Anzahl Assoziationen zu diesem Stichwort (einige Beispiele folgen unten) 140, davon 135 (96,43%) mit einer Bewertung über dem eingestellten Schwellwert (-3) und 38 positiv bewertete (27,14%)
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Siehe auch:
positiv bewertete Texte
Der erste Text am 23.5. 1999 um 23:10:02 Uhr schrieb
Dragan über Müll
Der neuste Text am 18.5. 2021 um 17:49:22 Uhr schrieb
Peter Xaxig über Müll
Einige noch nie bewertete Texte
(insgesamt: 66)

am 27.3. 2013 um 00:21:06 Uhr schrieb
Bettina Beispiel über Müll

am 17.8. 2018 um 17:56:20 Uhr schrieb
Christine über Müll

am 31.8. 2007 um 20:58:02 Uhr schrieb
tullipan über Müll

Einige überdurchschnittlich positiv bewertete

Assoziationen zu »Müll«

Dragan schrieb am 23.5. 1999 um 23:10:02 Uhr zu

Müll

Bewertung: 9 Punkt(e)

Müll ist etwas geheimnisvolles. Es gibt einige Mythen über den Müll, meist neuere, die etwas mit seiner Allgegenwart zu tun haben.

Als einfachstes Beispiel sei Oskar aus der Tonne erwähnt. Niemand würde sich die Mühe machen, den Müll in der Mülltonne zu durchwühlen, es ist ja schon schlimm genug, die oberste Schicht zu riechen. Also könnte sich darunter so ziemlich alles verbergen. Eben auch ein pelziges Monster, das Oskar heißt.

Dann gibt es noch Mythen von anderen Monstern, für eine ältere Zielgruppe. Dabei entstehen im Müll durch chemische Reaktionen aus harmlosen Salamandern, Fröschen oder Vergißmeinnicht Trampel wie Godzilla und Biolante, die der gesamten Menschheit den Garaus machen wollen.

Weiterhin bekannt ist die Geschichte vom Müll, der höchst selbst zu miefendem Leben erwacht und kein Tier mehr benötigt, das zu etwas schlimmen mutiert. Der Müll läuft einfach selbst los und macht Sachen kaputt.

Dragan schrieb am 30.5. 1999 um 19:17:24 Uhr zu

Müll

Bewertung: 4 Punkt(e)

Müll sortieren ist ein wunderbares Hobby. PE hier rein, PP dort hin, PS in den Eimer ... Für jedes Lebensmittel gibt es eine genau abgestimmte Plastik-Sorte.

Also PE, das sind durchsichtige und eher weiche Plastikfolien. Klorollen oder Tempo-Taschentücher sind meist in PE-Folie eingewickelt. Dann gibt es noch härteres PE, daraus sind Shampoo-Flaschen oder dergleichen gemacht. Diese sind dann nicht zwingend durchsichtig, in dieser Form gibt es PE scheinbar in allen Farben.

Durchsichtige Folien, die eher störrisch sind und knistern, sind meistens aus PP. Pasta ist fast immer in PP-Folie verpackt, auch manche Süßigkeiten wie Rafaello oder so. Diese komische durchsichtigen Plastikschalen, in denen Erdbeeren drin sind, sind auch aus PP. PP fühlt sich insgesamt härter und störrischer an als PE. Allerdinx hab ich auch schon eine ziemlich flexible Margarine-Dose aus PP gesehen.

PS ist ganz einfach zu erkennen: Das sind die Joghurt-Becher. Daraus kann man sich auch lustige Sachen bauen, zum Beispiel ein Schnurtelefon oder eine Mondbasis für Lego-Figuren. Allerdings bekommt das Zeug relativ leicht Risse. Macht aber nichts, weil hier geht es schließlich um Müll. PS ist insgesamt am einfachsten zu handzuhaben. Da muß nur noch der Aluminium-Deckel heruntergerissen werden und ab damit in den PS-Eimer.

Freddy schrieb am 15.9. 2001 um 17:21:14 Uhr zu

Müll

Bewertung: 3 Punkt(e)

Zeig mir deinen Müll und ich sag dir wer du bist-
Viele pizzaschachteln, ein paar konservendosen und ein paar Zeitschriften?
Du bist Student, männlich, lebst alleine oder in einer WG, eher der Faule Typ
Backzutaten(Eier, Mehl usw.), Kosmetika, mehrere Ausgaben von »Das neue Blatt« und diversen Fersehzeitschriften?
Du bist eine Oma, weiblich, lebst alleine oder noch mit deinem Mann und backst gerne für deine Enkel die deine Tochter ständig vorbeibringt.
Ein paar resbestände an Pestiziden, mehrere hundert Kühe?
Du bist Landwirt/in, lebst in einer grossen Familie, bei deinen Kühen wurde BSE festgestellt,
du musstest sie für einen Spottpreis an den Staat verkaufen, nun ist eure Zukunft gefährdet *g*

no use for a name schrieb am 28.1. 2001 um 19:37:05 Uhr zu

Müll

Bewertung: 1 Punkt(e)

Müll sammelt sich an.
In Jacken und Hosentaschen, in Rucksäcken, auf Tischen, auf dem Boden,
in Schränken, wo der Müll häufig nicht als solcher auffällt, in Kellern und auf Dachböden, in Sofaritzen, in einer Schachtel,
in Tüten, die selber Müll sind, in Staubsaugern,
irgendwann dann in Mülleimern und Tonnen,
im Gelben Sack und im Altpapier, in großen, orangen Müllautos, und schließlich auf der Deponie :
der zerissene Liebesbrief, das Papier vom Lolli des Mädchens, an das er gerichtet war,
die Kinokarte, die ihr Freund ihr kaufte, die Tüte vom Lieblingsplattenladen seines großen Bruders, die alten Hausschuhe seiner Mutter,
die kaputte Handtasche von deren Tante...

blubb schrieb am 11.1. 2001 um 13:35:19 Uhr zu

Müll

Bewertung: 1 Punkt(e)

In der Royal Academy of Arts in London gibt's grade eine recht nette Ausstellung: Apocalypse. Beauty and Horror in Contemporary Art.
Da gibt's auch eine Installation, die aus einem Müllhaufen besteht. Der Müll kommt vom letzten Glastonbury-Festival. Die Spitze des Müllhaufens wird mit einem Spot angestrahlt, und mensch kann an der Wand den Schatten sehen, der dadurch erzeugt wird. Und siehe da, da kann mensch dann ein Pärchen sehen, daß sich umarmt.

Hat mir ganz gut gefallen.

Schmidt, Matthias schrieb am 15.8. 2016 um 13:14:56 Uhr zu

Müll

Bewertung: 1 Punkt(e)

Mein Name ist Matthias Schmidt. Ich wohne in 65396 Oberwalluf in einer Zweizimmerwohnung mit Bad ohne Balkon über der Ortsfeuerwehr. Dort wurde ich vom sozialpsychiatrischen Dienst eingewiesen nach mehrmonatiger Obdachlosigkeit.

Zur Zeit befinde ich mich bei Verwandten in München wo ich auf eine Darm-OP warte.

Ich wohne nun seit zehn Jahren in Oberwalluf ohne Telefon und ohne Postbriefkasten, weil ich mich nicht darum gekümmert habe und weil offizielle Post mir noch immer Angst macht.

Meine psychotische Erkrankung begann 1989 kurz vor dem Mauerfall in Zusammenhang mit Drogenkonsum.
Mein Vater starb am 4. September 1989 in Frankreich auf einer Urlaubsreise in dem kleinen Ort namens Corps nach einem Abendmahl. Er lief blau an, sagte, ich atme Luft, bekomme aber keine Luft und erstickte im Hotelbett. Mutter flüchtete nach unten zur Rezeption und als sie wieder hochkam war er tot.


Ich spekulierte einen unnatürlichen Tod (Essensvergiftung durch den Wirt für den ungeliebten Deutschen der fröhlich zechte) und wollte eine Obduktion. Mein Vater war in Walluf sehr bekannt und für die deutsch-französische Verschwisterung zuständig (deren Alterspräsident). Wie gesagt, er hatte zwei Jahre zu Kriegsende als siebzehnjähriger junger Mann der gerade beide Eltern durch einen amerikanischen Bombenabwurf auf einen Personenzug verloren hatte, diese französische Ersatzfamilie gefunden die ihn wie einen Sohn behandelten. Es waren einfache religiöse Melonenbauern zu denen er bis zu seinem Tod regelmäßigen mindestens jährlichen Kontakt pflegte (Briefe und jährlichen Besuch) und ich hatte als junger Student 1980 eine Enkeltochter aus genau jener Familie geheiratet. Die Ehe ging eben auch just zum Zeitpunkt des Todes meines Vaters auseinander, unter dramatischen Umständen, ich sei verrückt und solle mich ihr nie mehr nähern.
Das ganze Dorf hielt mich für verrückt ebenso der Rest meiner Familie nur weil ich Geschichten über eine mögliche Beteiligung Vaters an geheimen Verpflichtungserklärungen gegenüber den alliierten Behörden nach dem Krieg zusammenphantasierte. Und weil ich ihnen vorwarf ihn einfach ohne Obduktion verbuddelt zu haben. Es ging sogar soweit, das ich eine Graböffnung wollte weil ich später vermutete er läge dort nicht drin, man habe ihn mit einem Gift in eine
Todesstarre versetzt und für politische Zwecke entführt, ich sah ihn dann in allen möglichen Fernsehbildern wieder, abgemagert, als Präsident des deutsch-französischen Jugendwerks etwa, oder er begegnete mir als gebrechlicher alter Mann irgendwo in Wiesbaden auf der Straße. Ich weis, es spricht nicht für meine klare geistige Verfassung wenn ich so manchen alten Mann lange angestarrt habe, ihn eine Zeit verfolgt habe um zu sehen wohin er geht, ich bin fast gestorben vor schlechtem Gewissen, ihn nun hier, aus der Alliiertenhaft entlassen, wahrscheinlich mit Pharmaka entpersönlicht, in der Stadt alleine zu lassen und wieder in meine Hütte wohnen und leben zu fahren.

Ich merke, ich bekomme die gesamte Geschichte immer noch nicht so ganz souverän auf die Reihe.
Jedenfalls, in diesem Dorf in dem ich wohne bin ich ziemlich isoliert seit dieser Geschichte.
Sie haben sogar einen Kiesplatz in der Nähe des Rheinufers nach meinem Vater benannt ganz kurz nach seinem Tod. Dort treffen sie sich zum Boulespiel und bemängeln manchmal ich käme nicht mit, ich würde mich ja selbst isolieren, ich kann bei dieser Mannschaft nicht mitmachen, wie sie lachen und ihren Rotwein dazu trinken und nie über Verrücktheiten oder auch nicht reden wollen, in mir nagt das manchmal noch immer.

Marcel sagt, ich muß mir einen gesunden Sarkasmus zulegen was die nun beginnenden Schwächen des Alterns betrifft.
Ich konnte nur mit Inge über all das reden, und nun redet auch sie seit nun dreieinhalb Jahren nicht mehr mit mir. Sie war die Einzige die meine Version der Dinge wenigstens nicht kategorisch verwarf.

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