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Richard Österreicher schrieb am 11.11. 2005 um 17:27:07 Uhr über

Sicherheit

Das Bedürfnis nach Sicherheit

S.93 OSHO

Das Bedürfnis nach Sicherheit

Es gibt keine sichere Beziehung. Beziehungen können von Natur aus nicht sicher sein, und wenn eine Beziehung sicher scheint, verliert sie auf die Dauer jede Anziehungskraft. Das ist also ein Problem mit dem Verstand. Wenn man eine Beziehung genießen möchte, muß sie unsicher sein. Wenn man sie vollkommen sicher macht, absolut sicher, kann man sie nicht mehr genießendann verliert sie ihren ganzen Charme, ihre Attraktivität. Der Verstand ist weder mit dem einen noch mit dem anderen jemals zufrieden, - also befindet er sich immer im Konflikt und im Chaos. Er möchte eine Beziehung die gleichzeitig lebendig und sicher ist, doch das ist unmöglich, weil ein lebendiger Mensch, und eine lebendige Beziehung und überhaupt alles Lebendige unvorhersehbar ist, und unvorhersehbar sein muss!
Was im nächsten Augenblick geschieht lässt sich nicht voraussagen.
Und weil es nicht vorhersehbar ist, wird der Augenblick intensiv!

Man muss diesen Augenblick so total wie möglich leben, weil der nächste Augenblick vielleicht niemals kommt.
Du bist dann vielleicht gar nicht mehr da; der andere ist vielleicht nicht mehr da. Oder ihr seid beide da, doch die Beziehung ist nicht mehr. Alle Möglichkeiten sind offen. Die Zukunft ist immer offen, die Vergangenheit ist immer abgeschlossen. Und zwischen den Beiden steht die Gegenwart, ein einziger Augenblick der Gegenwart, zitternd und schwankend. Doch so ist das Leben. Das Zittern und Schwanken sind Teile des Lebendigseins – das Zögern, das Verschwommene, das Unklare.
Die Vergangenheit ist abgeschlossen. Alles ist geschehen, und nun lässt sich nichts mehr verändern, alles ist absolut vollkommen abgeschlossen.
Die Zukunft ist vollkommen offen, nichts lässt sich vorhersagen. Und zwischen den beiden steht die Gegenwart, mit einem Fuß in der Vergangenheit und einem Fuß in der Zukunft.
Deshalb befindet sich der Verstand immer im gespaltenen Zustand. Er ist immer gespalten, ist immer schizophren.
Man muss verstehen, dass die Dinge einfach so sind und dass sich daran nichts ändern lässt. Wenn man eine wirklich sichere Beziehung möchte, muss man einen toten Menschen lieben; doch dann kann man die Beziehung nicht genießen. Das ist es, was aus einem Geliebten wird, wenn er zum Ehemann wirdein Ehemann ist ein (fast) toter Geliebter, eine Ehefrau eine (fast) tote Geliebte. Die Vergangenheit ist allumfassend geworden und nun entscheidet die Vergangenheit über die Zukunft. Tatsächlich hat man keine Zukunft mehr, wenn man eine Ehefrau istdie Vergangenheit wird sich einfach nur ewig wiederholen, alle Türen sind verschlossen. Wenn man ein Ehemann ist hat man keine Zukunft mehr; man ist eingeschlossen in einem Gefängnis.
Ihr sucht also ständig nach Sicherheit, doch wenn ihr sie gefunden habt, langweilt sie euch. Schaut euch die Gesichter von Ehemännern und Ehefrauen an. Sie haben scheinbare Sicherheit gefundendie viel gesuchte geehrte Sicherheit -, und jetzt liegt alles auf ihrem Konto, und Recht und Gesetz und Polizei sorgen dafür, dass alles sicher ist. Doch damit ist der ganze Charme, die ganze Poesie verloren gegangen; es gibt kaum mehr Romantik. Jetzt sind sie tote Lebendigesie wiederholen einfach nur die Vergangenheit, sie leben Erinnerungen.

Hört einmal Ehemännern und Ehefrauen zu, wenn sie sich unterhalten. Die Frau beklagt sich dauernd, dass der Mann sie nicht mehr so lieben würde wie früher, und sie reden ständig nur über vergangene Ereignisse. Was für ein Unsinn! Sie sind doch schließlich immer noch lebendig. Dieser Augenblick könnte wie Flitterwoche sein!!! Dieser Augenblick könnte gelebt werden, doch sie sprechen über die Vergangenheit und versuchen sie wieder zu holen.
Sicherheit ist niemals befriedigendund in Unsicherheit ist immer die Angst da, Angst, dass die Beziehung sich auflösen könnte. Doch das gehört zum Lebendigsein. Alles kann sich auflösen, nichts ist sicher, und das ist der Grund warum alles so schön ist. Und das ist der Grund, warum man nicht auch nur einen einzigen Augenblick aufschieben solltewenn du jemanden lieben möchtest, liebe ihn hier und jetzt! Liebe Ihn.

Denn niemand weiß, was im nächsten Augenblick geschieht. Im nächsten Augenblick gibt es vielleicht keine Möglichkeit mehr zu lieben, und dann wirst du es das ganze Leben lang bereuen, Du hättet lieben können, du hättest leben können. Dann ist der Mensch von Reue erfüllt, von Reue und tiefen Schuldgefühl, so als hätte es Selbstmord begangen.

Das Leben ist unsicher. Niemand kann es sicher machen!
Es gibt keine Möglichkeit, es sicher zu machen. Und es ist gut, dass niemand es sicher machen kann, denn sonst wäre es tot.
Das Leben ist zerbrechlich, empfindlich und es bewegt sich immer ins Unbekannte; das ist seine Schönheit!
Man muss mutig sein, abendteuerlustig!
Man muss ein Spieler sein um sich im Leben zu bewegen. Sei ein Spieler. Lebe diesen Augenblick, und lebe ihn total! Wenn der nächste Augenblick kommt, werden wir weiter sehenDer Link zu mir:(http://www.pixelmania.at/user/newways/index.php?z=43388)


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