Einige überdurchschnittlich positiv bewertete
Assoziationen zu »Traurigkeit«
Marco schrieb am 29.12. 1999 um 15:40:37 Uhr zu
Bewertung: 3 Punkt(e)
In großen und ganzen und für die Allgemeinheit gültig ist Traurigkeit sicherlich notwendig. Warum nun aber scheint es für manche Menschen nur Traurigkeit zu geben ? Geplagt von Schicksalsschlägen scheint es für sie als wenn sie gelegentliche Glücksphasen brauchen, damit, sobald ihr normales Unglück wieder rachevoll zurückkehrt, sie es auch erkennen. Es geht ihnen zeitweise gut, damit sie in den Phasen der Traurigkeit auch mächtig leiden. Ok, ich gebe zu, ich bin manisch depressiv, und dem aufmerksamen Leser hätte es auch auffallen können. Zeiten der himmelhohen Freude wertden abgelöst von Phasen fast selbstzerstörerischer Traurigkeit. Die Verzweiflung, die in diesen Tagen wieder mal von mir Besitz ergreifen wird, teils Weltschmerz, teils Selbstmitleid, droht mich wieder mal zu verschlingen.
Es tut mir leid....
Quickie schrieb am 13.3. 2006 um 22:22:32 Uhr zu
Bewertung: 1 Punkt(e)
Ja, ich bin traurig. Warum? Wozu? Fragt mich nicht. Nein, fragt mich doch! Unbedingt! Und wenn Ihrs nicht tut, dann tue ich es! Also, Quickie, warum bist Du traurig? Ich bin traurig, weil ich mich am Leben gehindert fühle. Durch wen, durch was? Durch mich selbst. Warum lebe ich nicht einfach? Weil das schwierig ist. Aber Schwierigkeiten sind doch Herausforderungen und die kann man überwinden, bewältigen! Und dann fühlt man sich anschließend gut! Ja, so will ich es sehen. Morgen ist ein neuer Tag. Und der wird sau schwierig. Sau schwierig. Je schwieriger er wird, desto mehr ist er Herausforderung. Und je mehr er Herausforderung wird, desto mehr Chance bietet er mir, dass ich was neues Lerne, neue Erfahrungen mache, neues entdecke. Klingt gut. Aber glaub ich dran? Einreden kann man sich leicht und schnell was. Aber bis aus einem guten Gedanken, den man sich eingeredet hat auch passende Gefühle und passende Handlungen und Erfahrungen werden - das kann dauern. --- Geduld!
Catwoman schrieb am 29.2. 2004 um 09:26:52 Uhr zu
Bewertung: 1 Punkt(e)
Es war einmal eine kleine Frau, die den staubigen Feldweg entlang kam. Sie war wohl schon recht alt, doch ihr Gang war leicht und ihr Lächeln hatte den frischen Glanz eines unbekümmerten Mädchens. Bei einer zusammengekauerten Gestalt blieb sie stehen und sah hinunter. Sie konnte nicht viel erkennen. Das Wesen, das da im Staub des Weges saß, schien fast körperlos. Es erinnerte an eine graue Flanelldecke mit menschlichen Konturen. Die kleine Frau bückte sich ein wenig und fragte: »Wer bist du?« Zwei fast leblose Augen blickten müde auf. »Ich? Ich bin die Traurigkeit«, flüsterte die Stimme stockend und so leise, dass sie kaum zu hören war. »Ach die Traurigkeit!« rief die kleine Frau erfreut, als würde sie eine alte Bekannte begrüßen. »Du kennst mich?« fragte die Traurigkeit misstrauisch. »Natürlich kenne ich dich! Immer wieder einmal hast du mich ein Stück des Weges begleitet.« »Ja, aber...«, argwöhnte die Traurigkeit, »warum flüchtest du dann nicht vor mir? Hast du denn keine Angst? «Warum sollte ich vor dir davonlaufen, meine Liebe? Du weißt doch selbst nur zu gut, dass du jeden Flüchtigen einholst.
Aber, was ich dich fragen will: Warum siehst du so mutlos aus?» «Ich... ich bin traurig», antwortete die graue Gestalt mit brüchiger Stimme. Die kleine, alte Frau setzte sich zu ihr. «Traurig bist du also», sagte sie und nickte verständnisvoll mit dem Kopf. «Erzähl mir doch, was dich so bedrückt.» Die Traurigkeit seufzte tief. Sollte ihr dieses Mal wirklich jemand zuhören wollen? Wie oft hatte sie sich das schon gewünscht. «Ach, weißt du», begann sie zögernd und äußerst verwundert, « es ist so, dass mich einfach niemand mag. Es ist nun mal meine Bestimmung, unter die Menschen zu gehen und für eine gewisse Zeit bei ihnen zu verweilen. Aber wenn ich zu ihnen komme, schrecken sie zurück. Sie fürchten mich und meiden mich wie die Pest.» Die Traurigkeit schluckte schwer. «Sie haben Sätze erfunden, mit denen sie mich bannen wollen.
Sie sagen: Papperlapapp, das Leben ist heiter. Und ihr falsches Lachen führt zu Magenkrämpfen und Atemnot. Sie sagen: Gelobt sei, was hart macht. Und dann bekommen sie Herzschmerzen. Sie sagen: Man muss sich zusammenreißen. Und sie spüren das Reißen in den Schultern und im Rücken. Sie sagen: Nur Schwächlinge weinen. Und die aufgestauten Tränen sprengen fast ihre Köpfe. Oder aber sie betäuben sich mit Alkohol und Drogen, damit sie mich nicht fühlen müssen. »Oh ja«, bestätigte die alte Frau, »solche Menschen sind mir schon oft begegnet. Die Traurigkeit sank noch ein wenig mehr in sich zusammen. «Und dabei will ich den Menschen doch nur helfen. Wenn ich ganz nah bei ihnen bin, können sie sich selbst begegnen. Ich helfe ihnen, ein Nest zu bauen, um ihre Wunden zu pflegen.
Wer traurig ist, hat eine besonders dünne Haut. Manches Leid bricht auf wie eine schlecht verheilte Wunde und das tut sehr weh. Aber nur, wer die Trauer zulässt und all die ungeweinten Tränen weint, kann seine Wunden wirklich heilen. Doch die Menschen wollen gar nicht, dass ich ihnen dabei helfe. Stattdessen schminken sie sich ein grelles Lachen über ihre Narben. Oder sie legen sich einen dicken Panzer aus Bitterkeit zu.» Die Traurigkeit schwieg. Ihr Weinen war erst schwach, dann stärker und schließlich ganz verzweifelt. Die kleine, alte Frau nahm die zusammengesunkene Gestalt tröstend in ihre Arme. Wie weich und sanft sie sich anfühlt, dachte sie und streichelte zärtlich das zitternde Bündel. «Weine nur, Traurigkeit», flüsterte sie liebevoll, «ruh dich aus, damit du wieder Kraft sammeln kannst. Du sollst von nun an nicht mehr alleine wandern. Ich werde dich begleiten, damit die Mutlosigkeit nicht noch mehr an Macht gewinnt.» Die Traurigkeit hörte auf zu weinen. Sie richtete sich auf und betrachtete erstaunt ihre neue Gefährtin. «Aber... aber wer bist du eigentlich?» «Ich?" sagte die kleine, alte Frau schmunzelnd und dann lächelte sie wieder so unbekümmert wie ein kleines Mädchen.
»Ich bin die Hoffnung.«
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