Leere
Bewertung: 6 Punkt(e)
| Anzahl Assoziationen zu diesem Stichwort (einige Beispiele folgen unten) | 123, davon 123 (100,00%) mit einer Bewertung über dem eingestellten Schwellwert (-3) und 51 positiv bewertete (41,46%) |
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| Der erste Text | am 8.5. 2000 um 18:47:53 Uhr schrieb Tanna über Leere |
| Der neuste Text | am 25.10. 2025 um 17:43:52 Uhr schrieb Rufus über Leere |
| Einige noch nie bewertete Texte (insgesamt: 45) |
am 5.9. 2012 um 21:54:49 Uhr schrieb
am 19.5. 2004 um 09:45:18 Uhr schrieb
am 13.12. 2017 um 09:24:49 Uhr schrieb |
Es verwässerte sich langsam, die Konturen wurden unscharf, die Übergänge fließend, wo etwas begann und wo etwas endete, ließ sich nicht mehr genau bestimmen. Die Maschine brach auseinander, es wurde langsamer und langsamer, Bewegungen wurden zu Zuckungen, Farben trieben ihr bizarres Spiel, vermischten sich und erfanden sich neu, verschiedene Szenen drangen ineinander ein und tauschten ihre Brocken aus, große und kleine Erinnerungsfetzen überlappten sich, bekämpften sich, wurden eins. Ein zäher Brei, der keinen Raum füllte und der sich schleichend auflöste. Es fängt an. Ein irreversibler Fortschritt, es wächst wie eine Seifenblase und verschluckt das mühsam Erbaute. Es kommt. Dunkelheit. Es musste so kommen. Bitterer Geschmack setzt ein, schwaches Licht lässt sich erahnen, es wird heller. Verschwommen treten die ersten Werke der Lichtstrahlen zum Vorschein, nervös und noch unbestimmt, wie glühender Asphalt. Strukturen ergeben sich, Grenzen lassen sich ziehen. Farben. Und da war sie wieder, bestimmt und hoffnungslos, die vernichtende Prägnanz der Wirklichkeit.
Laß die Leere zu. Stopf sie nicht mit unnötigem Zeug voll. Leere kann weh tun, sicher - aber du bleibst du.
Es gab mal Schmendrick den Zauberer!
Als Lehrling war er so leer, bar jeder Magie,
das sein Meister sagte:
" Du bist so Leer, das die Magie gar nicht anders kann als in Dir Platz zu nehmen,
dann wirst Du der grösste Zauberer sein."
Und genau So kam es dann auch!
Ausgelaugt, noch die letzte Ader fühlt sich leer,
die letzte graue Zelle mit nichts gefüllt.
Ein Leben lang trägt dich die Hoffnung,
sie bewegt dich, hilft zu leben, denn
die Hoffnung zwingt dich dazu,
nicht stehen zu bleiben. Leben.
Doch die Hoffnung wird düster, wird kleiner.
Machtlos, hilflos, wehrlos, ungeachtet, unbeachtet bald geächtet?
Wo soll da noch Hoffnung Platz finden?
Schwarze Löcher schlucken alles,
auch die Hoffnung...
Wo ist die Kraft die einen rauszieht?
Danach gesucht. Dann, ach, aufgegeben.
Hoffnung verloren. Lebensgrundlage verloren.
Was bleibt?
Leere.
Da ist es wieder. Das Vakuum. Ich weiß nicht, was ich tun soll. Und ich sehe einen Sommer, der gerade ohne mich stattfindet. Welche Sprache sprechen diese Leute? Die, die da draußen lachen und grillen. Ich will dazugehören und habe Angst davor. Lieber allein - aber die Leere verschlingt mich. Jeden Abend. Und draußen sinkt die Sonne. Jeden Abend.
Und jeden Morgen beginnt das Einerlei, das mich aufstehen und duschen lässt. Dahin gehen, dorthin gehen, aber fern sein von echtem Erleben.
Kiffen ist die einzige Methode, den Bruch zwischen mir und der Welt zu schließen. Seltsam. Nur so heilt die Wunde und ich kann unmittelbar sein. Leider ist es nicht ratsam, jeden Tag Dreh- und Schwebepflanzen einzuwerfen. Auch Blastern hilft, das Gefühl von Daseinsfreude zu suggerieren, das einen noch mal darüber nachdenken lässt, ob die Escapetaste eine weitere kleine Weile warten kann oder nicht.
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