Einige überdurchschnittlich positiv bewertete
Assoziationen zu »Menschenfleisch«
Liamara schrieb am 21.11. 2000 um 23:44:31 Uhr zu
Bewertung: 3 Punkt(e)
»Ich rieche, rieche Menschenfleisch!«
So sprach der Riese in dem englischen Märchen »Jack und die Wunderbohne« (in Deutsch auch gelegentlich Hans und die Zauberbohne). Kennt ihr das noch? Zur Erinnerung: Jack soll in diesem Märchen entweder eine Kuh oder ein Schwein, je nach Variation, verkaufen. Unterwegs lässt er sich aber Bohnensamen aufschwatzen für das Tier, woraufhin ihn seine Mutter gehörig ausschimpft - und das Zeug auch noch wütend aus dem Fenster schmeisst. Doch draussen gedeiht die Wunderbohne prächtig, und sie scheint bis in den Himmel zu wachsen. Jack, nicht faul, klettert daran hoch. Dort oben befindet sich das Schloß eines Riesen. Eben jener ist ein Menschenfresser, und somit kommen wir wieder zu dem eingangs erwähnten »Ich rieche, rieche Menschenfleisch«. Wie es genau weitergeht weiss ich gerade nicht mehr - Jack muss jedenfalls glaube ich noch eine Prinzessin retten, und vielleicht versteckt die Mutter des Riesen ihn in der Küche oder so etwas. Ich mag das Märchen.
Richie schrieb am 14.7. 2001 um 15:25:44 Uhr zu
Bewertung: 2 Punkt(e)
Da gibts doch diesen uralten SF - Film, wo dann irgendwann rauskommt, dass die Nahrungsmittelfirma Soylent in ihrem neusten Produkt Soylent Green Leichen verarbeitet. Ich hab den Film irgendwann in den 80ern mal gesehen und war beeindruckt, irgendwann ging der Film dann aber ein wenig in meiner Erinnerung unter. Wie man sieht, weiss ich nicht mal mehr den Titel. Oh jeh.
Das Filmzitat »Soylent Grün ist Menschenfleisch« jedenfalls begegnete mir erst mit Wumpscut wieder, auf der »Music for a Slaughtering Tribe«. Wumpscut ist, ein gutes Stück nach NIN, eins meiner Fave - Industrial - Projekte.
Von Menschenfleisch über Filme zum Industrial. Nun ja, sollte ne nette Abschweifung werden, war jetzt doch alles ein wenig naheliegend. A Propos Abschweifung, ich mag »Ensel und Krete« von Walter Moers lang nicht so sehr wie den Blaubär, aber die Mythenmetzschen Abschweifungen sind teilweise doch sehr amüsant.
Jürgen schrieb am 13.4. 2024 um 08:33:50 Uhr zu
Bewertung: 1 Punkt(e)
Zwanzig Jahre nach der Mittleren Reife erhalte ich eine Einladung zu einem Klassentreffen.
Nach ein paar Tagen melde ich mich bei Petra, unserer früheren Klassensprecherin, die das Treffen organisiert und um Teilnahmebestätigung gebeten hat.
Nach unserem netten Telefonat lehne ich mich entspannt zurück und schließe die Augen.
Ich denke über die „alten Zeiten“ nach, über unsere Klasse und die Leute damals und unsere Erlebnisse, und ich freue mich sehr auf unser Wiedersehen.
Ein paar Tage vor dem Klassentreffen ruft mich Petra an und erzählt mir, wer bisher für das Treffen zugesagt hat, und dass sie mit allen darüber gesprochen habe, dass man anlässlich unseres Wiedersehens ein besonderes Festessen organisieren könnte. Sie fragt mich, was ich dazu meine. Ich stimme zu, und Petra druckst ein bisschen herum, bis sie mich schließlich fragt, ob ich mir vorstellen könnte, dass ich dieses Festessen bin.
Mir wird heiß und kalt und mein Herz setzt einen Takt aus und ich frage mich, ob ich mich gerade verhört habe.
Vorsichtig frage ich nach: „Hab’ ich das eben richtig verstanden, ihr wollt MICH essen?“
Petra bestätigt mir, dass ich das wirklich richtig verstanden habe. Sie erzählt mir, dass schon in unserem letzten Schuljahr ein paar Leute den Gedanken aufgebracht hätten, bei unserer Abschiedsfeier jemanden aus unserer Klasse als Festessen zu verspeisen, und dass ich auch damals schon zur Auswahl stand, so, als wäre das völlig normal, aber dass man sich damals dann doch nicht getraut hätte, das durchzuziehen.
Im ersten Augenblick bin ich ziemlich erschrocken, aber gleichzeitig finde ich Petras Frage ausgesprochen erregend, und spontan sage ich zu.
Nachdem ich aufgelegt habe kommen mir dann doch leichte Zweifel, ob ich soeben wirklich die richtige Entscheidung getroffen habe, aber jetzt ist es zu spät, ich stehe auf dem Speiseplan.
Am Abend vor dem Klassentreffen telefoniere ich erneut mit Petra und sie fragt, ob meine Zusage noch gilt, oder ob ich es mir anders überlegt habe. Ich bestätige ihr, dass ich wie zugesagt dabei bin und sie meint, ich solle doch bitte am ganzen Körper rasiert und frisch geduscht zum Treffen kommen, und ich antworte, dass das ja selbstverständlich ist.
Dann fragt sie mich noch, ob ich mich auch auf morgen Abend freue. Ich erkläre ihr, dass ich mich zwar freue, aber auch ein ziemlich flaues Gefühl habe und sie antwortet lachend, dass sie das gut verstehen kann, aber dass sich das dann spätestens morgen Abend legen wird, wenn wir uns alle wiedersehen, und dass ich die richtige Entscheidung getroffen hätte.
Am nächsten Abend. Das Klassentreffen findet in einer Grillhütte statt.
Das Wetter ist hervorragend, es ist sommerlich warm, ich unterhalte mich mit den bereits Anwesenden völlig ungezwungen und locker. Als schließlich alle eingetroffen sind, hält Petra eine kurze Begrüßungsrede.
Schließlich sagt sie: „Wir haben ja zur Feier des Tages ein besonderes Festessen geplant, und freundlicherweise hat sich Jürgen hierfür zur Verfügung gestellt.“
Und dann sagt sie zu mir: „So Jürgen, dann zieh’ Dich jetzt bitte aus.“
Alle applaudieren, während ich mich entkleide, dann erklärt Petra, dass ich am Bratspieß zubereitet werde, und Dirk und Markus kommen mit einer dicken und sehr langen Stange zu mir. Ich muss mich auf den Tisch legen, dann werde ich von Markus, Dirk, Oliver und Nicole an den Bratspieß gefesselt, und anschließend von Melanie und Sonja am ganzen Körper mit Bratfett und Marinade eingerieben. Es ist total erregend und mein Penis macht sich selbständig und steht wie eine eins, und Sonja fragt mich lachend, ob sie ihn jetzt schon abbeißen soll.
Ein paar Meter weiter stehen Oliver und Dirk an der Grillstelle und entfachen das Feuer.
Petra dankt mir nochmal für meine Bereitschaft, mich als Festmahl zur Verfügung zu stellen und fragt mich, ob ich noch ein paar Worte sagen möchte, bevor ich jetzt gleich zubereitet und gegessen werde.
Ich bedanke mich dafür, dass ich gefragt wurde, ob ich das Festessen sein möchte, und wünsche allen einen guten Appetit, dann bekomme ich einen Apfel in den Mund gesteckt, werde zur Feuerstelle getragen, über die Kohlen gehängt und von mehreren Leuten abwechselnd langsam darüber gedreht, während die anderen zu Musik ausgelassen tanzen und auf das Essen warten.
Es wird sehr heiß unter mir und ich verliere in der Hitze bald das Bewusstsein…
…und als ich aufwache, erinnere ich mich an das Telefonat mit Petra, das ich vor einer Stunde geführt habe, um mich zum Klassentreffen anzumelden.
Und bin tatsächlich eingeschlafen und hatte einen wirren Traum!
Aber nun bin ich sehr gespannt, was es beim Klassentreffen zu essen geben wird … und ob ich wirklich gefragt werde...
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