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Klarname Schmidt, Matthias rené schrieb am 27.2. 2026 um 10:02:19 Uhr über

Schroberwenneffer

Die Schroberwenneffer sind ein eigenes Volk mit einem sehr kleinen Leihstaatsgebiet dessen Pachtvertrag immer für fünfzig Jahre vergeben wird. Sonnig an einer Wendung eines großen Flusses gelegen ist dieses Gebietchen welches durch die Sturzfluten der heiligen Elisabeth anno Dreizehnhundertebbes geformt wurde ein Augenjuwel und wird durch die Pächter sorgsam nach alter römischer Tradition mit Trauben bepfanzt wovon die gesamte region lebt und deren Vermarktung in vergorenem Zustand als geklärter Saft mit durchschnittlich zehn prozent Ethanol als Kulturgut der region gilt und bei jeder Veranstaltung mit dabei ist und auch das Zeitungsleben prägt. Die Pächter der Weinberge haben scharfe Hunde die bereit sind jeden auf Kommando sofort anzuspringen und werden bei unliebsamen Begegnungen mit Fremden die seltsam zerlumpt, man ist anständig hier, man benimmt sich mindestens, sie stinken, das merken die Hunde, sie sind ein geruchskonkurrent, ein Leithund, klar daß Sie herausgefordert werden, die denken Sie sind hier der am Meisten Stinkende, sie müssen also der obere Chef sein, will sagen, mir wurde das auch schon deutlich von einem Schrobenwenneffer gesagt, Sie stinken, also ich einmal in die Halle rein zu einer Versammlung wollte. Die schrobenwenneffer sind vielfach Vertriebene gewesen die hier neben dem Dorf Unterschroben ein kleines Gebiet zugeteilt bekamen, sie waren in der mehrzahl gute handwerker und gute Bauern, sie haben zahlreiche Kenntnisse der Pflanzenzucht und des Gartenbaus in die region gebracht, eine Hochschule für Weinbau und Gartenkultur gegründet, prominente lehrer engagiert, Musikfestivals organisiert, Sperrstunden umgangen, sich immer wie alle hinter einen Mann gestellt, sind joviale, will nicht sagen einfache leute, denn das sind sie mitnichten, sie können auf Außenstehende die sie nicht gut kennen so wirken aber es sind durchaus keine einfachen leute denn viele von ihnen haben auch eine komplexe und manchmal sehr schmerzhafte Familiengeschichte, Flucht der Eltern nun, aus gebieten, neuanfang, aufbau einer existenz, sie sind alle sehr gestandene und sehr aufrichtige und sehr fleißige leute hier und ich hatte diese ganzen fünfundzwanzig jahre zu keinem Einzelnen unter ihnen mehr Kontakt obwohl ich mitten unter ihnen wohne. In der nachbarschaft nehme ich subtile Zustimmung und gegelgentlich Ablehnung meines durch das offene fenster Klavier wahr, sehr dezenter applaus, das klopfen von kleinen Stöckchen, Protest, das laute kurze herunterlassen eines halboffenen ladens, Taktfehler, Verspieler, augenblicklich knallt eine Autotür wo vorher andächtige Stille weil das Lied so schön, alles das bilde ich mir lediglich ein weil nie ein zeuge anwesend wenn diese Dinge geschehen, hier hält es niemand lange aus und ich schon fünfundzwanzig jahre, hier ist es aber auch schön weil Kinderlachen ans Ohr kommt bei offenen fenster, manchmal hüpfen sie im Hof herum, diese menschlichen Laute beruhigen mich, wenn sie von Kindern Kommen, wenn ich Frauen knaatschen und traatschen höre verstehe ich nur singsang und gezeter und mag es nicht das war früher bei mama und in der johannisbrunnen tsraße genau so, alle weiber standen immer zusammen und traatschten, mama sagte immer sie sei einsam weil sie da nicht mkitmache, aber das könne sie irgendwie nicht, sie hilet sich wohl doch für was Besseres obwohl sie auf jeden scvhimpfte der sich für was besseres hielt, jedenfalls sind die Schrobenwenneffer ein sehr auch musikalisch bewandertes Völkchen dem ich nun schon im Zwölften Jahr meine fast tägliche Musik zumute und noch immer nicht gelyncht wurde sondern nur mit einigen Energiesanktionen und gelegentlich mal für zwei Wochen abgestellt bekam, unvermittelt.


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