tot
Bewertung: 7 Punkt(e)Es heißt, daß, wenn man stirbt, das ganze Leben wie in einem Film noch einmal an dem inneren Auge vorbeizieht. Wer sagt denn, daß wir diesen Film nicht schon sehen?
| Anzahl Assoziationen zu diesem Stichwort (einige Beispiele folgen unten) | 304, davon 300 (98,68%) mit einer Bewertung über dem eingestellten Schwellwert (-3) und 109 positiv bewertete (35,86%) |
| Durchschnittliche Textlänge | 163 Zeichen |
| Durchschnittliche Bewertung | 0,309 Punkte, 120 Texte unbewertet. Siehe auch: positiv bewertete Texte |
| Der erste Text | am 6.11. 1999 um 10:24:57 Uhr schrieb Dragan über tot |
| Der neuste Text | am 29.9. 2024 um 21:02:28 Uhr schrieb Bettina Beispiel über tot |
| Einige noch nie bewertete Texte (insgesamt: 120) |
am 18.3. 2003 um 21:06:48 Uhr schrieb
am 19.10. 2011 um 20:40:13 Uhr schrieb
am 8.12. 2007 um 17:32:35 Uhr schrieb |
Es heißt, daß, wenn man stirbt, das ganze Leben wie in einem Film noch einmal an dem inneren Auge vorbeizieht. Wer sagt denn, daß wir diesen Film nicht schon sehen?
Wer schneller lebt ist länger tot. Nee, wer früher stirbt ist länger tot. So ging der Spruch. Ist aber Quatsch, denn Totsein ist keine Eigenschaft, die man haben kann. Ich kann leben, aber nicht tot sein. Das ist paradox, aber genau das ist ja das Problem mit dem Tod. Ich meine, kann sich irgendjemand vorstellen, nicht dazusein? Einfach nicht zu denken, zu fühlen, zu träumen, zu sehen, zu hören usw.? Ich glaube kaum. Und dennoch ist es unausweichlich der Fall, dass wir alle eines Tages das alles nicht mehr tun werden.
Das erste Anzeichen vom bevorstehenden Tod eines Menschen ist seine Geburt.
Zwei knapp vierjährige Kinder aus meinem Bekanntenkreis, denen ihre jeweiligen Eltern mit einiger schonender Verspätung von Konrads Tods berichtet haben (schonend wohl nur für die Erwachsenen, die diese Erstkonfrontation der Wonneproppen mit solchen Realitäten zu scheuen scheinen) reagierten unabhängig voneinander ausgesprochen gelassen und begründeten dies mit eigenen oder erzählten Todeserfahrungen aus dem Kreis der Kindergartenfreunde. Etwa Davina, die meinte, Tod sei gar nicht schlimm, ihre Freundin Laura sei auch schon einmal tot gewesen und wieder lebendig geworden, Laura habe es ihr selber erzählt. Ähnliches auch von Jakob, der sich diese Theorie ganz ohne Kronzeugen aus den Fingerchen sog. Der Unsterblichkeitsglaube scheint offenbar im Menschen als Kinderglaube angelegt zu sein. Daraus jedoch abzuleiten, es müsse also etwas daran sein, scheint mir ebenso vermessen wie die Behauptung, die Bedrohung des Menschen durch das falsche Treten auf Pflastersteinritzen sei eine durch Millionen Schulkinder bestätigte Erfahrung. (Vergleichbares gilt auch für Engel und Aliens.)
am freitag waren ein paar kumpels aus dem fire bei mir zu besuch, am ende der party fehlten mir meine ausweispapiere, mein markenparfüm auf der toilette und irgendeiner hatte meine freundin vergewaltigt
am samstag kam der typ schon wieder, er hatte alles bestritten den anderen kannte er leider auch nicht
er hatte per anhalter leute kennengelernt die wollten shore ihm abkaufen und gaben ihm 500€, er stieg dann an einem haus aus, die warteten, er ging durch eine tür und haute durch den hinterhof mit dem geld ab
er wollte mir einen ausgeben
meine mutter vermisst schon seit einiger zeit den schmuck von vati
gestern kam in meine wohnung und auf einem zettel stand geschrieben, dass ich meinen fernseher, die musikanlage und die goldketten von omi in der pfandleihe abholen kann
und heute am bahnhof; ich kam gerade von einem familienbesuch und wollte eine woche bei meiner cousine übernachten das ging aber nicht, half mir ein junger bursche in baggy jeans die schwere tasche tragen bis zu meiner haustüre, als dank bot ich ihm einen kaffee an, er schlug ein und ging mit in die wohnung, dort überrumpelte er mich, ich kam ins krankenhaus, ich wäre nun tot wenn der nachbar nicht geklingelt hätte und mit nem schlüssel in der situation aufgeschlossen hätte, vor schreck lief er einfach raus
meine freundin wurde an der bank durch die fenster belauert, sie nahm ihr haushaltsgeld von der bank ab und setzte sich anschließend in den bus
zu hause angekommen, im treppenhaus wurde sie niedergeschlagen
Ich liege auf dem Boden und bin vermutlich tot. Blut fließt aus meinen Ohren, mein Schädel ist wohl zertrümmert. Selbst wenn ich noch lebe, werde ich vermutlich bald sterben. Alles wird schwarz! Von wegen Licht am Ende des Tunnels, da is nix!
Später stelle ich fest, daß ich doch noch lebe. Auch mein Schädel ist noch heil. Das Blut, das mir aus den Ohren floß kam nur aus einer Schnittwunde im Gesicht.
Alles hinter sich lassen und die Lasten des Lebens abstreifen. Alles vergessen.
Ich fürchte mich. Wer keine Angst vorm Tod hat, ist bereits tot. Ich kralle mich am Leben fest. Weshalb? Ich weiß nicht. Aber ich tue es. Gott weiß es. Er spricht nicht mit mir. Ich fürchte mich...
Es war abends gegen 21 Uhr am 8. November 1967: wir waren schon oben im Schlafzimmer (W. ist 11 Jahre alt, G. 13 und We. schon 16).
Man spürt die Unruhe. Unten liegt C. seit einem Jahr im Bett: krank und kriegsverletzt.
Der Arzt kommt spät und stellt den Tod fest.
Später sehe ich unseren toten Vater aufgebahrt in der Friedhofskapelle.
Auf dem Schulweg kommen wir an einem Häuschen vorbei, das von Bäumen umgeben ist. Hier steht der Leichenwagen der Gemeinde.
Tot sein - nicht das Sterben selbst - ist nicht sehr schlimm.
Die Situation nach dem Tod wird sein wie die Situation vor dem Leben.
Wenn du tot bist, wirst du dich fühlen wie damals, am Weihnachsttag Achthundert-null-null, als Karl sich in der Pfalzkapelle in Aachen zum Kaiser krönen ließ...
Wie? Du hast damals noch nicht gelebt und kannst dich deshalb nicht erinnern?
Eben! Genau so wird`s für dich auch - sagen wir - 2123 sein.
Allerhöchstens besser...
| Einige zufällige Stichwörter |
Monotheismus
VerbalerTiefflieger
busenrund
DerSagenumwobeneKelchderKotze158
Counter
|