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solarschule schrieb am 6.3. 2003 um 04:19:37 Uhr über

KeinMenschIstIllegal

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gegangen und hätten dort gesagt, Eyademas Politik sei schlecht. Aber sie würden zurückkommen, denn sie hätten gelogen. Und dann, einen Monat später gab es diesen Vorladungstermin. Eyadema wußte also schon von der geplanten Abschiebung, und die deutsche Regierung oder die bayerische Regierung arbeitet offenbar mit Eyadema zusammen. Eyadema nutzt die Abschiebungen noch, um Propaganda zu machen und die Bevölkerung weiter zu unterdrücken. Alle Diktatoren sagen. daß ihre Unter. stützung vom Ausland käme und sie nicht auf inländische Unterstützung angewiesen seien. Wenn sie es schaffen, der Bevölkerung zu zeigen, daß sie tatsächlich Unterstützung im Ausland haben, ist die Bevölkerung in ihrem Kampf geschwächt. Die deutsche Abschiebepolitik verschafft Eyadema in Togo einen Vorteil. Die EU sieht Togo zwar keineswegs als demokratisches Land an, aber deutsche Behörden schieben nach Togo ab.

Aufklärung und Information, sind das die Mittel der Flüchtlinge, politi schen Druck auszuüben?

MbOngo-Mingi: Letztes Jahr haben wir gerufen: Wir dürfen nicht wählen, aber wir haben eine Stimme. @nn wir von uns, rer Stimme gebrauchen machen, können wir schon viel erreichen- Das mag vielleicht naiv klingen, aber wir müssen uns die Erfolge der Karawane klarmachen. Faxaktionen sind ein Mittel, es darf aber nicht das einzige Mittel sein. Unsere Stimme so laut wie möglich zu erheben, heißt auch, daß wir unsere Öffentlichkeitsarbeit weiter verbessern. Ich bin mir sicher, daß viele Menschen sich damit begnügen, was ihnen im Fernsehen vorgesetzt wird. Was mit Flüchtlingen wirklich geschieht, wissen diese Menschen nicht. Ich sage das aus Erfahrung, denn ich habe schon an vielen Veranstaltungen teilgenommen und dort mit Leuten geredet. Ich habe festgestellt, wie ahnungslos die Leute sind, wenn es um die Situation der Flüchtlinge geht. Insofern denke ich, daß wir unsere Öffentlichkeitsarbeit verbessern müssen, um diese Menschen zu erreichen und sie aufzu'üllü wenn wir daaurcli auch Menschen für unseren Kampf gewinnen, dann können wir Einfluß auf das politische Geschehen bekommen. Wir müssen die Bevölkerung auf unsere

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Seite bekommen. Deshalb die drei Mittel: Öffentlichkeitsarbeit, Vernetzung mit denen, die unten in dieser Gesellschaft sind und drittens: die Vernetzung landesweit, europaweit und international, um darauf auftnerksam zu machen, welches Unrecht den Flüchtlingen hier zugefügt wird.

Was habt ihr mit den Parteien für Erfahrungen gemacht, die jetzt an die

Regierung gewählt wurden?
Mbongo-Mingi: Vor den Wahlen haben viele geglaubt, wenn SPD und Grüne an die Macht kommen, würde sich vieles ändern in der Flüchtlingspolitik. Aber wo sind wir jetzt? Wir befinden uns dort, wo wir auch unter der Regierung Kohl waren. Vielleicht ist es jetzt sogar noch schlimmer. Ich will nicht verallgemeinern, und es gibt auch Leute bei SPD und Grünen, die etwas für die Rechte der Flüchtlinge und Migrantlnnen tun wollen; aber welwenig. Politiker können etwas versprechen, aber wenn sie an die chen Einfluß haben diese Leute in ihren Parteien? Offenbar

Macht kommen, vergessen sie das wieder. Ich bin ja auch Politiker (lacht), aber die Leute, die mit uns kämpfen, die wollen auch erreichen, wofür sie kämpfen. Und je mehr solche Leute dabei sind, desto besser ist es für unseren Kampf.
Salifou: Wir müssen jetzt weiter kämpfen und die Politiker daran erinnern, was sie versprochen haben.

Eines der Ziele der Karawane ist eine europäische Vernetzung der

MigrantInnenbewegungen. Wie sehen die Pläne für eine europaweite

Bewegung der Flüchtlinge und MigrantInnen aus?
Nibongo-Mingi: Daran müssen wir noch arbeiten. Ich denke, wenn die europäischen Regierungen versuchen, ihre Politik zu harmonisieren, dann müssen auch wir europaweit unsere Kämpfe abstimmen. Wir brauchen diese Vernetzung, und es gibt sie auch schon bis zu einem gewissen Grad. Ein Freund von mir, der bei den Sans Papiers in Belgien aktiv ist, hat mir erzählt, daß die Regierenden in Belgien argumentieren: Warum sollen wir die Flüchtlinge legalisieren - die Deutschen tun das ja auen nichtUnd er hat mir gesagt: Was tun denn die Flüchtlinge in Deutschland? Ihr müßt etwas tunDemnächst werden wir Sans
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