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wuming schrieb am 26.2. 2010 um 05:52:26 Uhr über

Schriftstellerin


Anne Duden (* 1. Januar 1942 in Oldenburg) ist eine deutsche Schriftstellerin.

Inhaltsverzeichnis [Verbergen]
1 Leben
2 Werke
2.1 Übersetzungen
3 Literatur
4 Weblinks


Leben [Bearbeiten]
Anne Duden wuchs bis 1944 in Berlin auf, danach in Ilsenburg (Harz). 1953 übersiedelte ihre Familie in die Bundesrepublik. Anne Duden machte ihr Abitur in Oldenburg und arbeitete als Buchhändlerin in Berlin. Ab 1964 studierte sie Germanistik, Soziologie und Philosophie an der Freien Universität Berlin.

1972 wurde sie Mitarbeiterin des Wagenbach-Verlags; als sich von diesem im darauffolgenden Jahr der Rotbuch Verlag abspaltete, gehörte sie zu den Mitbegründern. Seit 1978 lebt sie als freie Schriftstellerin in London und Berlin. 1987 war sie Gastprofessorin für Literaturwissenschaft an der Universität Hamburg, 1995/1996 hielt sie Poetikvorlesungen an der Universität Paderborn, 1996/1997 an der Universität Zürich.

Anne Duden ist Verfasserin von Lyrik und Prosa, in denen es immer wieder um extreme Erfahrungen wie Gewalt, Schmerz, Angst, Verzweiflung und die Qual des Daseins geht. Sie bedient sich dabei zwar einer kühlen Darstellungsweise, aber auch einer sehr eigenwilligen, sperrigen Sprache; charakteristisch für den Stil der Autorin sind zahlreiche Neologismen.

Anne Duden erhielt u.a. folgende Auszeichnungen: 1986 den Kranichsteiner Literaturpreis, 1995 den Floriana Literaturpreis St. Florian (Österreich), 1996 den Preis der Literatour Nord, den Marburger Literaturpreis und den Dedalus-Preis für Neue Literatur, 1998 den Berliner Literaturpreis, 1999 den Kunstpreis des Landes Niedersachsen für Literatur, 1999/2000 Stipendiatin des Internationalen Künstlerhauses Villa Concordia in Bamberg, 2000 den Großen Literaturpreis der Bayerischen Akademie der Schönen Künste und 2003 den Heinrich-Böll-Preis.

1987 hatte sie an der Universität Hamburg eine Gastprofessur für Literaturwissenschaft inne, 1995/96 an der Universität Paderborn und 1996/97 eine Gastdozentur mit Poetik-Vorlesung an der Universität Zürich.

Werke [Bearbeiten]
Übergang, Berlin 1982
Das Judasschaf, Berlin 1985
Steinschlag, Köln 1993
Wimpertier, Köln 1995
Der wunde Punkt im Alphabet, Hamburg 1995
Zungengewahrsam oder Der uferlose Mund des schreienden Schweigens, Paderborn 1996
Lobreden auf den poetischen Satz, Göttingen 1998 (zusammen mit Robert Gernhardt und Peter Waterhouse)
Hingegend, Lüneburg 1999, ISBN 978-3-933156-49-5.
Zungengewahrsam, Köln 1999
Heimaten, Göttingen 2001 (zusammen mit Lutz Seiler und Farhad Showghi)
Übersetzungen [Bearbeiten]
Izaak Mansk: Rotkapuze, Düsseldorf 1985 (übersetzt zusammen mit Erich Fried)
Literatur [Bearbeiten]
Suzanne Greuner: Schmerzton, Hamburg [u.a.] 1990
Christine Kanz: »Und wieder die Angst«. Zur Darstellung psychischer Phänomene in Texten von Ingeborg Bachmann, Anne Duden, Monika Maron und Maria Erlenberger. In: SCRIPT (1995) 7, S. 1419.
Susanne Baackmann: Erklär mir Liebe, Hamburg [u.a.] 1995
Christine Kanz: Wissenschaftskritik und Geschlechterdifferenz in Texten von Monika Maron, Ingeborg Bachmann, Christa Wolf und Anne Duden. In: Christine Kanz (Hg.): Gegenwelten. Zur Geschlechterdifferenz in den Kulturwissenschaften. Bamberg 1997 (= Fußnoten zur Literatur 42), S. 79–94.
Franziska Frei Gerlach: Schrift und Geschlecht, Berlin 1998
Christine Kanz: Angst und Geschlechterdifferenzen, Stuttgart [u.a.] 1999
Anne-Kathrin Reulecke: Bildlektüre als > Dialektisches Bild < . Anne Dudens ' Das Judenschaf ' In: Dies.: Geschriebene Bilder. Zum Kunst- und Mediendiskurs in der Gegenwartsliteratur, Wilhelm Fink Verlag, München 2002, S. 238 - 268. ISBN 3-7705-3678-9
Stephanie Bird: Women writers and national identity, Cambridge [u.a.] 2003
Heike Bartel (Hrsg.): Anne Duden, a revolution of words, Amsterdam [u.a.] 2003
Weblinks [Bearbeiten]
Literatur von und über Anne Duden im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek (Datensatz zu Anne Duden • PICA-Datensatz • Apper-Personensuche)
http://www.eo-bamberg.de/eob/dcms/sites/concordia/kuenstler/literatur/ehemalige/duden_anne.html
Normdaten: Personennamendatei (PND): 118922335 | Library of Congress Control Number (LCCN): n 85141106 | Virtual International Authority File (VIAF): 92983257
Personendaten
NAME Duden, Anne
KURZBESCHREIBUNG deutsche Schriftstellerin
GEBURTSDATUM 1. Januar 1942
GEBURTSORT Oldenburg

Vonhttp://de.wikipedia.org/wiki/Anne_Duden“
Kategorien: Autor | Literatur (20. Jahrhundert) | Literatur (Deutsch) | Lyrik | Frau | Deutscher | Person (Oldenburg) | Geboren 1942 | Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung | Hochschullehrer (Universität Paderborn)


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