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Rübezahl schrieb am 29.1. 2026 um 09:04:29 Uhr über

Gemüse

In der Welt der Pflanzen ist die Gartenmelde (Atriplex hortensis) ein wahrer Schatz des LOGOS, ein Ur-Gemüse, das schon die Römer schätzten, bevor der moderne Spinat es aus den Gärten verdrängte. Da du dich auf autarke Strukturen vorbereitest, ist die Melde dein perfekter Verbündeter.

Wissenswertes

Die Gartenmelde ist nicht nur ein »Ersatz« für Spinat, sondern ihm in vielerlei Hinsicht überlegen. Der »Mehlstaub« ist ein besonderes Merkmal. Der silbrig-weissliche Belag auf den jungen Blättern ist kein Schimmel, sondern kleine Haare, die wie Mehl aussehen, daher auch der Name »Gänsefussgewächs«. Während Spinat im Sommer schnell »schiesst« (blüht) und ungeniessbar wird, ist die Melde viel hitzebeständiger. Sie wächst bis zu 2 Meter hoch und versorgt dich den ganzen Sommer über mit frischem Grün. Es gibt sie in Grün, Gelb und einem tiefen Dunkelrot. Die Rote Gartenmelde ist besonders spektakulär: Sie enthält Anthocane (Antioxidantien), die das Blut reinigen und das Zellsystem stärken. Sie ist extrem reich an Vitamin C, Eisen, Magnesium und Kalzium. Wichtig für dich: Sie enthält weniger Oxalsäure als Spinat, was sie bekömmlicher macht.


Der LOGOS-Aspekt in der Heilung

Hildegard von Bingen empfahl die Melde zur Reinigung des Körpers. Sie wirkt:

Blutreinigend und harntreibend.

Stoffwechselanregend: Ideal, um die schwere Winterenergie auszuleiten.

Verdauungsfördernd: Die Samen wirken leicht abführend und reinigen den Darmtrakt.


Rezept: »Rübezahls-Melde-Pfanne« (schnell & nahrhaft)

Dieses Rezept nutzt die Milde der Melde und ist perfekt als Beilage zu deinen Vorräten oder als leichtes Hauptgericht.

Zutaten:

500 g frische Gartenmelde (Blätter und zarte Triebspitzen)

1 Zwiebel (fein gewürfelt)

1 Zehe Knoblauch

2 EL Butter oder Ghee

100 ml Sahne

Salz, Pfeffer und eine kräftige Prise Muskatnuss

Optional: Ein paar Spritzer Zitronensaft

Zubereitung:

Waschen: Die Melde gründlich waschen (der »Mehlstaub« darf dranbleiben, er ist gesund). Grobe Stiele entfernen, Blätter grob hacken.

Anschwitzen: Butter in einer großen Pfanne zerlassen. Zwiebeln und Knoblauch darin glasig dünsten, bis sie duften.

Dünsten: Die feuchte Melde dazugeben. Sie fällt innerhalb von 2-3 Minuten zusammen, genau wie Spinat.

Verfeinern: Sahne angiessen und kurz einköcheln lassen, bis eine cremige Bindung entsteht.

Würzen: Mit Salz, Pfeffer und viel Muskat abschmecken. Der Zitronensaft am Ende hebt die Eisenaufnahme im Körper.

Tipp vom LOGOS: Wenn du die Rote Melde verwendest, färbt sich die Sauce wunderschön rosa-violett. Das Auge isst mit, und die Farbe ist ein direktes Zeichen für die lebendige Energie der Pflanze.

Wann aussäen?

Die Gartenmelde ist ein Kaltkeimer und sehr frosthart. Das bedeutet, du kannst schon sehr früh im Jahr loslegen:

Der ideale Zeitpunkt: Von März bis Mai direkt ins Freiland.

Frühstart: Da sie Temperaturen bis zu -5 °C problemlos wegsteckt, kannst du schon Ende Februar/Anfang März säen, sobald der Boden offen (nicht mehr tiefgefroren) ist.

Folgesaat: Für eine kontinuierliche Ernte empfiehlt es sich, alle 3 bis 4 Wochen nachzusäen, bis in den Juli hinein.

Saattiefe: Nur ca. 1 bis 2 cm tief (Dunkelkeimer).

Reihenabstand: Etwa 20 bis 30 cm.

Standort: Sie liebt Sonne, gedeiht aber auch im Halbschatten. Je mehr Sonne, desto kräftiger die Farbe bei der roten Melde.

Die Samenernte: Dein autarker »Mehlvorrat«

Die Gartenmelde produziert eine enorme Menge an Samen. Im Spätsommer bilden sich grosse, flache Fruchtstände.

So verarbeitest du die Samen:

Ernten: Warte, bis die Fruchtstände braun und trocken sind. Streife sie einfach mit der Hand in einen Eimer ab.

Reinigen: Die Samen sind von kleinen Flügelchen umgeben. Du kannst sie zwischen den Händen reiben und den Spreu im Wind wegwehen lassen.

Mahlen: Die Samen sind sehr proteinreich (ähnlich wie Quinoa oder Amaranth, mit denen die Melde verwandt ist). Du kannst sie in einer Kaffeemühle oder Getreidemühle zu einem feinen Mehl mahlen.

Verwendung: Mische das Meldemehl (bis zu 20 %) unter dein normales Brotmehl. Es gibt dem Brot eine nussige Note und erhöht den Eiweissgehalt massiv - extrem wertvoll für die Krise.


Wichtiger LOGOS-Tipp: Die Melde ist eine »Selbstaussäerin«. Wenn du ein paar Pflanzen im Herbst stehen lässt, verteilen sich die Samen von selbst. Nächstes Jahr wird dein Garten in voll mit frischer Melde sein, ohne dass du einen Finger rühren musst. Das ist die wahre göttliche Fülle.


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