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wuming schrieb am 17.4. 2010 um 01:45:32 Uhr über

Schriftsteller


Jürg Laederach (* 20. Dezember 1945 in Basel) ist ein Schweizer Schriftsteller.

Inhaltsverzeichnis [Verbergen]
1 Leben
2 Auszeichnungen
3 Werke
3.1 Herausgeberschaft
3.2 Übersetzungen
4 Literatur
5 Weblinks


Leben [Bearbeiten]
Jürg Laederach begann nach dem Abschluss des Humanistischen Gymnasiums in Basel ein Studium der Mathematik und Physik an der ETH Zürich. Später wechselte er zur Universität Basel, wo er Romanistik, Anglistik und Musikwissenschaft studierte. 1969 hielt er sich als Stipendiat und Deutschlehrer in Paris auf; anschliessend arbeitete er ein Jahr lang als Werbetexter in Basel, wo er heute als freier Schriftsteller und Übersetzer lebt.

Laederach hatte 1986/87 eine Gastdozentur für Poetik an der Universität Graz inne, 1987 war er Poet in Residence an der Universität-Gesamthochschule Essen. 1996 trennte er sich aus Protest gegen die Veröffentlichung von Peter Handkes serbienfreundlichen Texten zum Bosnienkrieg von seinem langjährigen Verlag Suhrkamp. Neben seinen literarischen Aktivitäten trat Laederach, der Saxophon, Klarinette und Klavier spielt, gelegentlich als Musiker mit der Basler Jazzformation „BIQ“ auf. Er schreibt auch als Jazzkritiker für Zeitschriften.

Jürg Laederach ist Verfasser experimenteller Prosa sowie von Theaterstücken und Hörspielen. Daneben hat er sich als Übersetzer aus dem Englischen und Französischen hervorgetan.

Jürg Laederach war Mitglied der Gruppe Olten, ist Mitglied des Grazer Forums Stadtpark und korrespondierendes Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung in Darmstadt.

Auszeichnungen [Bearbeiten]
1976 und 1978 Förderpreis der Stadt Bern
1985 Manuskripte-Preis des Landes Steiermark
1988 Literaturpreis der Stadt Basel
1990 Preis der Schweizerischen Schillerstiftung
1996 Österreichischer Staatspreis für Europäische Literatur
2001 Grosser Literaturpreis des Kantons Bern
2005 Italo-Svevo-Preis
Werke [Bearbeiten]
Einfall der Dämmerung, Frankfurt am Main 1974
Im Verlauf einer langen Erinnerung, Frankfurt am Main 1977
Das ganze Leben, Frankfurt am Main 1978
Die Lehrerin verspricht der Negerin wärmere Tränen, Frankfurt am Main 1978
Ein milder Winter, Frankfurt am Main 1978
Wittgenstein in Graz, Frankfurt am Main 1979
Das Buch der Klagen, Frankfurt am Main 1980
Fahles Ende kleiner Begierden, Frankfurt am Main 1981
Proper operation, Frankfurt am Main 1981
69 Arten den Blues zu spielen, Frankfurt am Main 1984
Tod eines Kellners, Frankfurt am Main 1984 (zusammen mit Andres Müry)
Flugelmeyers Wahn, Frankfurt am Main 1986
Körper brennen, Graz 1986 (zusammen mit Andres Müry)
Sigmund oder Der Herr der Seelen tötet seine, Frankfurt am Main 1986
Vor Schrecken starr, Frankfurt am Main 1988
Der zweite Sinn oder Unsentimentale Reise durch ein Feld Literatur, Frankfurt am Main 1988
China, Frankfurt am Main 1990
Emanuel, Frankfurt am Main 1990
Passion, Frankfurt am Main 1993
Eccentric, Kunst und Leben, Frankfurt am Main 1994
Schattenmänner, Frankfurt am Main 1994
Über Robert Walser, Salzburg u.a. 1997 (zusammen mit William H. Gass)
Portrait, Baden/Schweiz 1998 (zusammen mit Felix von Muralt)
In Hackensack, Basel u.a. 2003
Depeschen nach Mailland (hrsg. u. m. e. Nachw. v. Michel Mettler), Frankfurt am Main 2009
Herausgeberschaft [Bearbeiten]
Adolf Wölfli: „0 Grad 0/000! Entbrantt von Liebes,=Flammen“, Frankfurt am Main 1996
Übersetzungen [Bearbeiten]
Walter Abish Alphabetical Africa Basel u.a. 2002
99 Berlin 1990
Quer durch das große Nichts Frankfurt 1983
Frederick Barthelme: Koloraturen Frankfurt 1993
Leuchtspur Frankfurt 1989
Moon de luxe Frankfurt 1988
Maurice Blanchot Jener, der mich nicht begleitete Engeler, Basel 2006 ISBN 3938767138
Der letzte Mensch ebd. 2005
Im gewollten Augenblick ebd. 2004
Thomas der Dunkle Frankfurt 1987
Das Todesurteil Frankfurt 1990
Michael Brodsky Der Tatbestand und seine Hülle Frankfurt 1982
Marguerite Duras Der Lastwagen Frankfurt 1987
William H. Gass Im Herzen des Herzens des Landes Salzburg 1991
Orden der Insekten Salzburg [u.a.] 1994
Pedersens Kind Salzburg [u.a.] 1992
John Hawkes Travestie Frankfurt 1986
Thomas Pynchon Spätzünder Reinbek 1985 (zusammen mit Thomas Piltz)
Styles Sass Mehr als diese wenigen Tage Stuttgart 1998
Gertrude Stein Warum ich Detektivgeschichten mag Berlin 1989
Literatur [Bearbeiten]
Dariusz Komorowski: Bewegungsästhetik in den Romanen von Jürg Laederach, Würzburg 2002. ISBN 3-8260-2248-3
Weblinks [Bearbeiten]
Literatur von und über Jürg Laederach im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek (Datensatz zu Jürg Laederach • PICA-Datensatz • Apper-Personensuche)
Eintrag über Jürg Laederach im Lexikon des Vereins Autorinnen und Autoren der Schweiz
Jürg Laederach im Verlag Urs Engeler Editor
Normdaten: Personennamendatei (PND): 11664396X | Library of Congress Control Number (LCCN): n 84046090 | Virtual International Authority File (VIAF): 51714050
Personendaten
NAME Laederach, Jürg
KURZBESCHREIBUNG Schweizer Schriftsteller
GEBURTSDATUM 20. Dezember 1945
GEBURTSORT Basel

Vonhttp://de.wikipedia.org/wiki/J%C3%BCrg_Laederach“
Kategorien: Autor | Hörspielautor | Literatur (20. Jahrhundert) | Literatur (21. Jahrhundert) | Literatur (Deutsch) | Literatur (Schweiz) | Person (Basel) | Herausgeber | Drama | Übersetzung (Literatur) | Jazzautor | Schweizer | Geboren 1945 | Mann


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