Anzahl Assoziationen zu diesem Stichwort (einige Beispiele folgen unten) 67, davon 66 (98,51%) mit einer Bewertung über dem eingestellten Schwellwert (-3) und 27 positiv bewertete (40,30%)
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Siehe auch:
positiv bewertete Texte
Der erste Text am 9.4. 2001 um 18:10:49 Uhr schrieb
neo fausuto/PIA über Geruch
Der neuste Text am 26.11. 2017 um 18:39:33 Uhr schrieb
Christine über Geruch
Einige noch nie bewertete Texte
(insgesamt: 30)

am 26.11. 2017 um 18:39:33 Uhr schrieb
Christine über Geruch

am 5.7. 2006 um 17:30:49 Uhr schrieb
Bertl über Geruch

am 5.12. 2002 um 05:36:20 Uhr schrieb
Bettina Beispiel über Geruch

Einige überdurchschnittlich positiv bewertete

Assoziationen zu »Geruch«

Grenzgänger schrieb am 24.3. 2006 um 19:41:03 Uhr zu

Geruch

Bewertung: 5 Punkt(e)

An manche Gerüche kann man sich gut erinnern, auch wenn die Wahrnehmung schon lange zurück liegt. Der Geruch von ungelüfteten Umkleideräumen liegt mir auch nach Jahrzehnten noch in der Nase.

Die DDR hatte auch bestimmte Erkennungsgerüche. Trat man in Berlin-Friedrichstraße nach der Einreiseabfertigung auf die Straße, wusste man: man ist angekommen: so riecht es nur in der DDR, nämlich die vielen Zweitakterabgase von Wartburg und Trabant im Straßenverkehr. Egal ob ich das Pergamonmuseum, das Zentrum-Warenhaus oder die Wohnung meiner Tante in der Provinz betrat, überall kam mir derselbe Geruch von den Fußböden entgegen, wahrscheinlich ein ganz bestimmter Bohnerwachs. Wenn wir kurz nach der Wende durch das hessisch-thüringische Grenzgebiet fuhren – der Grenzverlauf geht ja im Werratal wild hin und her - wussten wir immer schon am Geruch, der in der Luft hing: dieser Ort ist hessisch, und jener wiederum ist thüringisch. Es lag an den Braunkohleabgasen, die aus den ostdeutschen Schornsteinen stiegen.

Peter schrieb am 25.1. 2003 um 00:45:43 Uhr zu

Geruch

Bewertung: 8 Punkt(e)

Unter der Bettdecke furzen

Der Mensch hat seinen Geruchssinn mehr oder weniger verkümmern lassen. Zugunsten der Augen und Ohren wurde die Nase als Orientierung fast vollkommen aufgegeben. Dabei kann sie einem immer wieder neue Genüsse bescheren. Und mit Genüssen meine ich hier nicht nur, unter der Bettdecke zu pupen und anschließend den Kopf darunter zu stecken. (Ist sowieso nur ein Ritual von Männern, oder?)
Die schönsten Gerüche sind jedoch die, die in mir Erinnerungen auslösen. Und da gibt es einen ganz besonderen, der mich an meine erste Liebe erinnert. Ich möchte hier nicht mühselig versuchen, diesen Geruch zu beschreiben, da ich nur scheitern kann. Für Gerüche habe ich nur wenige Worte. Hat man für Gerüche überhaupt einen richtigen Wortschatz? Gibt es nicht nur für spezielle Berufe wie den Käsemeister und den Weinbauer einen Geruchswortschatz? Egal, viel wichtiger als die Beschreibung ist die Reaktion. Rieche ich also diesen Geruch, fühle ich wieder die aufregende Zeit, als alles so neu war. Es tauchen Bilder als kleine Blitze im Kopf auf, die mir sagen wollen, alles wäre erst gestern gewesen. Wie ich den Berg Richtung Groß Ilsede herunterrollte, meine Lieblingsmusik im Walkman hörte und an sie dachte. Das wohlige Zittern bei jedem neuen Treffen.
Dieser Geruch scheint sich in endlosen Umarmungen, in denen man die Nase in der Schulter des anderen vergrub, ins Gehirn eingebrannt zu haben.
Wenn ich sie sehe, wird nicht annähernd eine ähnliche Reaktion ausgelöst. Der Geruch scheint sich viel tiefer und intensiver im Körper festzusetzen.
Und dort wartet die Erinnerung an ihn, um immer wieder aufzusteigen und uns zu berühren.

babuschka schrieb am 29.4. 2003 um 14:37:59 Uhr zu

Geruch

Bewertung: 2 Punkt(e)

er drückte seine nase gegen meinen rücken. »rieche ich nach irgendwasfragte ich leise. »nach dir haltdas war nicht die antwort, die ich wollte. ich drehte mich um. »kannst du das nicht genauer beschreiben- »nein. du riechst nach dir, anders kann ich das nicht sagen
ich kann auch nicht sagen, wie er riecht. er benutzt diese bestimmte bodylotion und irgendein shampoo, das mir bis ich ihn kennenlernte völlig unbekannt war.
das erste mal neben ihm aufwachen und seinen geruch in der nase haben war wunderbar. das erste mal aufwachen und seinen geruch in der nase haben, nur weil er mir sein t-shirt dagelassen hatte, war ebenso wunderbar und dennoch schmerzlich.
erst vor kurzem kaufte ich mir diese bodylotion, sein shampoo ebenfalls. abends, als ich frisch geduscht im bett lag, roch ich ein bisschen wie er. ich dachte, ich könnte wie er riechen. am nächsten morgen wachte ich auch, meine haare lagen unter meinem gesicht, ich roch den geruch des shampoos, seines shampoos. ein wenig roch ich wirklich wie er.
wahrscheinlich rieche ich noch heute so, da ich das zeug immer noch benutze. nur rieche ich es nicht mehr, so sehr habe ich mich an den geruch gewöhnt.
und als wir neulich im kino waren, rein freundschaftlich, ich hatte lang genug unter liebeskummer gelitten, vernahm ich jedes mal seinen geruch, wenn er sich bewegte. es roch weder nach shampoo, noch nach bodylotion, sondern wirklich nur nach ihm.
nur weniges, das ich mir mehr wünsche, als diesen geruch wieder etwas öfter zu vernehmen, beim aufwachen, am liebsten mit seiner nase in meinem rücken.

Colle schrieb am 31.3. 2012 um 12:08:09 Uhr zu

Geruch

Bewertung: 2 Punkt(e)

ich habe kein übergewicht, wasche mich wirklich ausreichend, welchsele die unterwäsche täglich, und ich rieche abends auch - je nach zyklus-tag.

und wisst ihr was???
ich finde es sogar aufregend!
die natur hat es so eingerichtet, dass die herren der schöpfung an den fruchtbaren tagen auf uns aufmerksam werden. über den DUFT.
warum sollte das durch übertriebene hygiene oder angebliche zivilisation verschwinden???!!!

ich finde es albern, sich dafür zu schämen oder es »wegschrubben« zu wollen.
genauso albern wie die kommentare, dass du öfter duschen solltest - damit schadest du deiner scheidenflora eher!

Klugscheißer schrieb am 6.3. 2003 um 16:18:41 Uhr zu

Geruch

Bewertung: 2 Punkt(e)

Das geruchszentrum liegt liegt im stammhirn in der nähe des limbischen systems. Dieser Ort ist für emotionen und auch für sie speicherung langfristiger erinnerungen zuständig. Geruchsreize gelangen direkt in diese region und machen dabei nicht den umweg übers großhirn und auch das sprachzentrum ist bei der wahrnhemung olfaktorischer reize wenig tangiert (anders als bei visuellen und akustischen reizen). Dies erklärt, warum gerüche längst vergessene erinnerungen heraufbeschwören können, warum sie oft extrem stark emotional besetzt sind, warum uns entscheidungen, die wir aufgrund der nase fällen, oft nicht bewußt sind, und warum es uns oft schwer fällt gerüche adäquat zu benennen. Das war die klugscheißererklärung, Peter hat das am 25.1.03 aber eigentlich schöner und plastischer beschrieben.
Was aber selbst mir als klugscheißer noch nicht ganz klar ist, ist, warum wir im traum nichts riechen (nur sehen und hören), wenn das mit dem geruch doch alles so unterbewußt ist.

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