Anzahl Assoziationen zu diesem Stichwort (einige Beispiele folgen unten) 66, davon 66 (100,00%) mit einer Bewertung über dem eingestellten Schwellwert (-3) und 27 positiv bewertete (40,91%)
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Siehe auch:
positiv bewertete Texte
Der erste Text am 24.3. 2000 um 21:30:14 Uhr schrieb
Liamara über Irrenhaus
Der neuste Text am 28.7. 2022 um 09:31:40 Uhr schrieb
Rüdi aus der JVA über Irrenhaus
Einige noch nie bewertete Texte
(insgesamt: 29)

am 4.1. 2003 um 19:18:41 Uhr schrieb
Hase über Irrenhaus

am 14.8. 2009 um 19:28:59 Uhr schrieb
Drogen-Klaus über Irrenhaus

am 11.8. 2012 um 15:45:42 Uhr schrieb
Sörn über Irrenhaus

Einige überdurchschnittlich positiv bewertete

Assoziationen zu »Irrenhaus«

Ali schrieb am 30.8. 2000 um 19:14:37 Uhr zu

Irrenhaus

Bewertung: 2 Punkt(e)

das Irrenhaus, die psychiatrische Klinik. Oft steht sie am Rande der Stadt, inmitten einer Grünanlage. Das alles ergibt ein beschauliches Bild: saubere Fassaden, umgeben von Birken und Eichen. Davor ein sauber gestutzer Rasen. Manchmal sieht man auch Patienten. Manchmal tragen sie Bademäntel, manchmal auch gewöhnliche Straßenkleidung. Sie bewegen sich auf den asphaltierten Wegen durch die Grünanlage. In dieser Umgebung wirken sie gut aufgehoben. Sie laufen nicht mehr schreiend durch Mehrfamilienhäuser und stapeln in ihren Behausungen Müll bis unter die Decke. Hier liegt kein Müll herum, den man stapeln könnte. Das Irrenhaus heisst oft nach dem Stadtteil, in dem es liegt. Zu auffälligen Personen sagt man: Du kommst nach X, es folgt der Name des Stadtteils. Dann ist ganz klar, was gemeint ist. Aber man sagt nicht einfach »Klapse«, denn der Name des Stadtteils beinhaltet noch unausdenkbarere Drohungen als dieses bloße Wort. Dieser Stadtteil ist zwar teil der Stadt, aber das »Irrenhaus« das sich in ihm befindet, liegt nicht mehr innerhalb der Stadtgemeinschaft, sondern ganz und gar außerhalb. Mitten in diesem Stadtteil gibt es die Nicht-Stadt, die Anti-Stadt, den Eingang zum Ausgang aus der Welt.

maw schrieb am 4.5. 2000 um 16:58:59 Uhr zu

Irrenhaus

Bewertung: 4 Punkt(e)

Jakob van Hoddis:
Der Visionarr

Lampe blöck nicht.
Aus der Wand fuhr ein dünner Frauenarm.
Er war bleich und blau geädert.
Die Finger waren mit kostbaren Ringen bepatzt.
Als ich die Hand küßte, erschrak ich:
Sie war lebendig und warm.
Das Gesicht wurde mir zerkratzt.
Ich nahm ein Küchenmesser und zerschnitt ein paar Adern.
Eine große Katze leckte zierlich das Blut vom Boden auf.
Ein Mann indes kroch mit gesträubten Haaren
Einen schräg an die Wand gelegten Besenstiel hinauf.



Mmmmiri schrieb am 25.7. 2000 um 20:39:27 Uhr zu

Irrenhaus

Bewertung: 6 Punkt(e)

Es gibt da in einem der »Per Anhalter durch die Galaxis«-Bücher von Douglas Adams so eine faszinierende Geschichte: Ein etwas verwirrter Alter hat sich irgendwo am Meer ein Haus gebaut, und zwar sind auf den Außenmauern des Hauses Tapeten und Bilder - während die Innenseite aussieht wie eine kahle Außenmauer. Das Haus ist also wie umgestülpt - innen ist außen und außen ist innen. Und zwar ist das Haus ein Irrenhaus, und so sind die ganzen Leute auf der Welt Insassen dieses Irrenhauses, und nur der Alte Greis der drinnen sitzt - und eigentlich »draußen« sitzt- der ist nicht im Irrenhaus. Er hat die ganze Welt ins Irrenhaus gesperrt.

Gronkor schrieb am 28.2. 2001 um 12:56:37 Uhr zu

Irrenhaus

Bewertung: 6 Punkt(e)

Im Raucher-Raum der Station 161B ist wieder die Hölle los: Laute Musik, überbordendes Gelächter, koffeinhaltiger Kaffee noch um neun Uhr abends.
Ein erboster Pfleger reißt die Tür auf: »Sagen Sie mal, wo sind wir denn hier eigentlich??!«, hält einen Moment inne und muss dann selber schmunzeln.

Lupus schrieb am 9.6. 2001 um 17:02:47 Uhr zu

Irrenhaus

Bewertung: 1 Punkt(e)

Ach, die alten Kliniken...

Endlose, weiss gekachelte Gänge, gesäumt von ebenfalls endlos scheinenden, dicken Metalltüren, von deren vergitterten Gucklöchern die Farbe blättert.
Monotoner Singsang hallt gleichermassen durch die Flure, gleichermassen wie wildes Gekicher und Schreie der Angst und Verzweiflung. Man bringt die Menschen nicht hierhin, um sie zu heilen. Man bringt sie hierhin, um sie zu vergessen.
Man sperrt sie in die gepolsterten, schmutzigen Zellen, pumpt sie mit Drogen voll, bis sie völlig gleichgültig und willenlos sind. Gewalt und Angst werden sie nicht heilen, doch das ist alles, was man ihnen dort angedeihen lässt.
Sie sind von der Welt abgeschlossen, zwei Käfige, einer stärker als der andere, umschliessen ihren gesunden Geist. Der eine aus Metall, Stein und schmutzigem Tuch, der andere aus Wahnvorstellungen, Halluzinationen und Angst.

Ach ja, die alten Kliniken... morbide und psychotische Nostalgie...

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