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% schrieb am 1.7. 2003 um 01:44:22 Uhr über

netzkritik

Mattthew Fuller

Akademiker-Publikums mundtot gemacht wurde. Ich verwende das Wort Publikum ganz absichtlich, denn in diesen Listen rotten sich Leute zusammen, die, das wird schnell klar, nicht zum Zwecke des Fragens oder gar der Erweiterung ihres Wissenshorizonts dort versammelt sind, sondern ausschließlich zur Bestätigung einer bereits bekannten, von allen vorausgesetzten und geteilten Mythologie. Es war ziemlich absehbar, daß diese Versammlung der Beta-Blockierten geradezu wütend nach Kolonisierung des Gegenstands der Betrachtung schrie, allein der Widerspenstigkeit wegen, mit der es dem Diskurs dieser Klugscheißer begegnete.

Wohin soll's denn heute gehen?

Als nächstes können wir uns schon jetzt auf den Tag freuen, wenn bestimmte Internet-Locations tatsächlich den Rang einer ehrwürdigen Institution erreicht haben. Einfach weil keiner was dagegen unternommen hat, oder aus sturem Durchhaltevermögen.
Darüber hinaus dürfen wir damit rechnen, auf historische Stätten im Netz zu stoßen, in denen das kostbare kollektive Erbe der Virtuellen Community gehegt und gepflegt wird. Freut euch schon mal auf das vollständig und minutiös nachgebaute ARPANET, auf endlose Wiederholungen der ersten Wochen von MINITEL ROSE, auf die einmalige Chance im Leben, endlich zu wissen, wie es sich anfühlte, Teil des Robert-Morris-Wurms zu sein! Momente, die Geschichte machten, fürwahr, eingezogen und wieder ausgespien wie eine Flipperkugel, mit einem Rülpser von einer Vergangenheit in die nächste. Der Markt mit seinen übermächtigen Bildern von Effizienz und Produktivität ist wahrlich nicht die einzige Quelle der Netz-Verblödung.

Kein Zwischentitel

In diesem Text sind überall Stellen aus Batailles Theorie der allgemeinen Ökonomie eingestreut, die die Wechselwirkungen des Energiekreislaufs und der Verausgabung der Reichtümer untersucht. Aber selbst wenn ich eben auf zwei Tendenzen hingewiesen habe, die die Fruchtbarkeit und Vitalität der Netze bedrohen, sind wir noch lange nicht an dem Punkt, an dem »Kritik unsre letzte Waffe«12 ist. Denn, so Bataille, »die Beherrschung durch das Ding ist niemals vollständig und im Grunde nur eine Farce: sie täuscht uns nur zur Hälfte, während im Schutz der Dunkelheit eine neue Wahrheit sich zum Sturm zusammenbraut«.13 Wir müssen also, mit anderen Worten, weiterhin funky, voller Blödsinn, phantasievoll und verschwenderisch vorgehen.

In der elektronischen Welt ist nichts endgültig, im Gegenteil, ihr Erfindungs-
reichtum verhilft dem Dräuen einer neuen Wahrheit zur Entstehung. Die pure

SPEW

überfülle der Netze ist der anti-hegemoniale selbst reproduziert. Im Rahmen der alles ver denzen, bei denen Daten Ware und Währung die Information konsumieren, abnutzen und bedrohlich zugleich, da sie das unablässige Ver keit der Sonne jeden Tag fortsetzen.
Die CJberfülle der Netze führt entweder schwendung, und das zieht dem System nat Wortsprengsätze explodieren, jagen uns Scha Bildschirm, durch die Kabel hindurch in ein Pa kal erzeugte Information wird um ihr Vielfach im Übermaß.
»Das Universum insgesamt verfügt über ein gie (... ), und doch kann das System, zu dem wi wachsen14 Das Netz dehnt dieses Wachstu aus, aber hat einschneidende Veränderungen zur Folge. Da fallen sie, die alten Grenzen!
Im Netz wird das Sein - auch das kollekti doppelten Sinn des Wortes vollendet: als etwa rung und unterschiedliche Einflußfaktoren sch umgestaltet wird. In Zeiten der Ausweispflic massiver werdenden Forderungen, endlich wi zu benehmen, werden multiple Identitäten zu sei's nur, um sich vor den Steuern zu drücke wichtige Spielplätze sind, um mit fraktalen 1 sadistischen Schlinge von Kontrolle und Ma raus aus der Ordnung der Dinge.
Der chaotische Potlach libidinöser Tippor Lachse aus unserer Haut raus und in ein erh der globalen Vereinigung reinhüpfen, sonder teressantere Dinge mit uns und erschreckt, 1 komplizierten Innereien. Es handelt sich um n Aufstand einer Million Hirne in Form einer ziertet Abtrünniger, deren Modems Monster

Aus dem



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