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GPhilipp schrieb am 8.4. 2016 um 00:20:52 Uhr über

Gitarre

Ich krallte mir die von meinem ältesten Bruder: hinter'm Schrank stand sie und er mußte arbeiten. Elf Jahre alt war ich womöglich? Zettel mit Liedern und Akkordbildern gab es und so versuchte ich mich an 'Im Frühtau zu Berge', 'Wenn wir erklimmen' und 'Go down, Moses', lernte also die Akkorde von C- und G-Dur und e-Moll.
Ein paar Unterrichtsstunden hatte ich dann bei einem Kantor, bei dem einem älterer Bruder Akkordeon lernte. Der vermittelte mir die Goetze-Schule und zeigte mir den Fingersatz für den Walzer. Alleine übte ich weiter und lernte die Akkorde und Tonarten. Einige wenige Lieblingsstücke spielte ich immer wieder!
Inspiriert von 'Hey Joe' und Jimi Hendrix schrieb ich ein erstes Lied (es war spannungsreich im 5/8-Takt - merkte ich erst sehr viel später;) mit englischem Text. Mein Cousin und ich erarbeiteten uns ein Programm mit eigenen Liedern und spielten vor vielen Zuhörern als 'akustische' Vorgruppe für ein Rocktrio. Das war Ende der sechziger Jahre: beim soundchec zitierte der Bassist Peter Handke's 'Publikumsbeschimpfung'. Als Generalprobe spielten wir auf der Geburtstagsfeier eines anderen Cousins. Es gibt davon eine Tonbandaufnahme.
Auch Renaissance-Tänze und ein Bach-Präludium lernte ich autodidaktisch, um dann Unterricht zu nehmen in Bremen. Nach der Kaufmannslehre, Fachoberschule und Arbeitslosigkeit studierte ich Musik: Gitarre und Saxophon, die theoretischen Fächer. Das fand ich alles sehr interessant: genau das wollte ich machen und wissen! Die schönste Zeit meines Lebens: ein weitgehend freies Studium (ich las James Joyce, den Ulysses).
Wenn ich spiele (wie heute), dauert es unweigerlich länger als geplant, weil es mein natürlicher Gefühlsausdruck, meine Sprache ist, die sich weiterentwickelt. Und weil es einfach Spaß macht und ich mich dabei vergesse: die Zeit vergeht wie im Fluge. Musik ist meine Berufung und mein Talent.
Volkslieder, Schlager, Beatles und die Rockmusik der sechziger Jahre und Original-Blues. Dann kam der Jazz (Livekonzerte in Bremen), kam Orchestermusik (Cassetten aus der Stadtbibliothek) und Neue Musik (Schallplatten). Ravel, Stravinsky, auch Varèse, Ornette Coleman, Charles Mingus, Gunter Hampel live und Ralf Towner. Kompositionen, eigene Stücke. Spiele seit dreißig Jahren in einer Band, improvisierend. Sehr vieles ist noch nicht verwirklicht!



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