Einige überdurchschnittlich positiv bewertete
Assoziationen zu »Humor«
KIA schrieb am 5.4. 2003 um 00:29:39 Uhr zu
Bewertung: 2 Punkt(e)
"Die Lust des Witzes schien uns aus erspartem Hemmungsaufwand hervorzugehen,
die der Komik aus erspartem Vorstellungsaufwand und die des Humors aus
erspartem Gefuehlsaufwand. In allen drei Arbeitsweisen unseres seelischen
Apparats stammt die Lust von einer Ersparung; alle drei kommen darin
ueberein, dass sie Methoden darstellen, um aus der seelischen Taetigkeit
eine Lust wiederzugewinnen, welche eigentlich erst durch die Entwicklung
dieser Taetigkeit verlorengegangen ist. Denn die Euphorie, welche wir auf
diesen Wegen zu erreichen streben, ist nichts anderes als die Stimmung einer
Lebenszeit, in welcher wir unsere psychische Arbeit ueberhaupt mit geringem
Aufwand zu bestreiten pflegten, die Stimmung unserer Kindheit, in der wir
das Komische nicht kannten, des Witzes nicht faehig waren und den Humor
nicht brauchten, um uns im Leben gluecklich zu fuehlen".
Freud (1856-1939) schrieb im Jahre 1905 am Schluss seiner Abhandlung "Der
Witz und seine Beziehung zum Unbewussten"
http://www.fortunecity.de/wolkenkratzer/orbit/823/ schrieb am 19.5. 2001 um 00:29:10 Uhr zu
Bewertung: 1 Punkt(e)
"Es gibt sicher eine breite Palette von Humor, von einer reifen Heiterkeit bis zu einem witzelnden Verleugnen aller ernsthaften
Themen, und doch ist bei allen der Versuch, das Schwierige von seiner heiteren Seite zu nehmen, unübersehbar, vor allem auch in
dem entsprechenden interaktionellen Angebot, ´du brauchst dir keine Sorgen um mich zumachen, ich lache selber darüber`."(Rudolf,
1996, S. 147). Galgenhumor zeigt die verzweifelte Variante: Heiterkeit, wenn die Situation schon aussichtslos zu sein scheint. Der
Humor zur Abwehr depressiver Themen ist nicht selten schwarzer Humor, der speziell destruktive, ängstigende und deprimierende
Themen zum Gegenstand hat. "Wie deutlich der Selbstheilungsversuch durch Humor beim Ausbruch wirklicher Depressionen
versagt, zeigen die Beobachtungen von Kraus (1977) an depressiven Patienten. Nicht nur, daß ihnen das Lachen vergangen ist, sie
verstehen anscheinend nicht, was an einem Witz lustig sein soll, sie nehmen den Text konkretistisch und sind außerstande, den
spielerisch-assoziativen Bedeutungswechsel vorzunehmen, der die Situation plötzlich in einem heiteren Licht erscheinen läßt."
Voyager schrieb am 15.8. 2005 um 13:50:56 Uhr zu
Bewertung: 2 Punkt(e)
Es ist schon eine hohe Kunst, wenn nicht die Höchste, fehlenden Humor mit solchem zu tragen.
*mir selber auf die Schulter klopf*
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