eigentlich
Bewertung: 24 Punkt(e)Irgendwie sage ich oft »eigentlich«. Aber eigentlich sage ich noch öfter »irgendwie«.
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| Der erste Text | am 15.9. 1999 um 14:30:23 Uhr schrieb Tanna über eigentlich |
| Der neuste Text | am 6.1. 2026 um 08:30:52 Uhr schrieb joo über eigentlich |
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am 10.2. 2004 um 18:55:13 Uhr schrieb
am 8.9. 2004 um 16:17:23 Uhr schrieb
am 10.5. 2002 um 03:00:29 Uhr schrieb |
Irgendwie sage ich oft »eigentlich«. Aber eigentlich sage ich noch öfter »irgendwie«.
Eigentlich... heißt, wenn ich offen wäre, würde ich es direkt sagen.
Ich habe ein sehr ambivalentes Verhältnis zu Füllwörtern. Selbst benutze ich sie ab und zu gerne. Wenn mein Mitbewohner sie verwendet, dann nerven sie mich manchmal, weil sie so manche Erzählung ganz schön verkomplizieren und in die Länge ziehen. Ein auch irgendwie pralles Wort ist meiner Meinung nach Nichtsdestotrotz. Superlang und gar nicht so toll.
N
Alvar schrieb:
»Eigentlich ist eigentlich überflüssig. «
Ich meine: eigentlich nicht. Es gibt kein besseres Wort, um eine relativ schwammige Einschränkung auszudrücken. Wirklich nicht!
;-)
Eigentlich wird viel zu oft falsch verwendet.
Warum sagen so viele z.B.: »Das hätte ich eigentlich schon gestern machen wollen«, wenn sie eigentlich sagen wollen: »Das hätte ich schon gestern machen wollen«.
Die ursprüngliche Bedeutung »urspünglich« interessiert doch heute keinen mehr. Jeder ist froh, daß er ein neues Füllwort hat, daß niemanden so richtig stört - Doch dieser Niemand der bin ich...
Eigentlich impliziert immer eine gewisse Unsicherheit. Eigentlich möchte man etwas sagen, aber man tut es nicht wirklich. Was wollte ich eigentlich wirklich?
stört euch das auch so, wenn ihr etwas sagt wie: »eigentlich müßte ich ja...«, und man euch als Gegenfrage stellt: »aber uneigentlich?« ich hasse dieses wort »uneigentlich«. In Wirklichkeit gibt es das doch gar nicht. Es wirkt immer so dümmlich, wenn Leute derart phantasielos sind.
»Eigentlich« ist ein Wort, das ziemlich gut in den heutigen Zeitgeist passt. Denn bei der Multioptionalität in der wir leben, könnte man -eigentlich- auch immer etwas ganz anderes machen oder sein. Wir haben eigentlich immer die Entscheidung und können bzw. müssen zwischen so vielen Möglichekeiten wählen, so dass man schnell das Gefühl hat, »eigentlich sollte ich jetzt doch etwas ganz anderes machen.«
Wenn ich ne flappsige Bemerkung mache und jemand anders findet die zynisch, kriege ich nen
Schreck. Ich weiß nicht, was sie im andern ausgelöst hat. Weil dann ist es nicht mehr mein Flapps,
sondern schon der Zynismus im Kopf des Andern. Diese Ismen sind gefährlich oder quark, glaube
ich. Aber genau weiß ich das nicht. Mir fällt jetzt nur kein gefährlicher Quark ein. Kefir - wer hat den
getrunken? Die Hunnen. Da haben wirs, also Kefir. Wenn schon was auf 4 endet. Endet klingt blöd,
aber mündet sieht aus wie Oralsex, ne unappetitlich. Vielleicht auch nen Generationsproblem. Diese
Enkel aber auch. Was ich eigentlich sagen wollte, mit ner flappsigen Bemerkung gehts los, und dann
verhedderst du dich immer mehr, nimmst allmählich Hummerkonfiguration an, während der andere
friedlich still in sich reinkichert. Ungerecht diese Welt und am Schluß gibts dann zur Belohnung den
Kommentar, das ist alles zynisch. Versteh einer die Welt. Letztendlich ist Endorphinfreisetzung allein
noch keine Umweltverschmutzung. Und was den Säfteaustausch betrifft, muß ich noch recherchieren.
Welche Vorstellungen übernehmen wir eigentlich ungeprüft?: »Marsmännchen sind grün«, weiß Jeder. Ohne je eins gesehen zu haben.
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