obdachlos
Bewertung: 6 Punkt(e)
- warm bei dir
- hm
- mir ist kalt
- erzähle
- vielleicht
wann ist eine schwelle niedrig?
und für wen wird sie das?
für den, der dich braucht, oder
für dich, weil er dich braucht?
| Anzahl Assoziationen zu diesem Stichwort (einige Beispiele folgen unten) | 84, davon 84 (100,00%) mit einer Bewertung über dem eingestellten Schwellwert (-3) und 25 positiv bewertete (29,76%) |
| Durchschnittliche Textlänge | 294 Zeichen |
| Durchschnittliche Bewertung | 0,452 Punkte, 53 Texte unbewertet. Siehe auch: positiv bewertete Texte |
| Der erste Text | am 18.10. 1999 um 21:06:28 Uhr schrieb wuzi über obdachlos |
| Der neuste Text | am 30.7. 2024 um 05:53:28 Uhr schrieb gerhard über obdachlos |
| Einige noch nie bewertete Texte (insgesamt: 53) |
am 23.1. 2006 um 14:45:50 Uhr schrieb
am 11.3. 2011 um 18:28:40 Uhr schrieb
am 22.1. 2003 um 17:11:40 Uhr schrieb |
- warm bei dir
- hm
- mir ist kalt
- erzähle
- vielleicht
wann ist eine schwelle niedrig?
und für wen wird sie das?
für den, der dich braucht, oder
für dich, weil er dich braucht?
heute, in unserer sogenannten »Wohlstandsgesellschaft« werden immer mehr Menschen obdachlos. Die einen durch Krieg und Naturkatastrophen, die anderen weil sie unverschuldet in eine Situation geraten aus der sie nicht mehr herauskommen. Sei es durch Scheidung -einer ist dabei immer Verlierer - oder dass der kleine Betrieb zugrunde geht weil er von den grossen Betrieben aufgefressen wird. Die anderen Obdachlosen sind entweder mit dem Gesetz in Konflikt gekommen und mußten eine Haftstrafe verbüßen, oder sie sind alkohol- oder drogenabhängig.Und so greift ein Zahnrädchen ins andere. Wenn man dann in dem Schlamassel drinnen ist, hat man fast keine Chance da wieder herauszukommen. Und je tiefer man sinkt um so gleichgültiger wird man. Man verliert sein letztes bißchen Stolz und Würde. Für einen Aussenstehenden ist es leicht wenn man solche Leute sieht, zu sagen selbst schuld. Wen interessiert schon die Hintergrundgeschichte. Ist einer einmal so tief gesunken wird er schon pauschal als Taugenichts abgestemptelt.
Gestern ging ich durch die Stadt. Es sprach mich ein junger Mensch an. Ich schätzte ihn auf 17. Er bat mich um Geld. Ich bat ihn mir seine Geschichte zu erzählen. Er flüchtete vor seinem Elternhaus. Sein Vater ist öfters betrunken und schlug seine Mutter und ihn. Die Schwester ist bereits ausgezogen. Er hielt es nicht mehr aus und ist bereit auf die Straße zu gehen. Am Bahnhof mag er noch nicht schlafen. Sozialarbeitergespräche hatte er schon hinter sich. Obdachlos werden - vor dem hat er Angst. Genauso zu werden, wie die Ausgestossenen, nicht mehr dazugehören, weg von der Normalität. Angst vor den Konsequenzen des Lebens auf der Straße. Eine Nacht konnte er noch bei einer alten Frau schlafen, und heute Nacht? Ich weiß es nicht mehr. Obdachlosigkeit macht mich betroffen. Es ist nur ein ganz kleiner Schritt aus der Normalität - und die Rückkehr fast nicht mehr zu schaffen.
es klingt befreiend, endlich bin ich mein obdach los. die gemeinschaft der eingeschlossenen ist einen zwangsgemeinschaft, doch sie haben gemeinsam den zwang zu wohnen. in ihrem zirkel dulden sie keinen, der anders wohnen möchte, und wer sich nicht durch alleinwohnen vom zwang des mitwohnens befreien kann, wird obdachlos. es ist nur ein kleiner schritt zum eigenheim.
Wenn ich nicht meine Doppelhaushälfte hätte, wäre ich glatt obdachlos. Wer nimmt heutzutage noch einen armen Teufel auf? Der Himmel bestimmt nicht.
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