Einige überdurchschnittlich positiv bewertete
Assoziationen zu »Tot«
irgendwer schrieb am 7.4. 2000 um 14:15:28 Uhr zu
Bewertung: 4 Punkt(e)
Wer schneller lebt ist länger tot. Nee, wer früher stirbt ist länger tot. So ging der Spruch. Ist aber Quatsch, denn Totsein ist keine Eigenschaft, die man haben kann. Ich kann leben, aber nicht tot sein. Das ist paradox, aber genau das ist ja das Problem mit dem Tod. Ich meine, kann sich irgendjemand vorstellen, nicht dazusein? Einfach nicht zu denken, zu fühlen, zu träumen, zu sehen, zu hören usw.? Ich glaube kaum. Und dennoch ist es unausweichlich der Fall, dass wir alle eines Tages das alles nicht mehr tun werden.
gelb 22 schrieb am 13.11. 2000 um 20:48:42 Uhr zu
Bewertung: 7 Punkt(e)
Es heißt, daß, wenn man stirbt, das ganze Leben wie in einem Film noch einmal an dem inneren Auge vorbeizieht. Wer sagt denn, daß wir diesen Film nicht schon sehen?
Galaxie schrieb am 6.7. 2000 um 10:04:17 Uhr zu
Bewertung: 3 Punkt(e)
Alles hinter sich lassen und die Lasten des Lebens abstreifen. Alles vergessen.
Berrit schrieb am 16.2. 2001 um 19:44:54 Uhr zu
Bewertung: 1 Punkt(e)
schwarzes feld, alles verbrannt, alles tot.
sie haben lauter lachende leute am anderen ende erwartet, aber da war nur ich, und ich habe nicht gelacht. ich lache auch jetzt nicht, ich weine nicht, ich fühle nicht. da ist einfach nur nichts. müßte es sie nicht erleichtern, das da kein anderer aktiver war, das nur ich es war, mit dem sie zu tun hatten. nein, es ärgert sie, sie hätten lieber ein vernünftiges gegenüber gehabt, nicht so etwas wie mich.
und ich? cih schaue und überlege, wieviel schuld ich an dem verbrannten feld habe, wieviel schuld die anderen. am ende das zu fragen ist wie sinnlos, wenn alles tot ist, was kann da noch gefragt werden.
mcnep schrieb am 26.8. 2005 um 10:06:37 Uhr zu
Bewertung: 2 Punkt(e)
Zwei knapp vierjährige Kinder aus meinem Bekanntenkreis, denen ihre jeweiligen Eltern mit einiger schonender Verspätung von Konrads Tods berichtet haben (schonend wohl nur für die Erwachsenen, die diese Erstkonfrontation der Wonneproppen mit solchen Realitäten zu scheuen scheinen) reagierten unabhängig voneinander ausgesprochen gelassen und begründeten dies mit eigenen oder erzählten Todeserfahrungen aus dem Kreis der Kindergartenfreunde. Etwa Davina, die meinte, Tod sei gar nicht schlimm, ihre Freundin Laura sei auch schon einmal tot gewesen und wieder lebendig geworden, Laura habe es ihr selber erzählt. Ähnliches auch von Jakob, der sich diese Theorie ganz ohne Kronzeugen aus den Fingerchen sog. Der Unsterblichkeitsglaube scheint offenbar im Menschen als Kinderglaube angelegt zu sein. Daraus jedoch abzuleiten, es müsse also etwas daran sein, scheint mir ebenso vermessen wie die Behauptung, die Bedrohung des Menschen durch das falsche Treten auf Pflastersteinritzen sei eine durch Millionen Schulkinder bestätigte Erfahrung. (Vergleichbares gilt auch für Engel und Aliens.)
jba schrieb am 16.2. 2000 um 15:55:55 Uhr zu
Bewertung: 3 Punkt(e)
Wenn man tot ist, dann hat man gewisse Probleme, falls man mit seinen Kumpels saufen gehen will.
Nicky schrieb am 19.8. 2000 um 01:52:53 Uhr zu
Bewertung: 2 Punkt(e)
tot kann vieles sein.
Eine Leitung beim Telefon, eine versandete Beziehung, der Pelzmantel deiner Großmutter.
tot bedeutet erst einmal, das etwas, das vorher lebendig da war nun weg ist. Einfach weg. Nicht mehr zu Erreichen, nicht mehr zu Finden, nicht mehr Wiederzuholen. Man glaubt immer, man kann es sich vorstellen, wie es ist, wenn jemand, den man geliebt hat weg ist. das glaubt man solange, bis es passiert. dann ist man erstmal fassungslos im wahrsten Sinne des Wortes. Es übersteigt die Vorstellungskraft, dass die Person, die doch in den Erinnerungen noch so lebendig ist, plötzlich nie wieder sprechen wird, man sie nie wieder hören kann, sehen, fühlen, riechen...Ich glaube, das triffts am ehesten: nie wieder
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