Anzahl Assoziationen zu diesem Stichwort (einige Beispiele folgen unten) 35, davon 33 (94,29%) mit einer Bewertung über dem eingestellten Schwellwert (-3) und 12 positiv bewertete (34,29%)
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Siehe auch:
positiv bewertete Texte
Der erste Text am 6.7. 2001 um 02:55:57 Uhr schrieb
Nils the Dark Elf über Unterschicht
Der neuste Text am 23.10. 2011 um 13:10:23 Uhr schrieb
Jo über Unterschicht
Einige noch nie bewertete Texte
(insgesamt: 15)

am 25.12. 2003 um 13:39:36 Uhr schrieb
Voyager über Unterschicht

am 17.10. 2006 um 12:39:29 Uhr schrieb
biggi über Unterschicht

am 17.10. 2006 um 12:24:00 Uhr schrieb
biggi über Unterschicht

Einige überdurchschnittlich positiv bewertete

Assoziationen zu »Unterschicht«

Mäggi schrieb am 15.3. 2002 um 01:57:43 Uhr zu

Unterschicht

Bewertung: 9 Punkt(e)

die unterschicht ist so lange ok, solange man nicht direkt mit ihr in kontakt tritt. so als mythos, als potentielles objekt von weltverbesserungsutopien, als menschen die mit dem wirklichen leben in verbindung stehen und wirklich alles direkt erleben, sei es entfremdung oder ausbeutung oder dergleichen. aber ach, es fehlt ihnen leider das bewußtsein dafür, deshalb sind sie auch so selten aufgeschlossen für neues oder veränderung - klar, es liegt an den verhältnissen, aber wenn man sich grade von den leuten, die unter den verhältnissen leiden, systemerhaltende sprüche übelster art anhören muß, vergeht einem sehr schnell der idealismus.
ok, nicht pc das statement, egal, ich will auch nicht verallgemeinern. im endeffekt ist mir jemand, der sagt was er denkt, auch wenn's nicht meine meinung ist, lieber, als jemand, der irgendwas schöngeistig verbrämt und nur anderen nach dem maul redet. das gefährliche ist nur, daß unwissenheit schamlos ausgenutzt wird - von allen seiten.

Nils the Dark Elf schrieb am 6.7. 2001 um 02:55:57 Uhr zu

Unterschicht

Bewertung: 4 Punkt(e)

Ich habe schon eine Reihe von Leuten kennengelernt, die aus Unterschicht-Familien stammen. Viele von denen sind mir viel sympathischer als irgendwelche Leute aus der gehobenen Mittelschicht - und mit der Oberschicht hatte ich bisher noch gar nichts zu tun. Ich selbst stamme aus der Mittelschicht - aber ich denke nicht, daß ich jemals so ein braves bürgerliches Leben führen könnte wie meine Eltern, auch wenn ich irgendwann mal soviel Geld haben sollte, oder gar mehr. Unterschicht hat durchaus was für sich - sicher, man lebt in irgendwelchen unrenovierten Altbauten, oder in häßlichen Neubau-Betonklötzen, hat kaum Platz für irgendwas und kann sich auch keine tollen Reisen oder teuren Klamotten leisten, aber es reicht zum Leben, und wenn man von Zeit zu Zeit ein wenig spart, ist auch ein bescheidener Luxus (Computer, Fernseher, Stereoanlage etc.) drin - und man macht sich halt weniger Sorgen darum, was die Leute von einem denken. Man ist halt, wie man ist, gerne auch ein wenig ordinär, wenn man gerade Bock drauf hat, und keiner stört sich dran. Ich glaube nicht, daß ich ohne weiteres den Lebensstandard meiner Eltern erreichen werde, aber das ist mir auch ziemlich egal, ich brauche kein eigenes Haus mit Garten und ähnlichen Kram, und sollte ich irgendwann mal an einem Punkt angelangen, der »höher« ist als obere Unterschicht oder untere Mittelschicht (also etwa auf dem Lebensstandard meiner Eltern oder höher), dann wäre das ein seltsamer Zufall, denn ich habe nicht vor, mich an die merkwürdigen Konventionen zu halten, die mit höherer sozialer Stellung immer eigenartiger werden. Falls ich wirklich reich werden sollte (was ein noch größerer Zufall wäre), würde man mich sicher als »exzentrisch« bezeichnen...

Yadgar schrieb am 20.10. 2006 um 20:52:27 Uhr zu

Unterschicht

Bewertung: 3 Punkt(e)

Wenn man sich die aktuelle Diskussion über »Unterschicht« in Deutschland ansieht, fällt vor allem eines auf: die betroffenen Menschen werden durchweg nur als Defizit-Wesen wahrgenommen.

Unterschichtler
- haben einen niedrigeren IQ
- sterben früher
- sind von kleinerem Wuchs
- erleiden häufiger Unfälle
- sind häufiger, länger und schwerer krank
- rauchen mehr
- sind häufiger alkoholabhängig
- konsumieren mehr illegale Drogen
- haben weniger stabile Partnerbeziehungen
- begehen mehr Straftaten
- haben einen kleineren Wortschatz
- sind weniger in der Lage, ihr Leben zu planen
- sind häufiger übergewichtig oder sogar fettsüchtig
- sind als Frauen häufiger ungewollt schwanger
- haben eine stärkere Neigung zu Gewalt
und so weiter, und so fort.

Es scheint buchstäblich nichts zu geben, in dem Unterschichtler den Menschen der Mittel- oder Oberschicht in irgendeiner Weise überlegen sind... als unausgesprochene Schlussfolgerung steht letzten Endes, dass Unterschichtler minderwertiger Menschenmüll sind, für den es eigentlich das Beste wäre, auf schmerzlose Weise (wir sind schließlich human!) beseitigt zu werden.

Es scheint nur eine Frage der Zeit zu sein, bis wir die ersten Anti-Proll-Pogrome in Deutschland erleben, bis sich aus fanatisierten BWL-Studenten rekrutierende Todesschwadronen in gepanzerten schwarzen 7er-BMWs mit dem »Trash« in den Problemvierteln aufräumen...

Wollen wir das?

www.anonymous-k.de schrieb am 27.7. 2002 um 12:33:10 Uhr zu

Unterschicht

Bewertung: 5 Punkt(e)

Die Schichten sind durchlässig geworden, wenn auch nicht in beide Richtungen gleichermaßen. Der soziale Abstieg geht schnell, sozial aufzusteigen, weniger.

Der Unterschicht eine besondere Bildung des Herzens zuzuschreiben, halte ich für eine romantische Spielerei. Wenn sich Menschen, die täglich am Rande des Existenzminimuns leben, dennoch so etwas erhalten haben, dann nicht wegen, sondern trotz ihrer sozialen Stellung.

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