Einige überdurchschnittlich positiv bewertete
Assoziationen zu »Unglück«
Heinrich schrieb am 1.2. 2001 um 21:06:59 Uhr zu
Bewertung: 1 Punkt(e)
Zeitungen werden gefüllt mit Rinderwahn und Ministerrücktritten, mit Krebskranken, mit Erdbeben, verzweifelt nach Profil suchenden Politikern, mit Flüchtlingen und Entlassungen. Das Unglück zieht uns an. Das der anderen natürlich. Journalisten sehen sich gerne als kritische Begleiter des Geschehens, als aufgeklärte Mahner oder sogar als enthüllende Aufklärer. Vielleicht sind sie in Wahrheit aber nichts anderes als mehr oder weniger gut bezahlte Medizinmänner in einem archaischen Ritual, kleine Zuträger in einem gigantischen Abwehrzauber, mit dem die Menschen fremdes Unglück - natürlich vergeblich - beschwören, um dem eigenen zu entgehen. Wir werden nicht klüger durch das, was wir lesen. Das Unglück der anderen - wir nützen es nicht. Wir brauchen es nur als Nervenkitzel und Ablenkung. Alles dient unserer Unterhaltung, der Befriedigung unseres stets auf Spannung und Entspannung zielenden Gemüts. Solange der Rinderwahn eine englische Krankheit war, sahen wir keinen Grund uns vorzusehen. Wir lernen nichts aus den Fehlern anderer. Sie freuen uns.
Romeo schrieb am 10.12. 2000 um 14:05:12 Uhr zu
Bewertung: 2 Punkt(e)
Unglück ist etwas, mit dem ich manchmal nur schlecht arrangieren kann. Besonders schwer wiegt es, wenn es sich mal wieder um nichtlineares Unglück handelt, und ich dann vom Turm der Ratlosigkeit herunterblicke und um mich herum nur Suboptimalität erkenne.
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