Einige überdurchschnittlich positiv bewertete
Assoziationen zu »Gummitwist«
mcnep schrieb am 13.2. 2003 um 23:09:07 Uhr zu
Bewertung: 7 Punkt(e)
Ich treibe mich eher selten auf Schulhöfen rum in den letzten zwei Jahrzehnten, deshalb weiß ich gar nicht, ob dieses Spiel noch aktuell ist. Obwohl, Spiel trifft die Sache nicht richtig, das war mehr so ein Initiationsritual von Schulmädchen, eine Art kautschukne Oxerlimbochoreographie, die manchmal auch von sonderbaren Gesängen begleitet war. Mindestens drei Mädels waren dafür erforderlich, zwei spannten die Gummilitze zwischen ihren leicht gespreizten Beinen, die Dritte vollführte fest vorgeschriebene Sidesteps und Hopser zwischen dem Band. Ich war vielleicht der einzige Junge an unserer Schule, der versucht hat, in die tieferen Geheimnisse des Gummitwist eingeweiht zu werden, zumal ich das cooler fand, als mit einem Tennisball Fußball zu spielen oder Raketen mit Knallplättchen in die Luft zu werfen (Gruppenmasturbation auf dem Schulklo hatten wir erst in den höheren Klassen) , aber das ganze ist für mich an meinem fehlenden Körpergefühl und dem nicht vorhandenen Faltenrock gescheitert.
Voyager schrieb am 13.2. 2003 um 23:57:53 Uhr zu
Bewertung: 5 Punkt(e)
Es waren mindestens drei Mädchen nötig um Gummitwist zu spielen. War manchmal garnicht so einfach, drei zusammen zu finden. Es war und ist wohl noch ein ausschliessliches Mädchenspiel, Jungs haben sich immer sehr selten dazu bereit gefunden oder gar dafür interessiert. Notfalls ging Gummitwist aber auch zu zweit zu spielen, wo dann die dritte durch einen Zaun oder anderes ersetzt wurde, an dem ein Ende des Gummibandes befestigt wurde. Blöd war allerdings, dass dadurch die Variationsmöglichkeiten eingeschränkt wurden. Die bestanden zum Beispiel in verschiedenen Höhen - Knöchel, Kniekehle, Oberschenkel ... Hüfte und Taille waren die höheren Weihen und schieden die ungelenken von den beweglicheren Mädchen. Desweiteren gab es noch Variationen, was den Abstand, die Breite zwischen dem Gummi angeht. Am einfachsten war da die breitbeinige Variante, also Füße auseinander. Dann die, wo beide Füße eng zusammengestellt wurden und schließlich die einbeinige. Alles jeweils kombiniert mit den variablen Höhen. Es gab bestimmte Abfolgen von Schritten und Sprüngen, die zwischen dem Gummi fehlerfrei zu bewältigen waren, um jeweils den nächst höheren Schwierigkeitsgrad probieren zu können. Mein ganzer Ehrgeiz galt der Bewältigung der Oberschenkelstufe. Letztendlich hab ich dann aber doch lieber mit den Jungs gepölt und wenn´s mit nem Tennisball war. Die Mädchen wollten ausser Gummitwist meisten nur »Mutter und Kind« spielen. Irgendwie stimmte schon damals was nicht mit mir, grins.
steffimartini schrieb am 16.9. 2005 um 12:34:21 Uhr zu
Bewertung: 1 Punkt(e)
Halbe, halbe - rein raus. Siebengebirge, Blumentopf, oben unten, Enge, so hiess das damals, Anfang der 70er bei uns in Osnabrück. Diese Wörter fielen mir wieder ein, als meine Tochter neulich ein rosafarbenes Gummitwist geschenkt bekam, und nichts damit anzufangen wusste.
Die Gummitwiste von Anke, Marike, Birgit und mir waren aus weisser Gummilitze, mindestens 4 Meter mussten wir unseren Müttern abbetteln, sonst wars zu klein. Sie waren geizig mit ihrer Gummilitze, die Mütter, schließlich wurden damit ausgeleierte Unterhosen- und Schlafanzughosenbündchen geflickt...
Am Ende des Sommers waren die Gummis grau, verheddert. wir sprangen jeden Tag, stundenlang, wie es mir heute vor kommt...
Trat eine drauf war sie »ab«. Viel Anlass zu Streitigkeiten barg das Gummitwist.Was kam nach Hüfte ? Hals? unmöglich, diese Höhe zu schaffen. Hatte Anke da eben drauf getreten, oder war sie nur mit der Schnalle ihrer abgewetzten Sandalen kurz hängen geblieben? Birgit sagte, das gildete nicht, Anke wäre »ab«. Anke drohte, daß Spiel zu verlassen, dann standen wir da, nur noch zu zweit, und die schwarze runde Mülltonne musste herhalten. Die konnte aber kein »enge« , nur ein Bein. Dann war das Spiel aus und wir gingen Rollschuhfahren.
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