Bewußtsein
Bewertung: 5 Punkt(e)Das Bewußtsein ist kein Ding, sondern ein Prozeß. Buckminster Fuller erkannte dies instinktiv, als er seinen berühmten (aber kaum verstandenen) Ausspruch tat: »Ich scheine ein Verb zu sein.«
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| Der erste Text | am 28.2. 2000 um 21:17:26 Uhr schrieb krkl über Bewußtsein |
| Der neuste Text | am 5.2. 2026 um 12:20:35 Uhr schrieb Schmidt‘s Mutter über Bewußtsein |
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am 13.1. 2008 um 10:04:01 Uhr schrieb
am 2.9. 2010 um 11:56:21 Uhr schrieb
am 27.2. 2013 um 19:17:10 Uhr schrieb |
Das Bewußtsein ist kein Ding, sondern ein Prozeß. Buckminster Fuller erkannte dies instinktiv, als er seinen berühmten (aber kaum verstandenen) Ausspruch tat: »Ich scheine ein Verb zu sein.«
Bewußtsein kann nicht an Materie gebunden sein, zu diesem Schluß bin ich gekommen. Warum? Nun, wir alle bestehen doch aus unendlich vielen verschiedenen Atomen und aus damit wiederum aufgebauten Molekülen. Diese Moleküle formieren unsere Zellen, unsere Organge, Gefäße, Adern, Hirn, Haare und... Und alle diese Körperteile eines Menschen unterstehen von Anfang an einem dauerhaften Wandel. Zellen sterben, Zellen entstehen. Tote Zellen werden »ausgeschieden«, vom Körper verwertet. Neue Zellen entstehen vorwiegend durch »neue« Materie, die wir durch Nahrung aufnehmen. So ist es doch logisch, daß wir heute nicht mehr exakt der Mensch sind, der wir z. B. vor 10 Jahren waren. In der Zwischenzeit ist unser Körper mehrfach einer Erneuerung »unterlegen«. Doch unsere Bewußtsein, das »ICH«, ist immer noch das Selbe, was es von Anfang an war. Sicher - das Ich-Bewußtsein entsteht auch nicht unmittelbar nach der Geburt. Und es verändert sich wohl auch. Aber »ich« bin mir doch permanent »bewußt«, daß ich »ich« bin. Mir scheint es, als wäre das Bewußtsein eine unsichtbare Kraft, die zwischen den Atomen unseres Körpers im Zusammenspiel der chemischen Prozesse agiert. Vielleicht ist es die Seele.
Ist Religion nützlich, da sie dem Menschen Halt und endgültigen Sinn gibt?
Es ist richtig, daß viele Gläubige dies so empfinden. Dies liegt in der Struktur des menschlichen Bewußtseins begründet.
Den endgültigen Sinn gibt die Religion allerdings nur scheinbar, indem sie Sinnfragen auf das Objekt ihres Glaubens (Gott) projiziert. Dieses selbst bedarf angeblich keiner weiteren Erklärung, denn es sei offenbart oder stehe außerhalb der menschlichen Erfassungshorizonts.
Abgesehen von ecclesiogenen Neurosen, sowie oft auf Kosten Andersgläubiger, ist es richtig, daß die Religion den Glaubenden Halt gibt. Gemeinsame Rituale, die Geschlossenheit des Denksystems und die Elitarität der Religion verhindern Zweifel und schaffen ein Hochgefühl, zu den Auserwählten zu gehören.
Bleibe standhaft!
Lass Dich nicht von den Verlockungen der Subjektivität einfangen.
Bleibe objektiv.
Aber:
Objektivität kann ein Teil der Subjektivität sein. Denn Du hast einen Selbsterhaltungstrieb. Wenn Du dich jetzt subjektiv für etwas entscheidest, dann handelst Du nach Deinem Trieb objektiv - allerdings nur in diesem System.
Vertraue Deiner Intuition - was für dich in kleinem Maßstab richtig scheint, wird richtig sein, in größerem Maßstab kann es jedoch nicht stimmen.
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