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positiv bewertete Texte
Der erste Text am 11.7. 2004 um 02:42:25 Uhr schrieb
ARD-Ratgeber über Philtrum
Der neuste Text am 14.4. 2011 um 11:20:49 Uhr schrieb
Okotro über Philtrum
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am 11.7. 2004 um 02:42:25 Uhr schrieb
ARD-Ratgeber über Philtrum

am 14.4. 2011 um 11:20:49 Uhr schrieb
Okotro über Philtrum

Einige überdurchschnittlich positiv bewertete

Assoziationen zu »Philtrum«

Marisa schrieb am 14.1. 2005 um 18:17:52 Uhr zu

Philtrum

Bewertung: 4 Punkt(e)

Ich habe meinen Freund nach einem Jahr wegen seines Philtrums verlassen. Dabei war er ansonsten eigentlich ein toller Typ, witzig, intelligent, aus gutem Hause, wie man so sagt und mit etwas vorausgegangenem Zeitaufwand auch ganz vorzeigbar. Aber mit diesem Philtrum bin ich nicht klargekommen. Ich habe schon von einigen Leuten gehört, das hätte ich doch bereits am Tag des Kennenlernens bemerken müssen, aber da hatte ich wohl meine Augen woanders und auf der Semesterparty wo es passiert ist, waren meistens so viele andere Kunstgeschichtehauptfachmädchen um uns rum, da waren immer wieder so Schatten, ich habe dem zuerst gar keine größere Beachtung geschenkt. Wir sind dann zu ihm nach Hause gegangen und hatten eine wundervolle Nacht, da war zwar ein etwas ungewöhnliches Gefühl beim Küssen, aber ich war gerade 19 und bin im Pfaffenwinkel aufgewachsen, so viele Vergleichsmöglichkeiten hatte ich bis dahin noch nicht. Am nächsten Mittag beim Frühstück sah ich es dann zum ersten Mal bewußt. Sicher, eine Hasenscharte sieht anders aus, aber was ich da zwischen Nase und Lippe erspähte, irritierte mich schon. Es schien ihm aber beim Essen, Trinken, naja und auch bei anderen Sachen keine Probleme zu bereiten, deshalb zog ich es vor zu schweigen, ich war nämlich eigentlich doch immer noch recht verliebt und für solche Detailfragen schien mir unsere Beziehung noch zu frisch. In den Wochen darauf lernten wir uns immer besser kennen; wir gingen oft aus, fast immer bestand er darauf, zu zahlen, er stellte mir seinen großen, aufregenden Freundeskreis vor, wir redeten nächtelang über Cimabue und 2Pac, alles stimmte - solange ich mich zwang, nicht sein Philtrum anzuschauen. Manchmal bildete ich mir ein, es sei nur mit einer dünnen Haut überzogen, hinter der man das Blut fließen sehen konnte, ein anderes Mal glaubte ich, es mit Speiseresten angefüllt zu sehen, morgens Philtrum, abends Philtrum, es ging mir nicht mehr aus dem Kopf. In der Glyptothek ging ich oft stundenlang durch die Säle, in der schwachen Hoffnung, eine Büste, einen Speerwerfer, irgendein Porträt zu finden, das mir das Gefühl vermittelte, ich sei einfach ein wenig philtrensensibel, und selbst die größten Heroen... Ich fand keine. Am Tag nach dem wundervollen LambchopKonzert, bei dem wir fast die ganze Zeit Wange an Wange der Musik gelauscht hatten, wobei ich die irrationale Angst hatte, meine Haare könnten aus Versehen in sein Philtrum geraten, nahm ich meinen ganzen Mut zusammen und sprach ihn auf ES an. Seine ausgesprochen heftige Reaktion erschreckte mich, er belegte mich mit Ausdrücken, unter denen Schnalle und Bitch noch die harmloseren waren, wobei er, wie oft im Zustand der Erregtheit, in einen mittelfränkischen Dialekt wechselte, der nur schwer verständlich war. Ich liebte ihn immer noch und so versöhnten wir uns wieder, wobei er mich dazu zwingen wollte, als Desensibilisierungstraining, wie er sagte, sein Philtrum zu küssen, ich tat es auch mit stockendem Atem, aber irgendetwas war an diesem Tag in mir gestorben. Das ging noch einige Monate so weiter, aber eines Morgens kam ich in Bad, als er sich gerade rasierte. Er hatte mich nicht bemerkt, so konzentriert war er dabei, die Stoppeln aus dem Philtrum zu schaben... Ich ging leise wieder heraus, packte eine kleine Tasche und war verschwunden, bevor er aus dem Bad zurück war.

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