, verbohrte sie sich in diesen Weg, nahm Terrorausbildung in Palästinenserlagern und machte mit ihrer Organisation »Rote Armee Fraktion« massive Unruhe in diesem unseren Lande.
Den Nachwuchs gab sie nach Sizilien, wo die beiden 7-jährigen Mädels bei Hippies untergebracht waren. Nachdem deren Mama völlig abdrehte und die Töchter ebenfalls in Palästinenserlagern ausbilden lassen wollte, wurden diese aus Sizilien von Bekannten kurzerhand befreit und bekamen, unter Finanzierung des Vaters, in Hamburg ein normales Leben und Ausbildung.
Naja, was wäre Ulrike Marie Meinhof heute, wenn sie nicht sich dem Terror verschworen hätte? Vielleicht Innenministerin?
Ulrike Marie Meinhofs Leistungen als Journalistin sind herrausragend und kaum erreicht. Ich halte allerdings die Gewalt der RAF für absolut unangemessen, vor allem weil Ulrike Maire Meinhof und Gudrun Ensslin da einige Fehleinschätzungen und Pauschalisierungen der bundesrepublikanischen Gesellschaft vorgenommen hatten. Eine »Verknastung« jeglichen gesellschaftlichen Lebens, von der Ulrike M. Meinhof sprach, hat es so in der Form nicht und schon gar nicht zu der Zeit in der BRD gegeben. Es gab durchaus mehr als ein Leben vor dem Tod.
Ich meine, die beiden RAF-Ideologinnen hatten sich gründlich verrannt, Ulrike M. Meinhof meiner Ansicht nach auch aus privaten Gründen.
der größte Fehler Ulrike Marie Meinhofs war, mit ihren Grundsätzen der Gewaltfreiheit zu brechen und in den Untergrund zu gehen, um den »gewaltsamen Kampf« aufzunehmen. Abgesehen von den ohne Einschränkung zu verurteilenden Anschlägen hat sie dem Staatsgefüge selbst damit nicht sehr geschadet, aber sie hat damit eine ganze Generation von Idealisten - gerade auch auf lange Sicht - ad absurdum geführt.
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