Einige überdurchschnittlich positiv bewertete
Assoziationen zu »Protest«
Richie schrieb am 4.5. 2001 um 14:05:06 Uhr zu
Bewertung: 4 Punkt(e)
Inzwischen als »Randalemachen« diskreditierte, aber angesichts einer kaum mehr existenten parlamentarischen Opposition gegen das neoliberale Regime schwer notwendige Form der politischen Äußerung.
Das wurde seitens der Herrschenden offenbar inzwischen gut begriffen, von daher sind die momentanen Bestrebungen verständlich, jedem Protest das Mäntelchen »Krawallmacher wollen sinnlos Gewalt ausüben« umzuhängen und jede noch so sinnvolle und notwendige Protestaktion zu kriminalisieren. Dass die Bullen diesen ersten Mai Autonome in eine friedliche Demoparty getrieben haben, um anschliessend die gesamte Demo aufzulösen, ist nur das jüngste Beispiel... Wer protestiert, ist günstigenfalls verdächtig und wahrscheinlich ein gewaltbereiter Autonomer...
Nun ja.
PDDG schrieb am 11.1. 2009 um 12:14:02 Uhr zu
Bewertung: 1 Punkt(e)
Ahhh, endlich kommen wir auf dieses Thema zu sprechen, der PROTEST.
Zunächst etwas zu Etymologie:
Das Wort »Protest« entstand im Sommer Neunzehnhundertachtundsechzig (1968), aus den Worten »Pro« und den Worten »Test«, weil einige Studenten der Soziologie eine neue Verhaltensweise ausprobieren wollten, die auf mehr Freiheit (hab ich dazu eigentlich auch schon wat geschrieben?) gegründet sei (siehe: Gesellschaft).
Der Test wurde nach den dritten Anlauf entgültig für gescheitert erklärt und anschließend verboten.
Was für einigen Protest sorgte.
Allgemeines:
»Nun: Ab und zu wird es einfach zu viel. All' diese Arbeit, dann noch das Gemäker zu Hause und so. Dann muss man mal 'nen Protest machen.«
Dagegen muss man allerdings auch protestieren. Oft haben proteste eine ausführliche (weil sie die Ausführung an andere ausführen...) theoretische Grundlage.
So z. B. der Protest der Zegularen gegen die Maßnahmen von Morbog den 23. oder der Protest der sog. »Protestanten« gegen die hohen Spritpreis auf der Erde.
Alles sehr vernünftige und wirkungsvolle Dinge, die die Welt verändert haben und ohne die der weitere Verlauf der Geschichte unfehlbar als undenkbar erkannt werden muss.
Allerdings kommt es bei einen Protest prinzipiell immer auf das Einverständnis des Gegenübers an, sich protestieren zu lassen (siehe: Grammatik).
Wobei selbst dieses Einverständnis noch unterschiedlich zu interpretieren ist...So kann sie bedeuten, dass das Gegenüber, hier meist ein Machthaber (im weitesten Sinne), es nicht für nötig hält, auf die Protest'ler einzugehen oder aber, dass er den Protest als Möglichkeit zu Selbstverbesserung nutz und darauf eingeht.
Definition:
»Protest ist, wenn man trotzdem schreit«.
Öffentlichkeitsarbeit:
Expertenmeinung:
Zitat »PDDG über Vernunft«:
»[Zuletzt] großes öffentliches Aufsehen erregte der Protest [...] im Rahmen des Skandals um die »Grenzen der Vernunft«. Als die Vernunft, aufgeschreckt von all der undurchdachten Ereiferung, zügellosen Spekulation und dem enormen Abstraktionsniveau (siehe: Universalienstreit) plötzlich davon [aus protest] rannte und sich hinter die »Grenzen der Vernunft« zurückzog, wo sie Gerüchten zufolge bis Heute (siehe: Zeitbestimmung, Tempusbildung, Referenz) verweilt.«
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