Einige überdurchschnittlich positiv bewertete
Assoziationen zu »Würde«
Stöbers Greif schrieb am 6.2. 2000 um 16:03:05 Uhr zu
Bewertung: 6 Punkt(e)
Bei Joseph Roth habe ich folgenden schönen Passus gelesen:
"Die Vollbartmänner, die Ernstling und WÜRDERICHE, geringschätzen das Feuilleton.
Ich könnte jetzt wunderbare bunte Seifenblasen schreiben; wahre Regenbogenblasen. Aber nur die Frauen und Kinder Gebliebenen würden sich dran freuen. Die Männer dagegen behaupten, sich lediglich mit ewigen Dingen zu beschäftigen.
Als da sind: Handel mit Strumpf- und Wirkwaren. Aufkaufen brüchiger Asbestplatten, Füllfederpatente, Pappendeckelherstellung; oder: Politik, Friedensverträge zum Beispiel, und internationale Handelsverträge; oder: Wissenschaft, Umlaute im König-Rother-Lied, Permutationen und Zusätze zu Einsteins Relativitätstheorie."
Müsli schrieb am 11.3. 2007 um 15:45:42 Uhr zu
Bewertung: 1 Punkt(e)
Das einzige, was der Mensch tatsächlich erreichen kann, ist in Würde zu scheitern.
Detritus schrieb am 1.3. 2002 um 14:47:37 Uhr zu
Bewertung: 1 Punkt(e)
Konjunktiv I: wird gebraucht, um wörtliche Rede indirekt wiederzugeben nach Verben des Sagens und Denkens im Haupsatz. Beispiel: Er machte deutlich, daß er auf keinen Fall mitfahren wolle. (nicht: will)
Konjunktiv II: wird gebraucht, um etwas nur Gedachtes, Erwünschtes oder etwas, was nicht sein kann, auszudrücken. Beispiel: Er wünschte sich, daß heute keine Schule wäre.
Wenn er auf dem Mond stünde, könnte er den blauen Planeten in dessen ganzer Schönheit sehen.
Grundregel: Falls eine Form des Konjunktivs I identisch ist mit der entsprechenden Form des Indikativs, kann zur besseren Unterscheidung der Konjunktiv II verwendet werden. Falls auch der Konjunktiv II genauso lautet wie eine Form des Indikativs, kann als 2. Ersatzform die Umschreibung mit »würde« gewählt werden, d. h. der Konjunktiv II des Futur I.
Die Tempi: In beiden Konjunktiven gibt es jeweils nur 1 Tempus für die Vergangenheit: Perfekt im Konjunktiv I und im Konjunktiv II.
Beachte: Konjunktiv II Präsens wird aus der 2. Stammform (dem Präteritum) gebildet.
Starke Verben mit zwei Formen des Konjunktiv II: hülfe - hälfe, begänne - begönne, stähle - stöhle, schwömme - schwämme, empföhle - empfähle, höbe - hübe (heben), ränne - rönne (rinnen) u.a.m. Viele dieser Konjunktiv-II-Formen werden als altertümlich angesehen, daher gilt : Ersatzform durch eine Umschreibung mit »würde« ist durchaus sinnvoll.
Unregelmäßige Verben im Konjunktiv II: brennen - brennte, nennen - nennte, rennen - rennte, senden - sendete, wenden - wendete. Diese Formen werden selten gebraucht. Auch hier gilt: Umschreibung mit »würde«!
Schwache Verben im Konjunktiv II: haben hochsprachlich keinen Umlaut und sind daher nicht vom Indikativ zu unterscheiden: redete - redete, machte - machte, brauchte - brauchte (bräuchte). Zur Vermeidung von Mißverständnissen kann eine Umschreibung mit »würde« genommen werden.
Beachte aber: Deutsch ist eine würde-lose Sprache!
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