| Anzahl Assoziationen zu diesem Stichwort (einige Beispiele folgen unten) |
127, davon 124 (97,64%)
mit einer Bewertung über dem eingestellten Schwellwert (-3) und 46 positiv bewertete (36,22%) |
| Durchschnittliche Textlänge |
414 Zeichen |
| Durchschnittliche Bewertung |
0,339 Punkte, 52 Texte unbewertet.
Siehe auch: positiv bewertete Texte
|
| Der erste Text |
am 11.11. 1999 um 13:01:46 Uhr schrieb Heynz Hyrnrysz
über Humor |
| Der neuste Text |
am 5.11. 2025 um 14:26:59 Uhr schrieb Schmidt
über Humor |
Einige noch nie bewertete Texte (insgesamt: 52) |
am 16.9. 2002 um 18:07:46 Uhr schrieb brainwashed über Humor
am 13.7. 2006 um 13:56:14 Uhr schrieb Genius über Humor
am 2.12. 2008 um 13:50:38 Uhr schrieb savanilla über Humor
|
Einige überdurchschnittlich positiv bewertete
Assoziationen zu »Humor«
http://www.fortunecity.de/wolkenkratzer/orbit/823/ schrieb am 19.5. 2001 um 00:29:10 Uhr zu
Bewertung: 1 Punkt(e)
"Es gibt sicher eine breite Palette von Humor, von einer reifen Heiterkeit bis zu einem witzelnden Verleugnen aller ernsthaften
Themen, und doch ist bei allen der Versuch, das Schwierige von seiner heiteren Seite zu nehmen, unübersehbar, vor allem auch in
dem entsprechenden interaktionellen Angebot, ´du brauchst dir keine Sorgen um mich zumachen, ich lache selber darüber`."(Rudolf,
1996, S. 147). Galgenhumor zeigt die verzweifelte Variante: Heiterkeit, wenn die Situation schon aussichtslos zu sein scheint. Der
Humor zur Abwehr depressiver Themen ist nicht selten schwarzer Humor, der speziell destruktive, ängstigende und deprimierende
Themen zum Gegenstand hat. "Wie deutlich der Selbstheilungsversuch durch Humor beim Ausbruch wirklicher Depressionen
versagt, zeigen die Beobachtungen von Kraus (1977) an depressiven Patienten. Nicht nur, daß ihnen das Lachen vergangen ist, sie
verstehen anscheinend nicht, was an einem Witz lustig sein soll, sie nehmen den Text konkretistisch und sind außerstande, den
spielerisch-assoziativen Bedeutungswechsel vorzunehmen, der die Situation plötzlich in einem heiteren Licht erscheinen läßt."
KIA schrieb am 5.4. 2003 um 00:29:39 Uhr zu
Bewertung: 2 Punkt(e)
"Die Lust des Witzes schien uns aus erspartem Hemmungsaufwand hervorzugehen,
die der Komik aus erspartem Vorstellungsaufwand und die des Humors aus
erspartem Gefuehlsaufwand. In allen drei Arbeitsweisen unseres seelischen
Apparats stammt die Lust von einer Ersparung; alle drei kommen darin
ueberein, dass sie Methoden darstellen, um aus der seelischen Taetigkeit
eine Lust wiederzugewinnen, welche eigentlich erst durch die Entwicklung
dieser Taetigkeit verlorengegangen ist. Denn die Euphorie, welche wir auf
diesen Wegen zu erreichen streben, ist nichts anderes als die Stimmung einer
Lebenszeit, in welcher wir unsere psychische Arbeit ueberhaupt mit geringem
Aufwand zu bestreiten pflegten, die Stimmung unserer Kindheit, in der wir
das Komische nicht kannten, des Witzes nicht faehig waren und den Humor
nicht brauchten, um uns im Leben gluecklich zu fuehlen".
Freud (1856-1939) schrieb im Jahre 1905 am Schluss seiner Abhandlung "Der
Witz und seine Beziehung zum Unbewussten"
Zickenbändiger schrieb am 18.3. 2007 um 11:58:46 Uhr zu
Bewertung: 1 Punkt(e)
DER KLEINE MORITZ IM FETTNÄPFCHEN DER HEITEREN MUSE
Unser Fernsehen ist, um mit Kästner zu reden, eine einäugige Muse. Die Unterhaltung nämlich sieht allzuoft so aus, als wäre sie nicht von denselben Leuten für dieselben Leute gemacht. Da kommt etwas Kindisches, Unreifes heraus, ein Mangel an Geschmack, an Instinkt, an Klugheit, an Lebensnähe, an Sprachgefühl, an Ironie, daß einem Hören und Zuschauen vergeht. Diese Unterhaltung wendet sich an Hinterwäldler. Sie redet uns in Babylauten an, weil wir sonst nichts mitkriegen.
Sehen wir von einigen Talkshows ab, von ein paar echten Sängern, Satirikern, genialen Blödlern, von wenigen Jugend- und Rockshows ... was bleibt im Bereich der Show-Unterhaltung? Opas Fernsehen, mit ein paar modischen Verbrämungen. Dieselben Quizze, die gleichen Spiele, die nämlich bunten Abende mit Publikumsbeteiligung, Betrieb, Remmidemmi, zackzack, und der Herr Humorleiter, der den Strauß schäkernd zusammenbindet. Und vor allem dieselbe Sprache! Dasselbe tölpische, neckische Getön!
Woher das wohl kommen mag? Es kommt, meiner Meinung nach, daher, daß bei uns Unterhaltung im luftleeren Raum zu schweben hat. Sie darf sich auf nichts Reales beziehen. Bloß nicht beunruhigen, bloß an nichts anstoßen, denn auch Denkanstöße gelten hier als anstößig. Bei uns wird der Humor kastriert. Als Entschuldigung gilt, daß »die Deutschen eben keinen Humor haben«.
Man spricht gern von Humordefizit, als fehlten uns bloß zufällig die Kästners, Mehrings, Tucholskys, Hollaenders ... während wir sie in Wirklichkeit in die hinterste Ecke verbannen würden. Ich spreche hier nicht einmal davon, wie selten die immerhin vorhandenen Biermann oder Degenhardt ins Programm kommen. Sondern daß man bei uns zu glauben scheint, man könnte eine Art »reinen Humor«, ohne Bezug auf unsere Gesellschaft, in der Retorte heranzüchten. So siehste aus...
Also gewöhnt man die Leute an einen zahnlosen Mümmelulk, an eine breiige Teigwaren-Unterhaltung, und sagt dazu: Volkes Wille. Damit wird aber der ohnehin schon unsichere Geschmack des breiten deutschen Publikums noch weiter verdorben.
Auf die Gefahr hin, mich unbeliebt zu machen, muß ich jetzt dreinhaun! Fangen Sie doch an, wo Sie wollen, mit der Werbung meinetwegen (die ja auch als Teil des Unterhaltungsprogramms gilt). Und wie steht es schon mit der Umrahmung dieser Werbeblöcke. Spürt denn niemand mehr die Vulgarität dieser auch für Kinder längst veralteten Heinzelmännchen, die plumpe Verniedlichung, das abgeschmackte Wortspiel? Das alles auf dem unsagbaren Niveau von »Bambi-Preis« und »Mecki, dem Redaktionsigel«. Überhaupt die abgestandenen Ausdrücke von gestern, mit denen da noch heute Beschwingtheit verbreitet wird: »Otto Normalverbraucher«, »Fettnäpfchen«, »berühmt-berüchtigt«, »selten so gelacht«. »Humor ist, wenn man trotzdem lacht«, »wie sich der kleine Moritz das vorstellt«, »die ernste und die heitere Muse«, »Allzumenschliches«. Wieviel ungenaues Sehen, wieviel Sprachohnmacht redet doch aus alledem.
Worauf läuft das alles hinaus? Eben daß sich echter Humor immer auf etwas bezieht, und zwar etwas Reales und für die Gegenwart Bezeichnendes: Menschen, Zustände, Überzeugungen. Humor ist der Narr im König Lear, der Totengräber im Hamlet, der Sancho Pansa im Don Quichote, die nicht so sehr spaßig für sich sind, sondern vor allem als Kontrast. Humor ist immer Sand im Getriebe. Er knirscht. Er eckt an. Sticht mit Vorliebe jemand in die Fußsohle, der sich das Au verbeißen muß, will er nicht blamiert dastehen. Echter Humor hat Biß. Er läßt dem Aufgeblasenen die Luft raus. Er zeigt die Poseite des Grandiosen. Und die hat mit organisiertem Frohsinn nichts am Hut...
Voyager schrieb am 15.8. 2005 um 13:50:56 Uhr zu
Bewertung: 2 Punkt(e)
Es ist schon eine hohe Kunst, wenn nicht die Höchste, fehlenden Humor mit solchem zu tragen.
*mir selber auf die Schulter klopf*
| Einige zufällige Stichwörter |
justieren
Erstellt am 7.5. 2001 um 10:28:54 Uhr von thefade, enthält 12 Texte
Hyrnrysz
Erstellt am 18.1. 1999 um 15:56:42 Uhr von Heynz Hyrnrysz, enthält 56 Texte
beruht
Erstellt am 20.9. 2007 um 07:36:44 Uhr von mcnep, enthält 3 Texte
stundenlang
Erstellt am 25.3. 2004 um 08:13:52 Uhr von Rudi, enthält 21 Texte
|