Schwiegermutter
Bewertung: 4 Punkt(e)nicht alle Schwiegermütter sind so schlecht wie ihr Ruf. Ich habe mit meiner einen Haupttreffer gemacht.
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| Der erste Text | am 10.10. 1999 um 18:47:21 Uhr schrieb wuzi über Schwiegermutter |
| Der neuste Text | am 19.5. 2024 um 11:52:23 Uhr schrieb Schwiegersohn über Schwiegermutter |
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am 18.8. 2017 um 18:54:53 Uhr schrieb
am 6.5. 2015 um 14:17:19 Uhr schrieb
am 2.6. 2010 um 11:04:28 Uhr schrieb |
nicht alle Schwiegermütter sind so schlecht wie ihr Ruf. Ich habe mit meiner einen Haupttreffer gemacht.
Die Schwiegermutter ist die Frau vom Schwiegervater, den sie meistens überlebt. Der ursprünglichen Definition nach, muss man jemanden heiraten, um eine zu kriegen. Heute reicht es oft, über längere Zeit mit einem Menschen liiert zu sein, und es zu wagen, den Kontakt mit seiner Familie aufzunehmen. Dann hat man eine Schwiegermutter. Man sollte sich diesen Schritt gut überlegen, er kann Beziehungen verändern!
Der Schorsch hat fürchterliche Zahnschmerzen und eine dickgeschwollene Backe. Also muß er wohl oder übel in die Stadt fahren zum Zahnarzt. Um das Maß voll zu machen, drängt sich auch noch die Schwiegermutter auf und will mit in die Stadt. Man sitzt schweigend in der Bahn. Dann steht die Schwiegermutter auf, um zur Toilette zu gehen. Sie kommt nicht wieder. Plötzlich stürzt der Schaffner ins Abteil und sagt mit zitternder Stimme: »Sie, bei Eahna war doch no a Frau dabei?« Der Schorsch nickt. »Mei, da is wos Schrecklichs passiert! De hot de foische Tüa dawischt und ist zum Zug nausgfoin!« Der Schorsch murmelt gequält: »Ausgrechnet heit, wo i net lacha koa!«
Da steckt schon der Anfang von dem Wort »schwierig« drin. Es gibt solche und solche Schwiegermütter. Leider habe ich die, mit allen Klischees beladene Version abgekriegt. Vielleicht sollte man eine Schwiegermuttertauschbörse organisieren. Aber ich glaube, meine Schwiegermutter will keiner haben, außer vielleicht jemand, der masochistisch veranlagt ist.
Die meisten Frauen werden irgendwann zu Müttern; die meisten Mütter später mal zu Schwiegermüttern. Daher ist davon ein Großteil der weiblichen Bevölkerung betroffen.
Das Grundproblem der Schwiegermutterschaft ist in meinen Augen das folgende: Das Verhältnis Mutter-Tochter ist in der Regel sehr eng. Für viele Frauen ist es selbstverständlich, mindestens einmal am Tag mit ihrer Mutter zu telefonieren. Was aber viel entscheidender ist: Mütter und Töchter sprechen über sehr persönliche Dinge miteinander, was Söhne niemals mit ihren Müttern besprechen würden.
Schwiegermütter drängen sich dann in einer Form in die Ehe, die die Töchter völlig angemessen und normal finden, für die Schwiegersöhne, die keine so enge Mutterbeziehung haben, aber zu intim ist.
Meine Schwiegermutter, die sehr nett ist und von der ich für heute abend zum Essen eingeladen bin, schenkte uns mal eine sehr treffende Postkarte:
»Zu einer Ehe gehören immer zwei. Eine Frau und ihre Mutter.«
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