wahnsinnig
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Ich warte, ob sich nicht die inneren Stimmen melden, die mich endgültig als einen Wahnsinnigen ausweisen würden, aber ich vernehme nichts.
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| Der erste Text | am 19.9. 2001 um 21:48:42 Uhr schrieb extrafruity über wahnsinnig |
| Der neuste Text | am 20.7. 2020 um 07:53:08 Uhr schrieb Christine über wahnsinnig |
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am 6.5. 2018 um 10:16:45 Uhr schrieb
am 2.8. 2016 um 11:30:50 Uhr schrieb
am 13.3. 2004 um 15:38:34 Uhr schrieb |
Ich warte, ob sich nicht die inneren Stimmen melden, die mich endgültig als einen Wahnsinnigen ausweisen würden, aber ich vernehme nichts.
plötzlich merke ich wie wahnsinnig viel du mir bedeutest, wie sehr ich dich vermisse, wie sehr ich deine freundschaft schätze. jetzt nach 8 monaten,in denen schluss ist. ich habe es so gewollt, dachte es wäre besser, wollte einen völlig neuen abschnitt, wollte mehr als diese kleinbürgerliche zweisamkeit, wollte raus aus der monotonie.
und du, du warst schrecklich traurig, aber niemals unfreundlich, immer für mich da in der hoffnung ich käme zurück.
für mich gab es damals kein zurück. ich konnte nicht. dachte, ich hätte abgeschlossen.
doch du, du bliebst immer da, hieltest die tür stets offen für mich. ich, ich trat manchmal ein stück ein, zog mich aber schnell wieder zurück.
deine verzweiflung war ziemlich gross, aber du gabst nicht auf, statt dir entgegen zu kommen brachte ich dir oft nur kälte entgegen um dir zu zeigen, dass ich abgeschlossen habe mit dir. nun, nach all diesen vielen vergangenen tagen, wochen, monaten begann auch für dich ein neuer abschnitt.
die zeit hat manches geheilt, auch wenn sie nicht alles völlig heilen wird.
du hast jemand neues an deiner seite, jemand der dir alles geben wird, jemand der meinen platz einnimmt, der bei dir sein darf, für den stets die tür offen steht.
und ich, ich stehe seitdem da und kann es nicht fassen. ich kann dir nichts vorwerfen, plötzlich werden mir all diese dinge bewusst, denn alles in meinem leben erinnert an dich.
plötzlich habe das gefühl durchzudrehen, würde mich am liebsten in den schnee stürtzen, mein gesicht darin vergraben und ganz laut schreien.
mein kopf ist so leer, und ich warte, warte ab, weine, warte, und hoffe wieder. vielleicht umsonst. ich weiss nur das all die ganzen jahre der freundschaft, und schliesslich die der beziehung die intensivste und schönste zeit in meinem leben war, und daran werde ich mich erinnern.
immer wieder.
über das letzte Herbstbunt war der Schnee gefallen, süß zuckrig glänzte er dramatisch, und sagte doch nichts. Die beiden Hauptpersonen standen jeweils an einem anderen Ende der Stadt in einem jeweils anderen Zimmer herum, mit weißen, schweigenden Wänden drumm herum, und auf eine Art waren sie wirklich dumm, denn sie hatten sich viel zu sehr von ihrer Umgebung beeinflussen lassen.
Karl Friedrich Canstatt (1841):
»Man beobachtet bei vielen Individuen, die man noch nicht geradezu geisteskrank nennen kann, einen solchen Hochstand der psychischen Erregung, dass es nur eines geringen Anlasses bedarf, damit wirkliche Alienation entstehe. Wir nennen dies die psychische Vulnerabilität, und die meisten Gelegenheitsursachen, welche die Geisteskrankheit ins Dasein rufen, finden bereits diese Prädisposition vor.«
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