nichts
Bewertung: 17 Punkt(e)Wie das Nichts aussieht kann man ganz leicht erfahren, und zwar, in dem man ein Auge zumacht. Schließt man beide Augen sieht man schwarz, schließt man jedoch nur eines, dann sieht man auf dem geschlossenen nichts.
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| Der erste Text | am 18.1. 1999 um 01:32:50 Uhr schrieb Dragan über nichts |
| Der neuste Text | am 11.10. 2024 um 12:51:37 Uhr schrieb Ramon über nichts |
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am 18.12. 2002 um 04:47:29 Uhr schrieb
am 5.8. 2002 um 21:41:04 Uhr schrieb
am 18.11. 2008 um 18:32:55 Uhr schrieb |
Wie das Nichts aussieht kann man ganz leicht erfahren, und zwar, in dem man ein Auge zumacht. Schließt man beide Augen sieht man schwarz, schließt man jedoch nur eines, dann sieht man auf dem geschlossenen nichts.
Das Nichts in seiner sustantivierten Form ist ein sprachliches Phänomen, welches philosophische Kontroversen auszulösen vermag. Diese äußern sich in folgenden Fragen: Weshalb wählte man für diesen Begriff das neutrale Geschlecht? Weil man intuitiv die neutrale Natur des Nichts erkennt? Warum verwendet dafür man fast ausschließlich den bestimmten Artikel? Weil es bloß ein einziges Nichts gibt? Doch etwas, was es nicht gibt, kann es nicht geben. Das Nichts kann auch nicht »etwas« sein, das es nicht gibt, da es nicht nichts und etwas gleichzeitig sein kann. »Nichts« kann nicht sein. Ist es deshalb überflüssig oder gar falsch, »es« zu benennen? Etwas nichtexistentes ist nicht zählbar und muss daher, falls es überhaupt benannt werden darf, ohne Artikel bleiben. Man kann über »Nichts« keine Aussagen treffen, da »Nichts« keine Eigenschaften hat. »Nichts« hat noch nicht einmal »keine Eigenschaften«, »Nichts« ist »Nichts« und hat »Nichts« (nicht). »Nichts« ist kein leerer Raum, weil Dimensionen Eigenschaften sind. Eigenschaftenbesitzendes ist zwangsläufig existent und daher »Etwas« - jedoch nicht »Nichts«. Dieser Text ist folglich pure Zeitverschwendung. Die bisher vermutlich beste Idee, »Nichts« einen Namen zu geben, war die Zahl 0, die der Wahrheit von »Nichts« jedoch ebenfalls kaum nahekommt. Die Wahrheit von »Nichts« - Hmmm... Geht auch nicht, da Wahrheit eine Eigenschaft ist, und so weiter. »Nichts« ist nicht.
Ein philosophischer Witz:
A: »Was ist?«
B: »Nichts.«
Nichts kann eigentlich nicht nichts sein, denn streng genommen weist es eine unendliche Menge Qualitäten auf. Sei eine Qualität vorhanden, dann existiert doch etwas, oder? Denn nichts ist schöner als... nichts ist langweiliger als... Und vielleicht ist nichts blöder als dumme Sprachwitze wie dieser, der mir gerade eingefallen ist.
was für ein schönes wort
beruhigend
wenn nichts ist, nichts passiert
einfach nur nichts
dann ist das doch nichts schlechtes
aber eigentlich auch nichts gutes
nichts besonderes
und nichts neues
denn wenn nichts passiert
dann muss es wohl schon länger her sein, sonst
wär es keinem aufgefallen
vielleicht ist es aber erst kurz
denn es ist eben doch nichts besonderes aufgefallen
desshalb hast du nichts gesagt
wie denn auch, du kannst mir nichts antworten
du könntest einen eigenen beitrag schreiben
aber das bringt mir nichts
weil ich es wahrscheinlich nicht lesen werde..
Ich bin mir sicher, du verstehst nichts von dem, was ich gerade geschrieben habe
denn ich habe nichts geschrieben
Vor dem Urknall gab es mitnichten nichts, denn was hätte denn dann explodiern sollen?
Es gibt nicht weniger als nichts. Das Nichts ist die große Leere, die keine Möglichkeit bietet sich an irgendetwas zu halten. Und trotzdem gibt es Leute, die an das Nichts oder das Chaos (das wenigstens etwas ist) glauben, die keine Werte akzeptieren, die Vernunft und die Metaphysik verneinen. Ich finde Nihilisten sind ganz schön arme Schweine.
Was tun Sie havariert auf dem Mond,
Sauerstoff für 15 Minuten und Rettung
naht erst in einer halben Stunde?
Richtig.
Alles nur geklaut bei Stanislaw Lem...
er: »Was ist?«
Sie: »nichts«
er: »hm, na dann...«
Übersetzung:
er: »durch welches selbsterschaffene problem schlägst du dich denn jetzt schon wieder? lass uns doch einfach vögeln!«
sie: »ja, es ist etwas du unsensibler arsch!«
er: »wird wohl doch nichts mehr mit dem sex heut«
nicht nichts
ohne dich
aber nicht dasselbe [ erich fried ]
wie groß das nichts doch sein kann! und wie wenig fassbar es eigentlich sein sollte, weil es doch 'nichts' ist!
und wie raumgreifend es im alltag ist, wenn man etwas vermisst und da einfach nichts ist. wenn man an dem nichts kaputt geht, weil dort eben nichts ist, woran man sich festhalten kann. worauf man hinarbeiten kann, wo ein erdenklicher sinn drin liegen könnte.
es ist einfach nichts mehr da, zum anlehnen, zum reden.. nur diese unfassbare leere des endlosen nichts..
Was »nichts« doch so alles sein kann...
Denkt mal an die Formulierung »Nichts ist so [bitte liebstes Adjektiv einfügen] wie [bitte liebstes Nomen einfügen]...«
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