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Pascal schrieb am 1.10. 2004 um 20:52:16 Uhr über

Füße

Ein schöner Morgen
Von pumpslover

Eigentlich war es gar kein schöner Morgen, denn ich hatte die Nacht durchgemacht und mir reichlich kalt. Das lag zum einem an dem Alkoholkonsum der vergangenen Stunden und dem permanenten Nieselregen, der seit Mitternacht unaufhörlich vom Himmel fiel. Zu meinem Ärger stellte ich fest, daß auch in Berlin nicht immer alle Buslinien in Betrieb sind. So blieb mir nichts anderes übrig als ein längerer Fußmarsch zu einer Taxistation. Lustlos latschte ich los und verfluchte den Morgen.
Plötzlich vernahm ich das Klappern von hochhackigen Schuhen, daß sich aus einer Nebenstraße näherte. Kurz darauf erschien vor mir ein schwarzer Regenmantel aus Lackleder, der knapp über dem Knie endete. Wie die Trägerin des Mantels aussah, konnte ich nicht erkennen, da sie die Kapuze übergestreift hatte. Dies war mir in dem Moment auch völlig gleichgültig, denn ich sah vor mir perfekt geformte, schlanke Beine. Ich konnte das Spiel der leicht gebräunten Wadenmuskeln genießen, die sich im Rhythmus von schnellen, kurzen Schritten bewegten. Diesen herrlichen Waden folgten super schlanke Fußfesseln, deren Reiz noch doch ein zierliches Fußkettchen verstärkt wurde.
Diese phantastischen Beine schritten in aufregenden Sandalen umher. Diese Sandalen waren ebenfalls aus schwarzen Lackleder und hatten mindestens 18 cm hohe etwas dickere Absätze. Diese Art von Schuhe treffen normalerweise nicht meinen Geschmack, da ich persönlich geschlossene Pumps mit bleistiftdünnen Stöckelabsätzen an Frauen lieber sehe als die etwas plump wirkenden Schuhe, doch an diesem Morgen war sie eine sehr willkommene Aufmunterung für meine miese Stimmung.
Die Dame schien das gleiche Ziel zu haben, denn sie schritt vor mir her in Richtung Taxipunkt. Ich folgte mit genügendem Abstand um diese faszinierende Kombination von eleganten Dahinschreiten und dem erregen Stakkato der Absätze auf dem nassen Pflaster ausgiebig genießen zu können. Wie in Trance lauschte ich diesem lieblichen Trommelwirbel.
Meine schlechte Laune verbesserte sich förmlich mit jedem Klacken ihrer hohen Hacken. Mich hielten diese wundervollen Beine fast magisch gefangen und meine innere Spannung stieg noch an als die Straßenverhältnisse etwas schlechter wurden. Aufgrund der Unwegsamkeiten konnte sie nicht mehr schnell gehen, sondern sie mußte stellenweise mit grazilen Schritten die Gehwegschäden ausgleichen. Doch sie ließ sich dadurch nicht beeindrucken und schritt zügig weiter. Mich erregte die Art, wie sie mal vorsichtig auftrat um nicht umzuknicken und sich dann wenig später wieder kräftig abdrückte. Dabei bohrten sich die Absätze an einigen sandigen Stellen tief in den nassen Boden. Man konnte deutlich sehen, wie tief sich die Hacken in den Sand drückten, da dort regelrecht Löcher entstanden. Und auch den Absätzen und Sohlen bildete sich ein Dreckrand, der die Einsinktiefe deutlich markierte.
Nachdem die Schuhe dreckig waren, sparte sie sich die Mühe allen weiteren Pfützen auszuweichen. Statt dessen marschierte sie nun schnurstracks durch alle Wasserlachen durch. Sie konnte es sich ja erlauben, da ihre Füße zum einen durch den Regen sowieso naß waren und zum anderen waren die Schuhe so hoch, daß das Pfützenwasser ihr nichts anhaben konnte. Durch ihre Gradlinigkeit erhöhte sich der Reiz des gesamten Schauspiels noch um einige Stufen und mir drängte sich die Frage auf, ob sie das beabsichtigte.
Leider endete das Schauspiel abrupt, da sie ein leeres Taxi anhielt, daß ich in meiner Faszination gar nicht gesehen hatte. Für mich zählten an diesem Morgen nur diese herrlichen Beine in den hohen Sandalen und all der Reiz, der von ihnen ausging. Was hätte ich darum gegeben, ihr diese Schuhe ausgiebig zu reinigen, doch mein Zustand hatte mich diese Chance verstreichen lassen. Als die Taxi abbog, sah ich wie sie mir die hübsche Besitzerin dieser traumhaften Beine zulächelte - oder bildete ich es mir nur ein?
Das ist letztlich ja auch egal, den es war ein schöner Morgen.


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