Leiche
Bewertung: 5 Punkt(e)Eine Kommilitonin von mir heißt mit Nachnamen Leiche. Seit ich das weiß, verstehe ich, warum sie sich überall nur mit ihrem Vornamen vorstellt...
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| Der erste Text | am 6.12. 2000 um 12:55:54 Uhr schrieb chakk über Leiche |
| Der neuste Text | am 19.2. 2026 um 17:09:35 Uhr schrieb mörderschnitzel über Leiche |
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am 19.4. 2004 um 01:59:13 Uhr schrieb
am 1.2. 2006 um 12:53:09 Uhr schrieb
am 24.4. 2009 um 18:40:47 Uhr schrieb |
Eine Kommilitonin von mir heißt mit Nachnamen Leiche. Seit ich das weiß, verstehe ich, warum sie sich überall nur mit ihrem Vornamen vorstellt...
Die Leiche, die im Zug lag und von einer alten Oma und ihrem kranken Dackel bei einer Nachtfahrt von Warschau nach Lublin gefunden wurde, entpuppte sich bei einer Untersuchung durch die örtliche Polizei als aufblasbare Version eines elektronischen Zombies, den man vor ungefähr 25 Jahren als Prototyp in einem versteckten Labor in Moskau unter der Anleitung des bekannten Ledergerbers Fred Gott entwickelt hatte und dann aufgrund politischer Entwicklungen und Zeitgeistströmungen bei Nacht und Nebel in die Schweiz geschafft hat, natürlich illegal, um ihn dort gegen eine nicht mehr ermittelbare Anzahl von Koffern voller Käse, der zuvor aus Holland importiert wurde, einzutauschen und so für immer aus der sowjetischen Sphäre zu verdrängen, was dadurch auch gelungen ist, wie man im nachhinein anerkennend und ohne jegliches Gefühl von Neid anerkennen muß.
Viele Vegetarier vermeiden es, bei Brunch und Puddis Pudding auf die Zutatenliste zu sehen, und reden sich ein: »Das ist so lecker, da darf keine Gelatine drin sein!«
Es ist bei katholischen Beerdigungen* Sitte, daß der Priester gegen Schluß, wenn der Sarg bereits in der Erde ruht und fast alle Exequien gehalten wurden an die Trauergemeinde gerichtet sinngemäß sagt: »Gedenken wir auch für einen Moment desjenigen aus diesem Kreis, der dem Verstorbenen als nächster nachfolgen wird...« Das ist für meinen Geschmack total schofelig, weil man dann natürlich jedesmal einen Grusel kriegt, als führe ein Rettungswagen an dein Haus heran und danach fängt man zur Entlastung an zu sinnieren: »Ob vielleicht die Frau B*? Der wächst das Herz schon langsam aus dem Gesicht... Oder ob G*? Zwei so Schicksalsschläge in drei Jahren...« Und während du so die Abschußliste durchgehst, hältst du gedankenverloren die Hand deines Mannes, der im Rollstuhl neben dir sitzt, und sie ist fast so kalt wie deine.
*vielleicht auch bei evangelischen; doch die meisten Protestanten in meinem Umkreis sind jung oder konfessionslos.
Wir hatten einmal am anatomischen institut in erlangen ein cafe das hieß »LEICHE«. und wir sind da auch immer rein, nach dem Schnippelkurs. Lauter weiße Kittel mit blaßen leuten drin und ein beissender geruch nach formalin. das waren die besten pausen die ich je irgenwo gemacht habe ...
Meine nervige Mitbewohnerin erzählt mir immer aus ihrem Leben. Seit neuestem erzähle ich ihr immer, was ich heute im Anatomie-Kurs gelernt habe. »Der Arm ist abgesetzt, d. h. der Rest vom Mensch ist gar nicht mehr dran. Man schneidet mit dem sog. Hautmesser die Haut vom subkutanen Fettgewebe.« Weiter komm ich meistens gar nicht.Dabei ist das Präparieren einer Leiche eine unglaublich faszinierende Sache. Wenn man nämlich durchs Fettgewebe durchgedrungen ist, stößt man auf die Muskelfaszie, und unter der Muskelfaszie glänzen die Muskeln wie frische Steaks. Zwischen den muskeln verlaufen die .. Hallo? Sind Sie noch da?
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