eigentlich
Bewertung: 9 Punkt(e)
Alvar schrieb:
»Eigentlich ist eigentlich überflüssig. «
Ich meine: eigentlich nicht. Es gibt kein besseres Wort, um eine relativ schwammige Einschränkung auszudrücken. Wirklich nicht!
;-)
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| Der erste Text | am 15.9. 1999 um 14:30:23 Uhr schrieb Tanna über eigentlich |
| Der neuste Text | am 6.1. 2026 um 08:30:52 Uhr schrieb joo über eigentlich |
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am 5.12. 2009 um 20:51:22 Uhr schrieb
am 7.7. 2002 um 13:49:11 Uhr schrieb
am 11.9. 2002 um 17:05:51 Uhr schrieb |
Alvar schrieb:
»Eigentlich ist eigentlich überflüssig. «
Ich meine: eigentlich nicht. Es gibt kein besseres Wort, um eine relativ schwammige Einschränkung auszudrücken. Wirklich nicht!
;-)
Eigentlich... heißt, wenn ich offen wäre, würde ich es direkt sagen.
Irgendwie sage ich oft »eigentlich«. Aber eigentlich sage ich noch öfter »irgendwie«.
Eigentlich verändert dieses Wort die Welt, ohne es zu wollen. Wer weiß, daß »eigentlich« »ursprünglich« bedeutet, der fragt sich anschließend, was die vielen Menschen ausdrücken wollen, wenn sie »eigentlich« verwenden - eigentlich komisch, oder?
Wenn ich ne flappsige Bemerkung mache und jemand anders findet die zynisch, kriege ich nen
Schreck. Ich weiß nicht, was sie im andern ausgelöst hat. Weil dann ist es nicht mehr mein Flapps,
sondern schon der Zynismus im Kopf des Andern. Diese Ismen sind gefährlich oder quark, glaube
ich. Aber genau weiß ich das nicht. Mir fällt jetzt nur kein gefährlicher Quark ein. Kefir - wer hat den
getrunken? Die Hunnen. Da haben wirs, also Kefir. Wenn schon was auf 4 endet. Endet klingt blöd,
aber mündet sieht aus wie Oralsex, ne unappetitlich. Vielleicht auch nen Generationsproblem. Diese
Enkel aber auch. Was ich eigentlich sagen wollte, mit ner flappsigen Bemerkung gehts los, und dann
verhedderst du dich immer mehr, nimmst allmählich Hummerkonfiguration an, während der andere
friedlich still in sich reinkichert. Ungerecht diese Welt und am Schluß gibts dann zur Belohnung den
Kommentar, das ist alles zynisch. Versteh einer die Welt. Letztendlich ist Endorphinfreisetzung allein
noch keine Umweltverschmutzung. Und was den Säfteaustausch betrifft, muß ich noch recherchieren.
Mein Chef ist auch so ein eigentlich-Liebhaber, so heißen, er benutzt eigentlich alle Nase lang. Inzwischen gibt es eine Strichliste. Wenn wir hier bei 10x eigentlich angelangt sind, gibt es ein Eis für jeden.
Sein heutiger netter Ausspruch zu einem nicht nennenswerten Thema war: »Das ist fast mehr«. Kann ich daras schließen, daß es weniger ist?
Eigentlich wird viel zu oft falsch verwendet.
Warum sagen so viele z.B.: »Das hätte ich eigentlich schon gestern machen wollen«, wenn sie eigentlich sagen wollen: »Das hätte ich schon gestern machen wollen«.
Die ursprüngliche Bedeutung »urspünglich« interessiert doch heute keinen mehr. Jeder ist froh, daß er ein neues Füllwort hat, daß niemanden so richtig stört - Doch dieser Niemand der bin ich...
Ich habe ein sehr ambivalentes Verhältnis zu Füllwörtern. Selbst benutze ich sie ab und zu gerne. Wenn mein Mitbewohner sie verwendet, dann nerven sie mich manchmal, weil sie so manche Erzählung ganz schön verkomplizieren und in die Länge ziehen. Ein auch irgendwie pralles Wort ist meiner Meinung nach Nichtsdestotrotz. Superlang und gar nicht so toll.
N
»Eigentlich« ist ein Wort, das ziemlich gut in den heutigen Zeitgeist passt. Denn bei der Multioptionalität in der wir leben, könnte man -eigentlich- auch immer etwas ganz anderes machen oder sein. Wir haben eigentlich immer die Entscheidung und können bzw. müssen zwischen so vielen Möglichekeiten wählen, so dass man schnell das Gefühl hat, »eigentlich sollte ich jetzt doch etwas ganz anderes machen.«
Ich sehe das Wort »eigentlich« positiv, da in manchen Situationen viel Mut dazu gehört, dieses Wort zu verwenden und danach, obwohl es niemand hören will, die Wahrheit zu sagen.
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