Nähe
Bewertung: 34 Punkt(e)Manche Menschen sehnen sich so sehr nach Nähe, daß sie unfähig sind, sie zu ertragen - ein seltsames Phänomen.
| Anzahl Assoziationen zu diesem Stichwort (einige Beispiele folgen unten) | 216, davon 212 (98,15%) mit einer Bewertung über dem eingestellten Schwellwert (-3) und 73 positiv bewertete (33,80%) |
| Durchschnittliche Textlänge | 128 Zeichen |
| Durchschnittliche Bewertung | 0,727 Punkte, 109 Texte unbewertet. Siehe auch: positiv bewertete Texte |
| Der erste Text | am 12.12. 1999 um 12:48:34 Uhr schrieb Shabde über Nähe |
| Der neuste Text | am 13.10. 2021 um 09:44:13 Uhr schrieb Christine über Nähe |
| Einige noch nie bewertete Texte (insgesamt: 109) |
am 12.7. 2003 um 17:18:19 Uhr schrieb
am 15.2. 2003 um 07:07:20 Uhr schrieb
am 24.2. 2015 um 04:36:08 Uhr schrieb |
Manche Menschen sehnen sich so sehr nach Nähe, daß sie unfähig sind, sie zu ertragen - ein seltsames Phänomen.
Ich nähe. Ich nähere mich der Nähmaschine bis auf ca. 20 cm und lege ein Stück Stoff (aus dem die Träume gemacht werden?) unter den Transportfuss. Wenn ich nähe entfernt sich der Stoff langsam aber sicher von mir. Der Transporteur transportiert das anfänglich nahe Stoffende (den anfänglich nahen Stoffanfang) aus meiner Nähe in meine Ferne. Ich nähe gerne.
Nähe ist, wenn ich Deinen Duft in der Nase spüre.
Wenn ich das Fläschchen mit Deinem Duft an meine Nase halte, Du aber weit fort bist, heißt es Sehnsucht.
Nähe ist wenn zwei Menschen sich verbunden fühlen, obgleich sie auch durch einen Ozean voller Hass getrennt sind. Nähe ist halten und spüren, ohne fest-zuhalten und zu erdrücken. Nähe ist verlassen und zu wissen, dass man immer wiederkehren kann. Nähe ist die Flamme in der Nacht die die kalte Haut erwärmt. Nähe ist auch einmal allein sein zu können, ohne sich aus den Augen zu verlieren. Nähe lässt sich nicht erzwingen, sie ist ein freies Wesen mit eigenem Willen, wie der Schmetterling auf deiner Hand: versuchst du sie nicht einzufangen, bleibt sie bei dir....
Also bei mir ganz in der Nähe ist so ein Laden, den Namen sag ich nicht, das ist ja Werbung. In diesem Laden kann man Glühbirnen und CD-Player kaufen, Tapeten und Klebeband, Kerzen und Teller, Schulhefte und Vasen, Batterien und Cocktailkissen, Schokoriegel und Putzzeug. Ein wirklich faszinierendes Geschäft.
Wie kommt ihr darauf, dass jeder zwangsläufig Nähe sucht/will/braucht? Und wie kam jemand auf den gottverdammten Trugschluss, dass sich jemand, der keine Nähe sucht/will/braucht etwas vormacht? Das ist alles ausgemachter Unsinn. Sicherlich, ich sehe ein, dass ein Großteil der heutigen Menschheit Nähe will und dass Nähe unter der Bedingung der Freiwilligkeit auch etwas Schönes sein kann.
Es ist jedoch höchstgradig intollerant, zu sagen, dass dies der einzig normale Fall sei und dass alle, die nicht in dieses Schema des Ich-will-Nähe-habens passen, unnormal oder gar krank sein. Ja, das ist meine Meinung, ich weigere mich Nähe zu suchen, die ich gar nicht haben will, nur weil die Allgemeinheit es so handhabt.
Von der gegenüberliegenden Seite des Tisches aus gesehen schien sie mir sehr nahe zu sein. Später, in der empfindlichen Nähe der letzten Stunden, fehlte mir der Tisch, der unserer Nähe ein solides Fundament gegeben hatte.
Was man tun kann, wenn Nähe grad nicht da ist? Das hängt wie immer von den Kovariablen ab und von der vierten Dimension, der wichtigsten Unabhängigen. In der Gebärdensprache habe ich online kein Zeichen für Partner gefunden. Nähe muss ja auch nicht immer die zu einem Partner sein. Wenn ich nah dran bin, hab ich meistens keine Lust loszulassen, der nächste Schritt noch und der übernächste... Manchmal bin ich selber so unruhig, dass ich beim Brainstorming keinen Schritt näher zur inneren Mitte komme, dann suche ich woanders, um Halt zu finden, zu ankern, um mich zu verstehen.
| Einige zufällige Stichwörter |
Zweinutzungshuhn
Erdnußbutter
ichwiederhole
Haifischmade
warumSollteIchdastun
|