Leere
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| Der erste Text | am 8.5. 2000 um 18:47:53 Uhr schrieb Tanna über Leere |
| Der neuste Text | am 25.10. 2025 um 17:43:52 Uhr schrieb Rufus über Leere |
| Einige noch nie bewertete Texte (insgesamt: 45) |
am 8.11. 2021 um 10:54:42 Uhr schrieb
am 14.1. 2006 um 18:49:25 Uhr schrieb
am 11.2. 2005 um 03:12:02 Uhr schrieb |
Wenn die Leere endlich als das erkannt wird was sie scheinbar ist. Das schlimmste aller Gefühle. Wenn dann noch das Zuschauende hineinhorchen in diese Leere - Stille dazukommt. Dann geschieht ein Wunder mit physikalischer Präzession!
Wenn die Leere zwar Leer bleibt aber das Glück einen kosmischen Raum in sich selbst zu haben. Zu Sein. Zu erkennen das das selbst ein leerer glücklicher kosmischer Raum in uns selbst ist!
Die Erfahrung zu Besitzen - Gott in sich gefunden zu haben - Was man ist wenn man es gefunden hat!
Laß die Leere zu. Stopf sie nicht mit unnötigem Zeug voll. Leere kann weh tun, sicher - aber du bleibst du.
Da ist es wieder. Das Vakuum. Ich weiß nicht, was ich tun soll. Und ich sehe einen Sommer, der gerade ohne mich stattfindet. Welche Sprache sprechen diese Leute? Die, die da draußen lachen und grillen. Ich will dazugehören und habe Angst davor. Lieber allein - aber die Leere verschlingt mich. Jeden Abend. Und draußen sinkt die Sonne. Jeden Abend.
Und jeden Morgen beginnt das Einerlei, das mich aufstehen und duschen lässt. Dahin gehen, dorthin gehen, aber fern sein von echtem Erleben.
Kiffen ist die einzige Methode, den Bruch zwischen mir und der Welt zu schließen. Seltsam. Nur so heilt die Wunde und ich kann unmittelbar sein. Leider ist es nicht ratsam, jeden Tag Dreh- und Schwebepflanzen einzuwerfen. Auch Blastern hilft, das Gefühl von Daseinsfreude zu suggerieren, das einen noch mal darüber nachdenken lässt, ob die Escapetaste eine weitere kleine Weile warten kann oder nicht.
Ich habe lernen müssen mit der Leere zu leben.
Ich musste verstehen, das die leere in mir gefüttert werden will. Mit Büchern, Filmen, Freunden, flüchtigen sexuellen Kontakten, Familie, alles stopfe ich in mich hinein, und tief in mir lauert die leere, hungrig und unersättlich.
Es ist essentiell, alles was man sich einverleibt portionsweise und wohlrationiert der leere zu zu führen. Immer nur kleine Häppchen, kontinuierlich zugefügt, halten die leere davon ab, von dir zu zehren.
Um Versorgunsengpässe zu vermeiden sollte man sorgfältig haushalten.
Es verwässerte sich langsam, die Konturen wurden unscharf, die Übergänge fließend, wo etwas begann und wo etwas endete, ließ sich nicht mehr genau bestimmen. Die Maschine brach auseinander, es wurde langsamer und langsamer, Bewegungen wurden zu Zuckungen, Farben trieben ihr bizarres Spiel, vermischten sich und erfanden sich neu, verschiedene Szenen drangen ineinander ein und tauschten ihre Brocken aus, große und kleine Erinnerungsfetzen überlappten sich, bekämpften sich, wurden eins. Ein zäher Brei, der keinen Raum füllte und der sich schleichend auflöste. Es fängt an. Ein irreversibler Fortschritt, es wächst wie eine Seifenblase und verschluckt das mühsam Erbaute. Es kommt. Dunkelheit. Es musste so kommen. Bitterer Geschmack setzt ein, schwaches Licht lässt sich erahnen, es wird heller. Verschwommen treten die ersten Werke der Lichtstrahlen zum Vorschein, nervös und noch unbestimmt, wie glühender Asphalt. Strukturen ergeben sich, Grenzen lassen sich ziehen. Farben. Und da war sie wieder, bestimmt und hoffnungslos, die vernichtende Prägnanz der Wirklichkeit.
Zum Glück gibt es die Leere, ohne dieses ohnmächige Gefühl , das Gefühl einfach gar nichts mehr zu fühlen , nichts empfinden zu müssen, lässt uns Menschen die schrecklichsten Dinge überleben.
Gäbe es die Leere nicht, wüsste ich nicht wo ich sonst hin sollte um einfach nur zu vergessen , um nicht mehr diesen zerstörerischen Film in meinem Kopf zu haben, um nicht mehr diese Wertlosigkeit zu fühlen......
Die leere ist ein Zufluchtsort der dich lähmen mag, aber der die einzige Heilung verspricht und vielleicht irgendwann wieder ins Leben hilft....
Doch bis dahin bleibe ich lieber in diesem ruhigen trösterndem Traum den mich die Leere träumen lässt..........
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